GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 07.01.2014

Untreue-Anklage gegen Sponsor der TSG 1899 Hoffenheim


Angeklagt und in U-Haft:<br /> Reutax-Gründer Soheyl<br /> Ghaemian (38) © Reutax AG
Angeklagt und in U-Haft:
Reutax-Gründer Soheyl
Ghaemian (38) © Reutax AG
Von den rund 17,5 Millionen Euro Sponsorengeldern, die der Bundesliga-Fußballklub TSG 1899 Hoffenheim e.V. aus Sinsheim vorletztes Jahr einnahm, stammten allein 600.000 Euro von der Reutax AG aus Heidelberg. Reutax verleiht seit 13 Jahren selbständige Informatiker und Ingenieure an Großunternehmen.

Die Summe, die der Gründer, langjährige Vorstandsvorsitzende und seit 2009 Aufsichtsratsvorsitzende Soheyl Ghaemian (38) für die Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim absegnete, schien sich der Reutax-Konzern (Speyerer Straße 4 in Heidelberg) bei einem Umsatz von zuletzt 165 Millionen Euro locker leisten zu können.

Doch in Wahrheit soll Ghaemian mehr ausgegeben haben, als er einnahm. Und dabei auch noch privat kräftig in die Firmenkassen gegriffen haben. Am 2. Juli 2013 wurde Ghaemian wegen Untreue-Vorwürfen an seinem Wohnort in Wilhelmsfeld in Baden-Württemberg verhaftet.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat nun gegen Soheyl Ghaemian Anklage wegen Verdachts der Untreue erhoben.

Der Pressereferent der Staatsanwaltschaft Mannheim, Erster Staatsanwalt Peter Lintz, teilte heute dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net mit:

Zitat:


Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen einen Verantwortlichen der Reutax Unternehmensgruppe wegen des Verdachts des Betrugs sowie der Untreue in fünf Fällen zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Mannheim erhoben.

Der 38-jährige Geschäftsmann soll im Jahre 2011 eine Immobilie in Beverly Hills/USA zur Eigennutzung erworben haben.

Dazu soll er Gelder der Unternehmensgruppe in Höhe von 3,3 Millionen Euro unberechtigt verwandt und einen Investor über die tatsächliche Mittelverwendung getäuscht haben.

Zudem soll er im Jahr 2012 die Kredite für seine damalige Immobilie in der Nähe von Heidelberg in Höhe von 620.000 Euro mit Firmengeldern abgelöst haben.

Schließlich soll der Angeschuldigte einen Aston Martin "Rapide" zu einem Preis von 120.000 Euro mit Geldern des Unternehmens unberechtigt erworben haben.

Der Angeschuldigte befindet sich seit seiner Festnahme in den Räumen der Staatsanwaltschaft ununterbrochen in Untersuchungshaft. Der Haftrichter hat zwar den Haftbefehl gegen eine Kaution von 10 Millionen Euro außer Vollzug gesetzt. Die Kaution wurde jedoch bislang nicht geleistet.


Soheyl Ghaemian gehörte zur Hautevolee im Neckar-Rhein-Gebiet.

Ghaemian, der aus dem Iran stammt und an der Uni Karlsruhe Informatik studierte, hat es mit seiner im Jahre 2001 in Heidelberg gegründeten Firma Reutax weit gebracht.

1.000 Freelancer aus der IT-Branche und dem Ingenieurwesen standen noch Anfang vorigen Jahres bei der Reutax AG und seinen Töchterunternehmen Reutax Temp GmbH (Zeitarbeitsfirma) und Lenroxx GmbH (Dumping-Preispartner für die Telekom-Tochter T-Systems) unter Vertrag.

Ghaemian zahlte stets pünktlich und branchenüblich gut, expandierte sogar nach Polen, die Tschechei und die USA. Für die Kultur und Wissenschaft daheim in Heidelberg richtete der Unternehmer eine nach ihm benannte Ghaemian Stiftung ein. Mit 200.000 Euro wurde beispielsweise die Uni Heidelberg unterstützt.

Ghaemian sitzt als aktives Mitglied im Kuratorium des Heidelberg Center for American Studies (HCA) der Universität Heidelberg. Der Rektor, Professor Dr. Bernhard Eitel (54), ernannte Ghaemian im Oktober 2012 dankbar zum Ehrensenator.

Bereits im Jahre 2008 hatte der Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner (52, parteilos) Ghaemian zum Mitglied im Heidelberg Club International (früher Heidelberg Prinz Klub) ernannt.

Ghaemian hatte sich mit seiner Reutax AG auch als langjähriger Premium-Partner des jährlichen internationalen Musikfestivals Heidelberger Frühling einen Namen gemacht.

Doch es gab wohl auch eine dunkle Seite des öffentlichen Wohltäters Soheyl Ghaemian:

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