GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 12.09.2013

PIM-Goldsparplan-Kundin: Wo ist mein Gold nur geblieben?


Der türkischstämmige Kaufmann Mesut Pazarci (42) in Heusenstamm in Hessen musste wegen der steigenden Nachfrage nach seinen Goldsparplänen (Goldabos) und Einmalinvestitionen in Gold gerade am Firmensitz "umfassend renovieren". Das Verwaltungsgebäude seiner vor fünf Jahren gegründeten Firma PIM Handelsgesellschaft mbH in der Industriestraße 32 bekam eine "moderne Alarm- und Überwachungsanlage".

Denn immerhin lagern nach eigenen Angaben von Pazarci in den Sammelschließfächern 186.680,70 Gramm Gold (Wert: rund 6 Millionen Euro). Allein 26.090,50 Gramm (Wert: rund 848.000 Euro) seien zur Abdeckung von Fremdansprüchen (Abos) vorgesehen.

Mindestens eine Goldsparplan-Kundin aus Wettenberg kann sich über das viele Gold bei der PIM Handelsgesellschaft mbH gar nicht freuen.

Sie gehört nicht zur "Gemeinschaft der betrogenen Anleger bei der PIM Handelsgesellschaft mbH", die Anfang Juli 2013 bei der Bonner Finanzmarktaufsicht BaFin und der Staatsanwaltschaft Darmstadt Anzeige gegen Mesut Pazarci wegen eines mutmaßlichen Schneeballsystems gestellt hat. Denn Pazarci, so die Vorwürfe, kaufe bei den Goldsparplänen erst ab dem 16. Monatsbeitrag Gold (15 Monate lange zahlen die Kunden eine sogenannte Einrichtungsgebühr), aber die Vermittler, die sich seit dem Jahre 2008 von 20 "aktiven Geschäftspartner" auf 2.250 mehr als verzehnfacht haben, bekämen sofort nach dem Abschluss eine Provision von 8 Monatsraten auf einen Schlag ausgezahlt. Die Anzeigenerstatter behaupten: Ohne Goldhandel würden die Provisionen von eingehenden Monatsraten bezahlt werden müssen. Da dieses Geld wiederum nicht in Gold investiert werden könne, müsste Pazarci mit seinem tatsächlich gekauften Gold eine jährliche Rendite von 20 Prozent erzielen, rechnete die Geschädigtengemeinschaft aus, was spätestens nach dem Goldkurseinbruch von über 35 Prozent im Frühjahr diesen Jahres als utopisch gelte.

Die PIM Handelsgesellschaft mbH habe von rund 2.000 Kunden rund 12 Millionen Euro eingesammelt. Die Geschädigtengemeinschaft vermutet einen Schaden von 8 Millionen Euro.

Mesut Pazarci spricht von einer Rufmordkampagne und hat seinen Goldbestand auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Da der aktuelle Rücknahemepreis bei 32,50 Euro pro 1 Gramm Feingold liege, entspricht der vorhandene Bestand einem Rücknahmewert durch die Kunden in Höhe von rund 6 Millionen Euro.

Die hessische Goldsparplan-Kundin aus Wettenberg, die sich nun an den Finanznachrichtendienst GoMoPa.net wandte, fühlte sich zum Zeitpunkt der Strafanzeige durch die "Gemeinschaft der betrogenen Anleger" noch nicht geschädigt.

Seit Oktober 2011 zahlte sie 18 Mal 450 Euro plus einmalig 4.000 Euro in ihren PIM Goldsparplan ein, den ihr der hessische Finanzmakler Roger Plate aus Lich vermittelt hatte. Sie erhielt von PIM ein schönes Zertifikat mit der Nummer 353-26, das von Mesut Pazarci persönlich unterschrieben worden war.

Auf einem Beipackzettel, den ihr Berater Plate daließ, steht: "Wir garantieren Ihnen eine Mindestverzinsung von 11,25 Prozent ab einer Einmalanlagesumme von 3.000 Euro."

Und dann wurde auch gleich schwarz auf weiß, erklärt, wie die PIM Handelsgesellschaft mbH (bis zum Frühjahr 2013 hieß sie noch PIM Vertriebsgesellschaft mbH) ihre Gewinne erwirtschaftet.

Der Beipackzettel stammt aus dem Jahre 2011 und er rechnet vor:

Zitat:


So funktioniert es:

Wir, die Firma Premium Invest Management (PIM) handeln 12 Mal im Jahr mit Ihrer Einmalanlage. Ziel ist es, mit dem Geld vieler Anleger große Goldbarren zwischen 1 und 12,5 Kilogramm Gewicht zu kaufen und in kleinen Stückelungen von 1 bis 100 Gramm Stücken wieder zu verkaufen!

Beispiel: 1 Kilogramm Gold kostet 36.000 Euro. 1 Gramm Gold kostet im Durchschnitt 47 Euro.

Würde man 1 Kilogramm Gold in ein Gramm Stücken kaufen, so würde diese 47.000 Euro kosten.

Aus dieser Handelsspanne generieren wir als Edelmetallhändler somit diese einzigartige und garantierte Verzinsung für Sie am Markt!

Die volle Rückzahlung Ihrer Anlagesumme ist durch den Handel somit gewährleistet.


Eine Ablaufleistungstabelle im "Angebot PIM Goldsparplan" wies bei den 450 Euro monatlich, die die Kundin wünschte, nach einem Jahr und 5.400 eingezahlten Euro eine erwartete Wertentwicklung von 6.273,43 Euro aus. Nach 2 Jahren sollten aus 10.800 Euro gar 13.643,46 Euro werden können, wobei auch schon 60 Euro Depotgebühr im Jahr berücksichtigt seien.

Das böse Erwachen kam, als die Kundin aus persönlichen Gründen ihren Goldsparplan am 9. August 2013 mit sofortiger Wirkung kündigte und um Endabrechnung und Auszahlung bat:

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