GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 08.01.2014

Wölbern Invest KG: Mutmaßlicher Chef-Pirat der Marida Marguerite angeklagt


Convent Gegen das Hamburger Emissionshaus Wölbern Invest KG aus der Hafencity (Großer Grasbrook 9) wurde am 18. Dezember 2013 Insolvenz eröffnet (Aktenzeichen 67 c IN 421/13).

Die Wölbern Invest-Anleger, die in den Jahren 2008 und 2009 rund 614.000 Euro zur Anschaffung des Chemietankers MT Marida Marguerite einzahlten, müssen nun als Unternehmer für einen Verlust von mehr als 6,3 Millionen Euro einstehen, der nicht durch Vermögenseinlagen gedeckt ist.

Und die Reederei NM Shipmanagement GmbH & Co. KG (vormals OMCI Shipmanagement GmbH & Co. KG) aus der Zeisstraße 1 in Haren bei Osnabrück musste am 2. Juli 2012 aufgelöst werden, nachdem das Amtsgericht Osnabrück ein Insolvenzeröffnungsverfahren am 9. Mai 2012 mangels Masse aufgehoben hatte (Aktenzeichen 9 IN 39/12).

Einzig 100 somalische Piraten durften sich über einen steuerfreien Gewinn von 4,2 Millionen Euro freuen, der ihnen am 28. Dezember 2010 nach einer achtmonatigen Kaperung der MT Marida Marguerite vor der Küste Somalias per Hubschrauber in einem Sack aufs Deck geworfen worden war.

Erst dann wurden die 22 Besatzungsmitglieder des Schiffes freigelassen. Die MT Marida Marguerite war von den Piraten am 8. Mai 2010 mit Panzerfäusten und automatischen Waffen auf Hoher See angegriffen worden.

Convent Ihr Anführer Ali Jama (44) forderte von der Reederei in Haren anfangs sogar 11 Millionen Euro Lösegeld. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, wurden die Besatzungsmitglieder gefoltert.

Zunächst mit Scheinhinrichtungen. Schließlich wurden einigen Männern die Genitalien mit Kabelbindern abgeschnürt. Chefmaschinist Oleg Dereglazov wurde nackt bei minus 17 Grad in der Kühlkammer an einen Fleischhaken gehängt, wie er dem Fernsehsender NDR erzählte.

Sofort nach der Geldübergabe und Freilassung der Geiseln, flogen zehn LKA-Beamte aus Niedersachsen zum Schiff und sicherten die Fingerabdrücke der geflohenen Gangster.

Einige tauchten in den USA unter. Der Verhandlungsführer Ali Jama jedoch, von dem es während der Geiselnahme gelang, ein Foto zu schießen, soll als harmloser Friseur und Schuhputzer unter einem anderen Namen mit gefälschten Papieren in München eingereist sein.

Seine Fingerabdrücke sollen ihn jedoch am Flughafen verraten haben. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Von den Lösegeld-Millionen fehlt jede Spur.

Am 20. Dezember 2013, zwei Tage, nachdem die Schiffs-Fonds-Emittentin Wölbern Invest KG insolvent war, wurde der mutmaßliche Piratenchef Ali Jama von der Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen Piraterie angeklagt. Ihm drohen 15 Jahre Haft.

Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Dr. Alexander Retemeyer, teilte dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net folgende Einzelheiten mit:

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