GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 12.06.2013

Imperial Juwelier AG: Selbst der Gerichtsvollzieher blitzt beim Vorstand ab


Convent Auf dem Internet-Verkaufsportal der Imperial Juwelier AG aus Breitenbrunn in Sachsen geht es zumindest optisch zu wie auf dem Hamburger Fischmarkt.

Der einzige Vorstand und zugleich Kundenberater Ralf Hartwig Raschke (28) wirft mit Brillantringen und Ohrsteckern nur so um sich.

Doch bei der Show scheint es nicht immer, mit rechten Dingen zuzugehen. Die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz, Oberbstaatsanwältin Ingrid Burghart, teilte dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net mit:

Zitat:


Bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz ist derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges (Tatzeit 17. Dezember 2012 bis 7. Januar 2013) anhängig.

Hinsichtlich beabsichtigter Ermittlungsmaßnahmen kann ich Ihnen natürlich keine Auskünfte erteilen.

Derzeit ist auch nicht absehbar, wann und in welcher Weise das Verfahren abgeschlossen werden wird. Ich bitte Sie daher, in zirka 1 Monat nochmals anzufragen.


Aber vielleicht kommt ja der Juwelen-Händler Raschke trotz Strafanzeige wieder einmal mit einem blauen Auge davon. Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart berichtet nämlich auch:

Zitat:


Alle anderen Verfahren (Anzeigen betreffend Zeiträume zwischen Oktober 2011 bis Juli 2012) wegen Betruges wurden bereits gemäß § 170 Abs. 2 StPO eingestellt, weil dem Beschuldigten ein Betrugsvorsatz nicht nachweisbar war.


Schließlich, so preist Raschke seine Ware auf seiner Homepage an, sei alles deutsche Handarbeit von eigenen Goldschmieden. Das hauseigene Label heißt Imperial. Raschke verspricht (auch nachzulesen auf Facebook): "Hier finden Sie die größte Auswahl an Diamantenschmuck im Sale bis zu 65 Prozent günstiger als bei Ihrem örtlichen Juwelier."

Sofort lieferbar. Ohne Vorkasse. Versandkostenfrei in Deutschland, zum Teil sogar mit VIP-Kurier.

Alles muss raus:

Hier ein schöner Solitärdiamantenring. 6,27 Karat (ct) schwer in 750er Gelbgold (18k) für nur 27.999 Euro statt zum Listenpreis in Höhe von 53.500 Euro.

Da ein glitzerndes Ohrstecker-Set. 4 Karat schwer in Weißgold für nur 24.999 Euro statt 55.000 Euro.

Der 2,01 Karat Solitärring in Weißgold für 9.999 Euro statt 18.500 Euro (alle Preise inklusive Mehrwertsteuer) aus eigener Produktion ist leider nicht mehr zu haben, ein Kunde hat ihn schon reserviert.

Im Achtsekundentakt werden Feedbacks von glücklichen Kunden per Laufschrift eingeblendet.

Eigenartig ist nur: Versucht man eine dieser Personen im Telefonbuch im angegebenen Ort zu finden, wird man nie fündig, oder die Telefonnummer ist nicht mehr gültig.

So kann man nicht wirklich bei Maciej Zakrzewski aus Nürnberg nachfragen, ob "der Austausch der Ringschiene gegen Gelbgold" wirklich kein Problem war, oder bei Fabian & Monique Mehmeti aus Aachen, ob sie sich wirklich für den "Verlobungsring & beide Eheringe in Weißgold" in einem Aufwasch bei der Juwelier AG bedankt haben.

Auch ein Dr. Magnus Rütte aus Davos in der Schweiz lässt sich nicht auffinden. Dr. Rütte hätte angeblich einen Imperial 1,32 Karat Solitärring in Weißgold gekauft und habe sich bei Raschke wie folgt bedankt: "Versand mit FedEx in die Schweiz netto. Da kaufts sich gerne in Deutschland ein!"

Donnerwetter! Raschke verspricht jedem, der auf Facebook für die Juwelier AG den Gefällt mir-Button drückt, einen Gutschein im Wert von 20 Euro. 12.985 mal wurde der Button bereits gedrückt.

Doch was taugt dieser Gutschein in der Realität?

Ein Immobilienmakler aus Pully in der Schweiz schilderte dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net vor wenigen Tagen eine eher leidvolle Erfahrung.

Zitat:


DIE JUWELIER AG scheint eine sehr zweifelhafte Gesellschaft zu sein. Ich habe vor 14 Tagen einen Diamantring bestellt. Nach der Bestellung bekam ich eine Bestätigung mit der Bestellnummer.

Die Firma hat mir die Bankkontodaten geliefert, die nicht anwendbar waren, um von der Schweiz aus zu bezahlen. Nach der Erkundigung der Bankdaten und mit telefonischem Kontakt mit Herrn Ralf Raschke wurden mir die Koordinaten per Mail bekanntgegeben.

Ich habe den Kaufpreis für den Ring, 1.167,23 Euro, überwiesen. Bei der Bestellung wurde die Bedingung, späteste Lieferung zum 4. Juni 2013, mit dem Verkäufer vereinbart.

Bei einem weiteren Telefonat mit Herrn Ralf Raschke hat er mir versichert, dass der Ring früher versendet werde. Bis heute, den 4. Juni 2013, habe ich den Ring nicht erhalten.

Ich habe an die Juwelier AG bereits 6 mal eine Mail gesandt. Heute habe ich 7 mal telefoniert. Mein Rechtsanwalt hat auch telefoniert.

ICH WARNE ALLE INTERESSENTEN, EINE BESTELLUNG ZU MACHEN BEI DIESER GESELLSCHAFT, JUWELIER AG!

So wie es aussieht, scheint die Firma finanzielle Probleme zu haben, wenn sie Geld einsammelt und keinen Ring liefert.

Ich werde sofort bei der Staatsanwaltschaft in Chemnitz eine Strafanzeige stellen und beim Amtsgericht Klage wegen Betruges einreichen.


GoMoPa.net rief bei der Juwelier AG in Breitenbrunn an. Es meldete sich eine Frau Höer, offenbar die Frau des im Impressum angegebenen Aufsichtsratsvorsitzenden der Juwelier AG, Hartwig Höer, Inhaber der Gaststätte "Zur alten Pumpe" im gleichen Ort.

Sie könne nicht zu Ralf Raschke verbinden, er habe gerade eine Kundenberatung. GoMoPa.net bat um einen Rückruf. Der blieb aus.

Schon im Jahre 2010 haben sich mindestens drei Schmuckbesteller öffentlich über die Imperial Juwelier AG beschwert:

... Fortsetzung » lesen.

 



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