GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 01.10.2013

7 Direktoren der Canadian Pacific und First Capital Consult vor Gericht


Wer fühlt sich nicht gebauchpinselt, wenn er persönlich von einem Direktor der kanadischen Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific angerufen wird, weil der Konzern für die Geschäftsfelder Goldförderung und Erneuerbare Energie noch Investoren sucht? Die Renditen lägen bei 50 Prozent in zwei Jahren.

Beim E-Mail-Angebot, das Minuten später im Postfach liegt, steht im Briefkopf eine Canadian Pacific Limited aus Calgary.

Calgary ist tatsächlich der Sitz des 1818 gegründeten und noch heute sehr erfolgreichen Eisenbahnkonzerns Canadian Pacific Railway. Aber die für Nicht-Eisenbahn-Geschäfte (Holz, Erdöl, Erdgas, Mineralien, Kohle, Luxushotels, Schiffe, Fluggesellschaften und Telegrafenleitungen) zuständige Tochter Canadian Pacific Limited wurde schon im Jahre 2001 nach 30 Jahren Dienstzeit dichtgemacht. Denn die Aufgaben werden seitdem vom Mutterkonzern selbst erfüllt.

Die sieben Männer (sechs Deutsche und ein Grieche im Alter von 40 und 54) aus Hamburg, die für diese gar nicht mehr existierende Canadian Pacific Limited seit drei Jahren Beteiligungskapital einsammelten, sitzen seit gestern im Landgericht Münster vor der 7. Großen Strafkammer als mutmaßliche Betrügerbande auf der Anklagebank, Aktenzeichen 7 KLs 7/13. Ein paar Hintermänner aus Spanien konnten noch nicht ermittelt werden. Die Angeklagten würden diese nur mit Vornamen kennen, erklärten sie dem Gericht.

Der Dezernent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Münster, Richter am Landgericht Dr. Matthias Bäumer, sagte heute dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net:

Zitat:


Die Männer sollen, davon geht die Anklage aus, von August 2010 bis Anfang 2013 an die Kunden über Telefonkontakte und per E-Mail herangetreten sein. Sie sollen in einem Teil der Fälle unter der Bezeichnung Canadian Pacific aufgetreten sein. Dabei soll es sich um eine Scheinfirma mit angeblichem Sitz in Kanada gehandelt haben.

Und beim anderen Teil der Fälle...


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