GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 02.08.2013

S & K: Mehrere Insolvenzverfahren eröffnet


(sa) Die Aufarbeitung des S&K-Skandals nimmt an Fahrt auf. In den letzten zwei Wochen wurden die ersten Insolvenzverfahren eröffnet.

SK&-Chefs mit Mitarbeitern
SK&-Chefs mit Mitarbeitern
Die neueste Entwicklung im S&K-Skandal ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens des Amtsgerichts Hamburg über die S&K Sachwerte Fonds 2 (Az. 67g IN 149/13, Hamburg). Zum Insolvenzverwalter berief das Gericht Rechtsanwalt Achim Ahrendt. Alle Gläubiger sind dazu aufgerufen ihre Ansprüche bis zum 21.10.2013 beim Insolvenzverwalter anzumelden. Die Gläubigerversammlung ist für den 24.10.2013 angesetzt.

Des Weiteren wurde am Mittwoch ein vorläufiges Insolvenzverfahren über den Fonds S&K Real Estate Value Added eröffnet. Über die Investitionsgesellschaft des Fonds, die S&K Real Estate Value Added GmbH, wurde ebenfalls am Mittwoch das Insolvenzverfahren eröffnet. Als vorläufiger Verwalter ist Rechtsanwalt Ahrendt (Az. 67g IN 141/13, Hamburg) benannt worden.

Die laufenden Insolvenzverfahren ergänzen die Insolvenzverfahren über die Vorgängerfonds Deutsche S&K Sachwerte, welches am 20.6. diesen Jahres eröffnet wurde (Az. 67g IN 141/13, Hamburg). Bereits mit Schreiben vom 15.07.2013 wurden die Anleger der 2011 emittierten Fonds S&K Investment und S&K Investment Plan GmbH & Co. KG über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Kenntnis gesetzt (Az. 67g IN 151/13 und 67g IN 152/13). Als Insolvenzverwalter wurde Dr. Jens-Sören Schröder vom Amtsgericht Hamburg benannt.

Anleger erwirkt Pfändung gegen S&K

S&K-Chef Jonas Köller mit Freundin
S&K-Chef Jonas Köller mit Freundin
Fast zeitgleich zu der Eröffnung der aktuellen Insolvenzverfahren hat ein geschädigter S&K-Anleger beim Amtsgericht München eine Pfändung eines Teils des Privatvermögens von S&K-Chef Jonas Köller erwirkt. Die Pfändung betrifft eine indirekte Beteiligung an einem Kölner Hochhaus, die der S&K-Chef an einen der Fonds weitergegeben hatte, berichtet die Wirtschaftswoche. Die Zahlung des Kaufpreises sollte der Fonds in Raten an Köller zahlen. Diese Zahlungen werden durch den Pfändungsbeschluss nun blockiert. "Falls er später erfolgreich gegen den S&K-Chef klagt, kann der Anleger sicher sein, dass er sein Geld zurück erhält, weil er bereits ein Pfand hat", erklärte Marc Gericke, Anwalt bei der Kanzlei Göddecke, gegenüber der Wirtschaftswoche. Als Begründung für Pfändung diente den Juristen des Klägers ein Prospektfehler, der vom Gericht als Anspruchsgrundlage akzeptiert wurde.

Insgesamt haben Anleger 100 Millionen Euro in die Frankfurter Immobiliengruppe S&K investiert, deren Chefs Jonas Köller und Stephan Schäfer seit Februar 2013 wegen Verdachts auf Betrug und Betrieb eines illegalen Schneeballsystems in Untersuchungshaft sitzen. Die Staatsanwaltschaften schätzen die Schäden, welche das S&K-System verursacht hat, auf mehrere 100 Millionen Euro.

Nun denn...


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