GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 28.11.2013

Die unglaublichen Geschäfte des Infinus-Insiders Franz Brem


Convent Die BILD-Zeitung Dresden feierte den einstigen Vertriebsdirektor der Infinus AG Ihr Kompetenz-Partner (ehemals Infinus Vertrieb & Service AG) aus Dresden Franz-Xaver Brem (61, Monatsgehalt 15.000 Euro netto) am 11. November 2012 mit der Überschrift: "1. Infinus-Insider packt aus."

Die BILD zeigt Brem mit vor der Brust verschränkten Armen und behauptet: "Er brachte die Ermittlungen gegen die Infinus-Gruppe ins Rollen."

Bislang gab die Staatsanwaltschaft Dresden auf Nachfragen bekannt, dass sie gegen das Management des Wertpapierhandelshauses Future Business Kommanditgesellschaft auf Aktien (FuBus) und ihrer Vertriebstochter Infinus AG Ihr Kompetenz-Partner aufgrund einer anonymen Anzeige ermittelt.

Bei einer Razzia am 5. November 2013 wurden sechs deutsche Manager in Untersuchungshaft genommen und die Vermögen inklusive Fuhrpark beschlagnahmt.

Brem war bei Infinus von September 2009 bis Mai 2010 als Führungskraft angestellt. Er sollte eine neue Tochterfirma Infinus-Exclusiv-Vertrieb mit aufbauen, die ausschließlich hauseigene Orderschuldverschreibungen und Genussrechte mit gebundenen selbständigen Handelsvertretern vertreibt.

Inhaberin der Eismann<br /> Hausverwaltung und<br /> fc3-ebooks.com: Marina<br /> Brem (55, Pilotin und<br /> Ehefrau von Franz-<br />Xaver Brem, 61) © Xing
Inhaberin der Eismann
Hausverwaltung und
fc3-ebooks.com: Marina
Brem (55, Pilotin und
Ehefrau von Franz-
Xaver Brem, 61) © Xing
Um sich den teuren Direktor leisten zu können, schloss Infinus auf Brem und auf Brems Ehefrau Marina (55) bei zwei verschiedenen Lebensversicherungsgesellschaften eine Versicherung über knapp 1,7 Millionen Euro (35 Jahre Laufzeit) und eine über 840.000 Euro (47 Jahre Laufzeit) ab. Versicherte Personen waren Brems Stiefsohn Ronny Gernegroß und die Tochter von Freunden. Die Versicherer zahlten dafür eine Provision von rund 359.000 Euro an die Infinus AG, wie Brems Anwalt, Friedrich Cramer (53) aus Dresden, ausrechnete.

Die Provision ging am Jahresende über einen Gewinnabführungsvertrag vom Vertrieb Infinus an die Mutter FuBus, an die auch die Policen von Anfang an abgetreten worden waren. Das schlug sich positiv in den Geschäftszahlen der FuBus KGaA nieder.

Infinus zog davon lediglich monatlich 25.000 Euro ab, die sie an Brem auszahlte. Der musste davon 10.000 Euro im Monat als Prämien an die Versicherer zahlen und durfte 15.000 Euro behalten.

Da ihm das Konstrukt nicht geheuer vorkam, habe er nach neun Monaten gekündigt, sagte er der BILD.

Infinus forderte wegen Vertragsbruchs die 15.000 Euro pro Monat, insgesamt 137.000 Euro zurück. Brem wehrte sich. Das Oberlandesgericht entschied schließlich im Februar 2013, Brem dürfe das Geld behalten. "Erst, als die Richter urteilten, dass es sich um Betrug handeln könnte, ließen sie mich in Ruhe", sagte Brem der BILD.

Einen Tag später relativierte Brems Anwalt Cramer diese Aussage seines Mandanten im Interview mit FONDS professionell: "Die Richter am Oberlandesgericht deuteten an, dass sich bei den Geschäften um Betrug handeln könnte, und reichten die Akte höchstwahrscheinlich an die Staatsanwaltschaft Dresden weiter".

Dennoch griff FONDS professionell den Vorwurf des Insiders Brem auf, die Firmengruppe um Infinus und Future Business habe ihre Geschäftszahlen womöglich nicht nur mit skurrilen Sparplangeschäften aufgepeppt, sondern auch mit konzernintern vermittelten Lebensversicherungen."

Wieder einen Tag später, am 13. November 2013, gab auch das Handelsblatt Brem ein Podium: "Nach Razzien und Inhaftierungen werden allmählich die Hintergründe des Skandals bekannt. Dabei geht es um Provisionen von Lebensversicherungen. Ein Insider packt aus." Handelsblatt spricht sogar von einem Provisionskarrussell.

Doch in der gemeinsamen Pressemitteilung des Landeskriminalamtes Sachsen und der Staatsanwaltschaft Dresden werden weder Sparplangeschäfte noch Lebensversicherungen als Ermittlungsgründe erwähnt. Dort heißt es lediglich:

Zitat:


Die Beschuldigten sollen bei der Ausgabe von Orderschuldverschreibungen in Verkaufsprospekten unrichtige Angaben zur Vermögens- und Ertragslage der Emittenten gemacht haben. Derzeit sollen zirka 25.000 Personen mit einem Anlagevolumen von insgesamt rund 400.000.000 Euro betroffen sein.


Orderschuldverschreibungen sind Produkte, die auch Verkaufsdirektor Franz-Xaver Brem beim Infinus-Vertrieb mit Handelsvertretern verkaufen sollte.

In der Spitze zahlte das Wertpapierhandelshaus FuBus 8 Prozent Provision, wie der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net von einem Vermittler aus Hessen erfuhr.

Convent Hinter einer Provision von 137.000 Euro, die Brem zurückzahlen sollte, steht also ein Verkaufsumsatz von mehr als 1,7 Millionen Euro. Sollten die hauseigenen Orderschuldverschreibungen betrügerisch ausgegeben worden sein, ist auch Ex-Vertriebsdirektor Brem haftbar.

In seiner Amtszeit steigerte die Infinus Vertrieb & Service AG, wie damals die Infinus AG Ihr Kompetenz-Partner hieß, die Umsatzerlöse von rund 95,8 Millionen Euro im Jahre 2009 auf 120,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung um 26,12 Prozent, wie aus dem Jahresabschluss für 2010 hervorgeht.

Die Aufwendungen für Vermittlung und Beratung stiegen...

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