GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 17.06.2013

Capital Consult Europe Ltd.: Millionen-Kredite trotz Offenbarungseids?


Convent "Unter 20 Millionen Euro fangen wir gar nicht an nachzudenken", sagt der Gründer der Kapitalbeschaffungsfirma Capital Consult Europe Limited, Rolf König aus Bünde in Nordrhein-Westfalen, im Gespräch mit dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.

"Im Januar nächsten Jahres werde ich 70, meinen Sie, ich hätte es heute noch nötig, mir jeden Pfennig zu erarbeiten. Ich mache es, weil es mir Spaß macht, anstatt Däumchen zu drehen oder mit dem Fernglas am Fenster zu stehen und beim Nachbarn reinzugucken."

Warum König so ausholt?

GoMoPa.net hat bei der Capital Consult Europe Ltd. angefragt, warum die einzige im Handelsregister eingetragene Geschäftsführerin der Capital Consult Europe Ltd., Jutta Hellmeier (64), die zusammen mit König in einem Plattenbauhochhaus am Feldrand von Bünde wohnt und von dort auch die Firma leitet, am 12. Dezember 2012 gegenüber einem Gerichtsvollzieher einen Offenbarungseid (EV, Eidesstattliche Versicherung über Zahlungs- und Vermögenslosigkeit) ablegte?

Convent Der Hauptsitz der Capital Consult Europe befindet sich zudem in einem heruntergekommenen Gebäude mit einem Trödelhändler als Aushängeschild im Londoner Szenekiez Notting Hill (siehe Foto) und will so gar nicht zu der Aussage passen, die die Capital Consult Europe Ltd. in ihren Beraterverträgen über sich schreibt. Sie sei "eine auf dem Gebiet der Kapitalbeschaffung erfolgreiche Unternehmensberatung und verfügt über entsprechende Kontakte zu nationalen und internationalen Investorengruppen."

Zuerst meldete sich Jutta Hellmeier, doch die gelernte Bürokauffrau überließ das Reden dann lieber doch ihrem Geschäftspartner König, der die Firma seit dem Jahre 2000 mit seinem Geld und ohne Bankkredite aufgebaut hat, wie er später betonte.

Zunächst einmal klärte König auf: "Die EV ist eine reine Privatangelegenheit von Frau Hellmeier. Frau Hellmeier wollte nicht zahlen. Es geht um eine Erbschaftsangelegenheit. Konkret um die Kosten eines Anwalts, die Frau Hellmeier nicht übernehmen wollte, was sie dem Anwalt auch mitgeteilt hat. Der hat einfach unsere Abwesenheit, eine Reise in die USA, ausgenutzt und bei Gericht einen Kostenfestsetzungsbeschluss erwirkt. Als wir aus den USA zurückkehrten, war die 14tägige Widerspruchsfrist abgelaufen. Der Anwalt konnte vollstrecken. Das wollte Frau Hellmeier nicht."

Die Unternehmensberatung Capital Consult sei von der bewusst erklärten Zahlungsunfähigkeit der Geschäftsführerin nicht betroffen.

König: "Unser Konto ist seit Jahren im Plus und kreditfrei. Wenn wir zu einem Porschehändler gehen und fragen, was soll ein Porsche kosten? Und der sagt: 100.000 Euro. Dann sagen wir: Hier hast Du 80.000 Euro bar, gib uns den Porsche mit. Und eine Kreditkarte kann man sich doch heute überall besorgen. Den Händler interessiert doch nur, dass er seine 5.000 Euro bekommt, die die Ware kostet, und nicht, woher die Kreditkarte ist. All unsere Rechnungen bezahlen wir binnen 8 Tagen mit Skonto."

GoMoPa.net: Warum veröffentlichen Sie dann keine Bilanzen?

König: "Unsere Bilanzen gehen nur die Steuerbehörde etwas an."

Doch Königs Beraterfirma ist längst aufgelöst

Die Firma ist als englische Limited mit deutscher Niederlassung registriert.
Ein Blick in die Datenbank des englischen Companies House offenbart:
Die Limited wurde mit Datum 02. Juni 2009 dissolved, sprich aufgelöst.

Aus dem ausführlichen Company Report des Unternehmens lässt sich erkennen, dass das Unternehmen bereits im Jahr 2008 als Dormant Company, also Unternehmen ohne nennenswerte buchhalterische Umsätze registriert war und im Jahr 2009 aufgelöst wurde. Die dem Bericht ebenfalls beigefügte Bilanz, letztmalig in 2007 abgegeben, enthält entsprechend lediglich Nullen.

Hier stellt sich natürlich auch die Frage, auf welche Konten der bereits aufgelösten Limited Zahlungen geflossen sein sollen.

Königs Partnerfirma scheint eine Fata Morgana zu sein

Und wenn die Investorenkontakte schließlich über eine ausländische Firma laufen sollen, die kein Impressum, keinen auffindbaren Firmensitz und keine funktionierende Telefonanlage hat, dann sollten allerspätestens jetzt die Alarmglocken schrillen.

Doch wenn die Kunden das merken, sitzen sie längst in der Vertragsfalle.

Ein Hamburger Kaufmann berichtet GoMoPa.net:

Zitat:


Ich habe mit Herrn König von der Firma cc-capitalconsult.de (so lautet die Internetadresse der Capital Consult Europe Ltd. - Anmerkung der Redaktion) einen Vertrag geschlossen.

Gegenstand ist die Beschaffung einer Finanzierung über 23 Millionen Euro für eine fertig erstellte Solaranlage in Griechenland.

Nun ist es so, dass Herr König uns an eine weitere Adresse vermittelt hat. Das ist soweit auch gemäß Vertrag zulässig.

Aber die Web-Seite (www.globalprivategroup.com) und E-Mail-Adresse (Studer@globalprivategroup.com), an die wir nun unsere Daten geben sollen (abgesehen davon, dass Herr König diese bereits vorliegen hat), hat selbst keinen Ansprechpartner und keine Firmendaten, also weder Name der Firma noch Sitz der Firma. Herr König hat uns einen Fragebogen übersandt, den wir ausfüllen und per E-Mail an Herrn Michael Studer schicken sollen.

Auf meine Nachfrage bezüglich Namens der Firma und Adresse bekam ich eine unqualifizierte (eigentlich freche) Antwort:


... Fortsetzung » lesen.

 



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