GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 25.09.2013

Lloyd Fonds: Das Märchen von der Festcharter


Das MS TOSA SEA<br /> soll verkauft werden<br /> © Lloyd Fonds AG Hamburg
Das MS TOSA SEA
soll verkauft werden
© Lloyd Fonds AG Hamburg
Bei den meisten Schiffsfonds-Pleiten schieben die Emittenten zu Recht die seit fünf Jahren andauernde schlechte Marktlage vor.

Beim Motorschiff TOSA SEA sollen die Hamburger Gründungsgesellschafter, nämlich der Emittent Lloyd Fonds AG, der Treuhänder Lloyd Treuhand GmbH und der Vertragsreeder NSC Schifffahrts Gesellschaft mbH & Cie. KG, schon vorn herein im Prospekt im Jahre 2008 mit einer Festcharter an eine Gesellschaft aus Singapur geworben haben, obwohl diese bei späterer näherer Überprüfung weder eine ordentliche Homepage, noch für Anleger einen Ansprechpartner, noch jemals irgendwelche Bilanzen offen gelegt hatte.

Die Lloyd Fonds AG nahm die Chartergesellschaft Glory Wealth Shipping GWS Pte Limited aus Singapur hinsichtlich erster Kritiken sogar ein Jahr später noch in ihrem Prospektnachtrag weiter in Schutz: "Die Gesellschaften von Glory Wealth befinden sich in Privatbesitz und sind nicht verpflichtet, Wirtschaftszahlen zu veröffentlichen."

Die Frage und zugleich Vorwurf etlicher nun aufgebrachter Schiffsanleger an die Intitiatoren lautet: Wie konnten die Initiatoren bei einem solchen undurchsichtigen Charterer mit einer fünfjährigen Festcharter von täglich 25.000 Euro werben? Der Zweifel an der Ehrlichkeit des Geschäfts nagt vordergründig daher, dass diese Charter schließlich nicht einen einzigen Tag gezahlt wurde.

Denn kaum waren Millionen an Anlegergeldern eingesammelt, platzte der ganze Deal mit dem Singapur-Charterer wie eine Seifenblase - mit verheerenden Folgen.

Denn am 4. Juli 2013 meldete der LLoyd Fonds 94 MS TOSA SEA Insolvenz an. Und da haben die Schiffseigner (Anleger) gegenüber der finanzierenden Bank schlechte Karten beim Insolvenzverwalter des Amtsgerichts Bremen (514 IN 20/12).

In Folge der Insolvenz wurde der Lloyd Fonds 94 MS TOSA SEA aufgelöst.

Die Anleger bleiben auf einem Verlust ihres gesamten Eigenkapitals in Höhe von rund 25 Millionen Euro sitzen.

Dabei sollten die Anleger des LF 94 MS TOSA SEA eigentlich in diesem Jahr zum ersten Mal laut Prospektprognose 11,08 Prozent Gewinnauszahlung bekommen. Und seit 2010 sowieso jedes Jahr 6 Prozent Eigenkapitalrückzahlung.

Doch für alle 682 Anleger gab es nichts außer Schreckensmeldungen.

Die erste Negativ-Meldung lautete:

Die chinesische Werft Yang Fan Group Co. Limited lieferte das bestellte Schiff statt im September 2009 erst am 1. April 2010.

Die zweite Schreckensmeldung lautete:

Der Charterer aus Singapur hat das Schiff wegen der Verspätung nicht übernommen. Man könne ihn aber wegen Vertragsbruches kaum belangen, da er kurz darauf Insolvenz angemeldet hat.

Die dritte Schreckensmeldung lautete:

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