GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 20.02.2014

Die dunklen Immobiliengeschäfte der Meusburger Projektentwicklung


Makelt mit Vollmacht von Schweizer<br /> Investoren mit deutschen Hotels und<br /> Kneipen: Peter Meusburger (56), der<br /> von Konstanz nach Tägerwilen<br /> in die Schweiz zog. Seine Maklerprovision<br /> beträgt 30 % vom Kaufpreis der Häuser
Makelt mit Vollmacht von Schweizer
Investoren mit deutschen Hotels und
Kneipen: Peter Meusburger (56), der
von Konstanz nach Tägerwilen
in die Schweiz zog. Seine Maklerprovision
beträgt 30 % vom Kaufpreis der Häuser
In Konstanz am Bodensee wurde der Österreicher Peter Meusburger (56) im Jahre 2008 als künftiger Hotelinvestor für ein Vier-Sterne-Hotel zum Drei-Sterne-Preis gefeiert. Aber der Hotelneubau an der Reichenaustraße steht auch mehr als fünf Jahre danach auf der Kippe, wie der Südkurier schrieb.

Die Badische Zeitung lobte Meusburger im September 2010 als Retter des traditionsreichen Restaurants Jägerstüble aus Donaueschingen (Burgweg 2), das Meusburger von seinem pleite gegangenen Freund und Gastwirt Karlheinz Fischer kaufte.

Fischers Talente lagen wohl mehr im Tüfteln. Immerhin erfand er schon im Jahre 2006 eine Grillkohle aus Haselnuss-Schalen, mit der man auch innerhalb geschlossener Räume grillen kann. Im Mai 2010 wurde ihm das Patent erteilt. Gemeinsam mit Meusburger gründete Fischer dann im November 2011 sogar in der Schweiz in Tägerwilen (Rebenweg 26) eine Haselnuss-Kohle GmbH.

Die Schweizer Doppehaushälfte in Tägerwilen war aber zumindest für Meusburger wohl eher eine Flucht aus Deutschland.

Nach anderthalb Minusgeschäftsjahren verloren Peter und seine deutsche Frau Elisabeth Meusburger im Sommer 2010 ihre Geschäftsführerposten bei der Constantia Beratungs GmbH in Konstanz (Thingoltstraße1d), die dann von Besitzer Bruno Strieder aus Singen alleine weitergeführt wurde.

Auch als Mitbesitzer (ein Drittel) der Fahrschule Franz Josef Staller GmbH aus Donaueschingen (Wasserstraße 10) hatte Meusburger wenig Glück. Die letzte veröffentlichte Bilanz für das Jahr 2007 wies einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von rund 57.000 Euro auf, ein Jahr zuvor waren es sogar 74.000 Euro. Am 17. Mai 2010 wurde die Fahrschule aufgelöst. Ein Insolvenzverfahren wurde mangels Masse abgelehnt.

Der mit Hoffnung erwartete Hotelinvestor von Konstanz Peter Meusburger schlitterte in eine deutsche Privatinsolvenz.

Doch wie konnte er da im Oktober 2010 als Käufer und Retter der Jägerstüble in Donaueschingen auftreten?

Leider wohl nur mit einem sehr üblen Geschäftstrick, wie der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net von einem Investor erfuhr, der sich auch für den Kauf des Immobilienobjektes Jägerstüble in Donaueschingen interessiert hatte.

Demzufolge soll Meusburger in Deutschland untersagt worden sein, als Immobilienmakler aufzutreten.

Im Februar 2010 hatte Peter Meusburger allerdings in Tägerwilen (Rebenweg 26) eine Meusburger Projektentwicklung für Gastronomie und Hotellerie gegründet.

Als Inhaber mit Einzelunterschrift dieser Projektentwicklungsgesellschaft suchte sich nun Meusburger Schweizer Investoren, die in Deutschland gern ein Hotel oder Restaurant kaufen wollten und von Mieteinnahmen oder vom Weiterverkauf profitieren wollten. Honoriert werden sollte die Dienstleistung der Meusburger Projektentwicklung mit monatlich 20 Prozent der Mieteinnahmen und 20 Prozent der Nettogeschäftseinnahmen des Hotels oder Restaurants. Bei einer Kündigung der Vollmacht durch die Schweizer hätten diese an die Meusburger Projektentwicklung eine Strafe von 150.000 Euro zahlen müssen.

Bei einem Weiterverkauf an Dritte stehen der Meusburger Projektentwicklung 30 Prozent vom Verkaufspreis zu.

Allerdings soll Meusburger seine von den Investoren erteilte Vollmacht zu doppelten Verkäufen mit eben diesen fantastischen Maklerprovisionen von jeweils 30 Prozent genutzt haben. Zum Vergleich: Die normale Maklerprovision beträgt in Deutschland 6 Prozent. Der Investor schrieb GoMoPa.net:

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