GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 01.11.2013

Schroeder Logistik Investment Fonds 2: Wer kriegt die Container zum Spottpreis?


Logistik-Fondsinitiator Michael<br /> Schroeder aus Hamburg will<br /> Fonds-Container zum<br /> Spottpreis an verbundenes<br /> Unternehmen verkaufen
Logistik-Fondsinitiator Michael
Schroeder aus Hamburg will
Fonds-Container zum
Spottpreis an verbundenes
Unternehmen verkaufen
Bis zum 8. November 2013 müssen sich die Kommanditisten des im Jahre 2008 aufgelegten geschlossenen Schiffscontainerfonds "Schroeder Logistik Investment Fonds Zwei" (SLIF 2) in einer schriftlichen Abstimmung entscheiden, ob sie ihre 37.655 Container, die doch eigentlich zu fast 90 Prozent vermietet sind, mit einem Schlag und mit hohem Verlust verkaufen sollen.

Der Fonds sammelte 19,8 Millionen Euro an Eigenkapital der Kommanditisten ein. Die mit diesem Geld und Krediten der HSH Nordbank angeschafften Container wurden von einer Firma in Salzburg gehalten, die dem Hamburger Fondsinitiator Michael Hendrik Schroeder (58) vom Fondshaus Schroeder & Co. zu 100 Prozent gehört. Sie heißt Dritte Schroeder Container Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG und befindet sich in Liquidation.

Der Treuhänder des Schroeder Logistik Investment Fonds Zwei, Jürgen Flemming (55) aus Hamburg, über den die Kommanditisten dem Fonds beitraten (er soll zugleich Schroeders Schwager sein), schickte den Kommanditisten nun eine 37seitige Begründung, warum sie die Container möglichst rasch verkaufen sollten.

Flemming malt in dem Papierwälzer ein so düsteres Bild von der Containerbranche, dass man sich fragt, wer kauft überhaupt noch in diesen Tagen einen Container?

Wegen der Krise müssten die Anleger zufrieden sein, wenn sie jetzt noch 25 bis 30 Prozent von ihrem eingezahlten Kapital zurückbekämen, wird ihnen in dem Treuhandschreiben mitgeteilt. Das bedeutet einen Verlust von rund 13 Millionen Euro. Und das nach mageren jährlichen Renditeauszahlungen von 5,5 Prozent.

In dem Schreiben wird Entscheidungsdruck aufgebaut. Wenn die Container erst nach dem 8. November 2013 verkauft werden sollen, könnte der Verlust für die Kommanditisten noch weit höher ausfallen.

Man bräuchte auch nicht auf die Millionen warten, auf die die Fondsgesellschaft die HSH Nordbank wegen Falschberatung in Sachen Fremdwährungskrediten verklagt hatte. Man habe sich mit der Bank auf Zahlung von lediglich 1,1 Millionen Euro nach Abzug der Prozesskosten geeinigt.

Bei einem nicht sofortigen Verkauf bestehe die Gefahr, dass die Bank die Kredite sofort fällig stellt und der Gesellschaft eine Insolvenz mit der Folge von Totalverlust für die Kommanditisten droht.

Warum die Fondsgesellschaft vor Gericht auf viele Millionen Schadensersatz von der HSH Nordbank verzichtete, erklärt sich möglicherweise daraus, dass die HSH Nordbank dem potentiellen Käufer unter die Arme greift.

Denn der, und das bekommen die Kommanditisten in dem Entscheidungspapier nicht unter die Nase gerieben, ist eng...

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