GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 26.09.2013

Klepper Faltbootwerft AG: Bluff mit Garantiedividende


Dr. Henning Isbruch (64)
Dr. Henning Isbruch (64)
Beim Geothermieentwickler GeTes Geothermie AG aus Unterschleißheim bei München flog der bayerische Wirtschaftsberater Dr. Henning Isbruch (64) vor zwei Jahren aus dem Vorstand, nachdem auch der Kauf eigener Firmenaktien durch die Firma diese nicht aus den Dauermiesen geführt hatte.

Die Firma schlitterte dann ein Jahr darauf dennoch in die Insolvenz (Amtsgericht München, Aktenzeichen: 1542 IN 2086/12) und wurde schließlich im Oktober 2012 aufgelöst.

Bei dem ebenfalls seit Jahren dauerhaft gewinnlosen Faltboothersteller Klepper Faltbootwerft AG aus Rosenheim, der in seiner Not in diesem Jahr die Produktion nach Polen verlagerte, um Personalkosten zu sparen, kann der Inhaber der Wirtschaftskanzlei Dr. Isbruch & Partner aus Stephanskirchen, Dr. Henning Isbruch, vom Aufsichtsrat nicht rausgeworfen werden.

Dr. Isbruch hat die Werft im Jahre 1994 gekauft und ist selbst der Aufsichtsratsvorsitzende. In dieser Funktion beaufsichtigt er seinen Sohn und Ehefrau Ursula Isbruch (68, Vorstandsvorsitzende), die sich um das operative Geschäft und den hauseigenen Vertrieb kümmern. Die Familie Dr. Isbruch hält Dreiviertel der 5,5 Millionen Aktien. Der Rest ist Streubesitz.

Die Haupteinnahmen der Klepper Faltbootwerft AG bestehen allerdings hauptsächlich aus immer neuen Kapitalerhöhungen, wovon meist rund 18 Prozent in den hauseigenen Vertrieb als Aufwandskosten landeten.

Dr. Henning Isbruch & Family schlossen so das Jahr 2005 trotz eines Fehlbetrages von rund 253.000 Euro mit einem gezeichneten Kapital von 2,5 Millionen Euro ab, wofür das Management einen Aufwand von rund einer halben Million Euro kassierte.

Im Jahre 2006 wuchs das gezeichnete Aktienkapital auf 3,5 Millionen Euro. Der Fehlbetrag des Unternehmens lag bei rund 224.000 Euro. Das Management verdiente eine Aufwandsentschädigung von rund 350.000 Euro für die Kapitalerhöhung.

So ging es Jahr für Jahr weiter. Ende 2011 hatte die Klepper Faltbootwerft AG gar ein gezeichnetes Aktienkapital von rund 5,85 Millionen Euro, bei einem Fehlbetrag von 53.000 Euro. Der Aufwand für die Ingangsetzung der Kapitalerhöhung wurde allerdings nur noch mit rund 27.000 Euro berechnet.

Seit März 2012 sind die Aktien der Klepper Faltbootwerft AG im Freiverkehr der Börse Berlin notiert.

Wie gelang dem Wirtschaftsberater Dr. Isbruch das Kunststück ständiger Kapitalerhöhungen trotz fehlender Gewinne?

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