GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 07.02.2014

Dr. Mirko Kovats als Emittent versagt? Börsenverbot für die A-TEC Industries AG


Dr. Mirko Kovats aus Wien soll<br /> die Investoren mal falsch,<br /> mal gar nicht informiert haben
Dr. Mirko Kovats aus Wien soll
die Investoren mal falsch,
mal gar nicht informiert haben
Mit 23 Jahren machte Mirko Kovats (65, Sohn ungarischer Einwanderer) in Wien seinen Handelsdoktor. Mit dem Kauf und der Revitalisierung von Industrie-Sanierungsfällen wurde Dr. Kovats Millionär.

Nach vier Jahrzehnten legte Dr. Kovats im Alter von 62 Jahren im Jahre 2010 mit seinem Wiener Mischkonzern A-TEC Industries AG (ehemals Anlagensparte AE&E, Motorenhersteller ATB, Werkzeugmaschinenbauer Emco, Kupferhütte Brixlegg) und einem Konzernfehlbetrag von 585 Millionen Euro die drittgrößte Pleite in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte hin.

Die A-TEC Industries AG musste 2011 in Einzelteile zerschlagen und verkauft werden. Der Wiener Treuhänder Rechtsanwalt Dr. Matthias Schmidt konnte den Gläubigern am 14. November 2012 nur eine Quote von 39 Prozent auszahlen.

Dr. Kovats hatte sich an einer 100 Millionen Euro schweren Anleihe verhoben, die er am 2. November 2005 auflegte und die er trotz eines erfolgreichen Börsenganges am 1. Dezember 2006 zur Fälligkeit im November 2010 nicht bedienen konnte und auch nicht refinanziert bekam.

Dr. Kovats hatte nämlich noch zwei weitere Anleihen begeben: eine Wandelanleihe am 3. Mai 2007 in Höhe von 180 Millionen Euro mit Tilgungstermin am 18. April 2014 und eine weitere Wandelanleihe am 27. Oktober 2009 in Höhe von 110 Millionen Euro mit Tilgung am 7. Oktober 2014.

Der Zusammenbruch des Australiengeschäfts seiner zum Konzern gehörenden Anlagenbau-Firma AE&E brachte 2010 das Finanzierungs-Kartenhaus zum Einsturz.

Seit Bekanntgabe der Zerschlagung des Konzerns im Herbst 2011 wurde die Aktie der A-TEC Industries AG zunächst vom Handel ausgesetzt. Der Kurs war von 48 Euro (Sommer 2007) auf 84 Cent gefallen.

Nach der Quotenauszahlung des Treuhänders an die Gläubiger Ende 2012 war der Konzern allerdings schuldenfrei.

Seit Anfang 2013 macht sich daher Dr. Kovats für die Wiederaufnahme des Börsen-Handels der A-TEC-Aktie stark. Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA forderte von der Wiener Börse AG eine Überprüfung an. Das Ergebnis liegt nun vor.

Es ist niederschmetternd. Die Wiener Börse AG kam zu dem Schluss das Dr. Kovats als Emittent versagt habe und wandelte die Handelsaussetzung in ein Handelsverbot um.

"Wegen zahlreicher grober Verstöße der A-TEC Industries AG gegen die Transparenzverpflichtungen eines Emittenten gemäß Börsegesetz" hat die Wiener Börse AG "mit Wirkung vom 11. Februar 2014 die Zulassung von Finanzinstrumenten der A-TEC Industries AG zum Amtlichen Handel widerrufen." Das teilte gestern der FMA-Mediensprecher Klaus Grubelnik dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net mit.

Am 28. November 2013 hatte Dr. Kovats zum Stand des unter seiner Führung am 20. Oktober 2010 eingeleiteten Sanierungsverfahrens lapidar mitgeteilt:

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