GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 11.06.2013

Die PROKON Windeier: sicher, unabhängig, zuverlässig?


Carsten Rodbertus (52)<br /> aus Hohenaspe
Carsten Rodbertus (52)
aus Hohenaspe
Die drei "goldenen Eier", mit denen der Chef des Windkraftkonzerns PROKON aus Itzehoe in Schleswig-Holstein, Carsten Wilhelm Rodbertus (52), auf der Seite 1 seiner deutschlandweiten Postwurfsendungen um Genussrechtskapital von jedermann ab 100 Euro mit mindestens 6 Prozent jährlichen Zinsen wirbt und das man wahlweise sechs Monate, fünf oder zehn Jahre festanlegen kann, heißen: sicher (durch Sachwerte), unabhängig (von Bankdarlehen) und zuverlässig (an Zinsen).

Doch beim Abklopfen erweisen sich diese Versprechen eher als Windeier.

PROKON steht als Abkürzung für Projekte und Konzepte. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahre 1995 hat PROKON bis heute 49 Windparks realisiert, zehn befinden sich nach eigenen Angaben im Bau.

Convent
Windige Versprechen in Postwurfsendungen: sicher, unabhängig, zuverlässig
Seit 2003 sammelt PROKON von Anlegern Genussrechtskapital ein. Bislang haben schon 65.454 Genussrechtsinhaber über 1,12 Milliarden Euro gezeichnet. Das nächste Zahlungsziel sei 12 Milliarden Euro.

Rodbertus spart sich den klassischen Vertrieb. Er tingelt selbst mit seinem Dacia Duster quer durch Deutschland, spricht an rund 70 Terminen im Jahr in Hotels vor durchschnittlich 300 Interessierten über seine Grünen Investitionen. Und setzt auf die Wirksamkeit seiner eigenen Reklame. Bis heute hat Rodbertus etwa 70 Millionen Euro in Werbeflyer und Plakate investiert.

Für sein neues 12 Milliarden Genussrechteziel kaufte sich Rodbertus nach dem letzten Weihnachtsfest zusätzlich Fernsehwerbeminuten bei ARD, ZDF, NTV und N24.

Wer ihn jedoch kritisiert, wird bestraft. Weil das ZDF-Magazin WiSo seine Prokon Regenerative Energien GmbH am 28. Januar 2013 als Negativbeispiel für Grüne Geldanlagen aufführte, kündigte Rodbertus am 13. Februar 2013 den Werbevertrag mit dem ZDF.

Als die Printmedien mit der Kritik nachzogen, wertete Rodbertus das als Kampagne, hinter der die Banken und Versicherer stecken.

In seinem PROKON-Rundbrief Nummer 49 vom Juni 2013 teilte Rodbertus den Anlegern mit:

PROKON<br />-Inhaber<br /> Carsten<br /> Rodbertus<br /> © PROKON
PROKON
-Inhaber
Carsten
Rodbertus
© PROKON

Zitat:


Geld, das unsere Anleger bei uns investieren, geht den Banken und Versicherungen verloren. Dementsprechend werden wir in den Medien immer wieder mit Kritik konfrontiert.

Vielleicht steht diese Kritik auch in unmittelbarem Zusammenhang mit unserer nicht vorhandenen Werbung in den Printmedien, denn mit der Konzentration auf Werbung mit Postwurfsendungen und Plakaten in öffentlichen Verkehrsmitteln fällt von unserem Werbeetat nichts für die kriselnde Zeitungswirtschaft ab. So stellen wir ein dankbares "Opfer" dar.


Deshalb habe sich PROKON "entschlossen, für Anfragen der Medien nicht mehr zur Verfügung zu stehen."

Seine Werbeflyer druckt Rodbertus in seiner eigenen Druckerei im ehemaligen Militärflughafen Hungriger Wolf in Hohenlockstedt, zehn Autominuten von seinem Wohnort Hohenaspe entfernt.

Dass die Staatsanwaltschaft Lübeck gegen ihn aktuell zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet hat, eines wegen Betrugsverdachts und eines wegen Bestechungsverdachts einer Kreisverwaltung, scheint Rodbertus nicht zu stören.

Immerhin hat er schon fünf Betrugsverfahren der Staatsanwaltschaft schadlos überstanden, da sich der Verdacht nicht erhärtete.

Zu den neuen Ermittlungen erklärt Rodbertus in seinem PROKON-Rundbrief vom Juni 2013:

Zitat:


Einmal geht es darum, dass wir einen für den Landkreis Wesermarsch in Niedersachsen tätigen Raumplaner für die Erstellung von Gutachten über Windparkstandorte bezahlt haben. Das stimmt so weit, allerdings befinden sich diese Standorte selbstverständlich nicht im Landkreis Wesermarsch, sondern in Mecklenburg-Vorpommern sowie im Landkreis Diepholz in Niedersachsen. Wir haben also lediglich die Fachkenntnisse des Raumplaners für andere, öffentlich bekannte Standorte genutzt. Er hat seine Behörde ordnungsgemäß über seine Tätigkeit informiert und eine Genehmigung dafür erhalten. Zudem reden wir hier über eine Vergütung von gerade einmal 4.375 Euro. Dafür hat der Raumplaner kompetente Gutachten erstellt, also eine Menge Zeit investiert, für die er selbstverständlich so wie jeder Dienstleister auch bezahlt wurde. Wo soll da die Bestechung sein? [...]

Im zweiten Ermittlungsfall geht es um die Abläufe bei der Inbetriebnahme unseres Windparks Straach im Jahr 2006 (!). Auch hier ist Klaus Boe der Anzeigenerstatter. Wir sind sicher, dass dieser Vorgang ebenso im Sande verlaufen wird wie alle anderen Versuche dieser Art von Herrn Boe in den letzten Jahren auch und Herr Boe die Anzeige nur erstattet hat, um uns zu schaden, an dem letztendlichen Ausgang des Verfahrens aber gar kein Interesse hat.


Der ehemalige Motorradhändler Boe aus dem Sauerland gehört zu insgesamt 17 Teilhabern an PROKON, die sich weigerten, im Jahre 2009 ihre Kommanditanteile mit Mitspracherechten in Genussrechte ohne Mitspracherechte und mit Auszahlungen nur, wenn die Firma im Plus steht, umzuwandeln, wie Rodbertus es mit 2.400 Kommanditisten tat.

Das Oberlandesgericht Itzehoe hat längst entschieden, dass den klagenden Kommanditisten ein Anspruch zusteht. Vor dem Landgericht Itzehoe geht es jetzt lediglich um die Höhe. Auf PROKON könnte eine Schadensersatzforderung von 600.000 Euro zukommen.

Außerdem sind am Landgericht Itzehoe Klagen von Futtermittelhändlern anhängig, denen PROKON nicht den zugesagten Rapsschrot liefern konnte, weil im Dezember 2012 eine PROKON Rapspress-Maschine in der Ölmühle in Magdeburg stillstand, die PROKON im Jahre 2010 über eine 82,6 Prozent Beteiligung an der Bio Ölwerk Magdeburg GmbH kaufte. Bei der Schadensersatzforderung der Futtermittelhändler geht es um 7 Millionen Euro.

Warum ist Kommanditist Klaus Boe nicht bereit, Genussrechtsinhaber der PROKON zu werden und hat Strafanzeige gestellt?

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