GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 26.02.2014

BayernLB-Skandal: Formel1-Boss Bernie Ecclestone (83) muss wegen Bestechung in München vor Gericht


Am 24. April 2014<br /> steht Formel 1-Boss<br /> Bernie Ecclestone (83)<br /> wegen Bestechung<br /> eines Ex-BayernLB-<br />Vorstands in<br /> München vor Gericht
Am 24. April 2014
steht Formel 1-Boss
Bernie Ecclestone (83)
wegen Bestechung
eines Ex-BayernLB-
Vorstands in
München vor Gericht
Verurteilt: Banker<br /> Dr. Gerhard<br /> Gribkowsky (55)<br /> aus Grünwald<br /> bei München
Verurteilt: Banker
Dr. Gerhard
Gribkowsky (55)
aus Grünwald
bei München
Im Jahre 2005 teilten sich Formel 1-Chef Bernhard Charles Ecclestone (83) aus London und der damalige Risikovorstand der BayernLB, Dr. Gerhard Gribkowsky (55) aus Grünwald, noch einen Vorstandsposten einer gerade gegründeten Londoner Firma namens Alpha Prema.

Diese Alpha Prema war von der Londoner Investmentfirma CVC Capital Partners Limited gegründet worden.

Die institutionellen Investoren hinter CVC waren scharf darauf, die von der Bernie Ecclestones Bambino Holding gehaltenen 25 Prozent an der Formel 1 und die von der BayernLB gehaltenen 50 Prozent an der Formel 1 aufzukaufen. Die restlichen 25 Prozent gehörten den beiden Banken Banken JP Morgan und Lehman Brothers.

CVC war aber nicht der einzige Interessent für die damals auf 1 Milliarde Euro geschätzte Formel 1. Ecclestone hatte im selben Jahr ein Angebot der asiatischen Investmentgruppe Hutchinson Whampoa über angeblich 1,2 Milliarden Euro abgelehnt.

Bei den Asiaten hätte Ecclestone seinen Einfluss verloren, die CVC machte Ecclestone zum CEO des neuen 75prozentigen Mehrheitsbesitzers Alpha Prema, wenn Ecclestone seinen Bayern-Banken-Kumpel Dr. Gribkowsky mit dessen 50 Prozent im Schlepptau ins neue Boot Alpha Prema holte.

Ohne Ausschreibung und ohne aktuelle Bewertung soll Dr. Gribkowsky den Verkaufsdeal der BayernLB-Anteile an der Formel 1 an die Alpha Prema zu einem Dumpingpreis eingefädelt haben und habe dafür von Ecclestone nicht nur den Vorstandsposten bei der Alpha Prema, sondern auch noch ein Schmiergeld in Höhe von 32 Millionen Euro angenommen und vor dem Fiskus versteckt.

Der mit einem Privatvermögen von rund 2,8 Milliarden Euro ausgestattete Brite Ecclestone soll das Schmiergeld hauptsächlich nicht aus seiner Tasche und auch nicht aus der Tasche des britischen Investors CVC gezahlt haben. Das Geld sollen größtenteils die deutschen Steuerzahler aufgebracht haben, die die BayernLB besitzen. Ecclestone habe sich das private Schmiergeld an Dr. Gribkowsky zuvor von der BayernLB in Form eines Vermittlungshonorars für den Deal bezahlen lassen.

Nach zweijährigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I zunächst nur gegen Dr. Gribkowsky legte der schließlich am 20. Juni 2012 vor dem Landgericht München I ein Geständnis ab. Und belastete darin Ecclestone schwer der Bestechung und Anstiftung zur Untreue.

Gribkowsky wurde 2012 zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Vorgestern (24. Februar 2014) entschied nun die 5. Strafkammer (Wirtschaftsstrafkammer) des Landgerichts München I, dass sie nun gegen Bernhard Charles Ecclestone am 24. April 2014 um 9.30 Uhr im Saal A 101 des Strafjustizzentrums, Nymphenburger Str. 16, einen Strafprozess eröffnen wird, wie die Leiterin der Justizpressestelle bei dem Oberlandesgericht München, Richterin Andrea Titz, heute dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net mitteilte.

Das Gericht hat 26 Verhandlungstage angesetzt, den letzten am 16. September 2014. Das Aktenzeichen lautet: 5 KLs 405 Js 161741/11.

Die Staatsanwaltschaft München I legt dem Angeklagten Bernhard Ecclestone im Wesentlichen folgenden Sachverhalt zur Last:

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