GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 10.02.2014

Noch mehr Geld für die ApolloProScreen GmbH & Co. Filmproduktion KG i.L.?


Die 1.691 Anleger, die zwischen 2001 und 2003 rund 70 Millionen Euro in den Filmfonds ApolloProScreen GmbH & Co. Filmproduktion KG des Emittenten Sebastian Scheele aus Ottobrunn (GVBZ GmbH vormals Chorus Beteiligungs GmbH aus Baldham bei München) investiert hatten, dürften sich nun endgültig ähnlich fühlen wie die Darsteller in dem von ihrem Fonds finanzierten US-Fernsehfilm Alien Apokalypse aus dem Jahre 2005, der wegen eines lückenhaften Plots und schlechter Effekte floppte.

Einen finanziellen Durchbruch konnten die Filmfondsanleger nicht landen. Aber das war ja auch gar nicht unbedingt vorgesehen. Denn von den 70 Millionen Euro gezeichnetem Kommanditkapital brauchten sie ja nur 60 Prozent einzuzahlen. Diese 42 Millionen Euro sollten sie bei ihren Finanzämtern als Verlustzuweisungen absetzen können und so Steuern in eine Beteiligung verwandeln.

Die fehlenden 40 Prozent der Zeichnungssumme würden die Filme von selbst einspielen oder, wenn nicht, von Banken aufgefüllt werden. Die Banken gaben aber nur teure Erlösgarantien für die Fondsgesellschaft und nicht für die einzelnen Kommanditisten.

Das von der Münchener Wirtschaftsprüferin Regine Funke im Prospekt abgesegnete Steuerkonzept wurde vom Finanzamt nicht akzeptiert.

Die Finanzbehörde geht davon aus, dass die Fondsinvestitionen nicht zu 100 Prozent als steuerlich relevante Filmproduktionskosten verwendet wurden, sondern große Teile direkt zur Absicherung von Erlösgarantien dienen.

2006 gab es deswegen sogar eine Razzia bei der Emittentin Chorus Beteiligungs GmbH. Die Ermittlungen wegen Steuerbetrugs wurden eingestellt.

Aber die Kommanditisten mussten eine Katastrophe nach der anderen verkraften.

Katastrophe Nummer 1: Auflösung wegen fehlender Gewinne

Wegen ausbleibender Gewinne wurde der Fonds zum Ende 2010 aufgelöst. Von den eingezahlten 42 Millionen Euro standen für das Liquidierungsjahr 2011 aber immerhin noch 3,8 Millionen Euro zur Verfügung. Pro Anleger im Durchschnitt 2.250 Euro, die nun eigentlich zurückgezahlt werden könnten.

Doch Pustekuchen.

Es folgte Katastrophe Nummer 2:

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