GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 23.08.2013

Solen AG - nur ein aufgeblähtes Firmenkonstrukt?


Mit einer 50 Millionen Euro Anleihe hatte sich der im Jahre 2004 gegründete unabhängige Systemanbieter für Solaranlagen Solen AG (ehemals Payom Solar AG) aus Meppen bei Osnabrück noch im Jahre 2011 aus einer Überschuldung retten wollen.

Doch für das börsennotierte Unternehmen konnten nur 26,9 Millionen Euro von rund 5.000 Anlegern eingesammelt werden. Das Unternehmen schloss das Jahr 2011 mit einem Minus von knapp 70 Millionen Euro ab.

Eigentlich sollten die Anleihegläubiger stets am 8. April eines Jahres bis zur vorgesehenen Rückzahlung im Jahre 2016 einen festen Jahreszins von 7,5 Prozent ausgeschüttet bekommen. Doch das war am 8. April 2013 schon nicht mehr möglich. Die über zwei Millionen Euro fälligen Jahres-Zinsen waren nicht erwirtschaftet worden. Ein zweifach unternommener Einigungsversuch mit den Anleihegläubigern, die Zinslast zu senken, schlug fehl.

Die Solen AG meldete am 18. April 2013 beim Amtsgericht Meppen Insolvenz an (Aktenzeichen 9 IN 74/13). Am 10. Juli 2013 wurde die Solen AG aufgelöst.

Anwalt Hartmut<br /> Göddecke aus<br /> Siegburg © Göddecke
Anwalt Hartmut
Göddecke aus
Siegburg © Göddecke
Doch auf der vom Amtsgericht Meppen initiierten Gläubigerversammlung am 19. und 20. August 2013 in Meppen erfuhren die Gläubiger, dass die Zahlungsunfähigkeit nicht allein an der allgemeinen Solarzellen-Krise wegen der Dumpingpreise aus China lag.

Vielmehr habe der vorläufig eingesetzte Insolvenzverwalter Heinrich Stellmach aus Osnabrück in seinem Insolvenzbericht festgestellt, dass er die Solen AG als ein aufgeblähtes Firmenkonstrukt ansieht; denn von substanzstarken Werten ist seiner Ansicht nach keine Rede.

Das erfuhr der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net vom Vertreter der Münchener Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK), Rechtsanwalt Hartmut Göddecke aus Siegburg, der im Gläubigerbeirat sitzt.

Anwalt Göddecke: "Wie der vorläufige Insolvenzverwalter zu berichten wusste, war zum Zeitpunkt, als der Insolvenzantrag gestellt worden war, nur noch etwa eine viertel Million Euro an Barmitteln auf den Bankkonten. Das erstaunte einige anwesende Anleiheinvestoren, da noch vom Management auf der Versammlung Anfang April - also etwa drei Wochen zuvor - überzeugend erklärt wurde, dass etwa noch 1,4 Millionen Euro befinden würden. Weshalb in der kurzen Zeitspanne ein solcher Geldabfluss erfolgt sein soll, ist bis zur Gläubigerversammlung unklar geblieben."

Die Spur des Geldes - Fragen müssen geklärt werden

Was also ist in den wenigen Wochen mit fast 1,15 Millionen Euro passiert? Göddecke:

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