GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 03.05.2014

Der doppelte Lottogewinn - Merck & Fink muss Schadensersatz an Glückspilz zahlen


Georg Freiherr von<br /> Boeselager, persönlich<br /> haftender Gesellschafter<br /> der Privatbank Merck & Fink
Georg Freiherr von
Boeselager, persönlich
haftender Gesellschafter
der Privatbank Merck & Fink
(sa) Die Privatbank Merck & Fink hat einen millionenschweren Lottogewinn mit hochriskanten Investments verzockt. Jetzt wurde das alterwürdige Bankhaus zur Zahlung von Schadensersatz wegen Fehlberatung verurteilt.

Wie kann man 6,3 Millionen Euro sicher und gewinnbringend anlegen, lautete die Frage eines Lottogewinners an die Berater der Privatbank Merck & Fink, nachdem seine 2-Personen-Lotto-Tippgemeinschaft im Jahr 2005 einen Gewinn von 12,6 Millionen Euro einstreichen konnte. Offenbar sahen die Banker eine grandiose Möglichkeit, dem in finanziellen Angelegenheiten unerfahrenen Arbeiter aus dem nordrhein-westfälischen Herne, provisionsträchtige Ramschprodukte anzudrehen.

Michael Krume,<br />persönlich haftender<br /> Gesellschafter der<br /> Privatbank Merck & Fink
Michael Krume,
persönlich haftender
Gesellschafter der
Privatbank Merck & Fink
Anstelle sicherer Produkte wurde das gesamte Kapital des Neukunden auf anraten der Bank in hochriskante Finanzprodukte, vor allem geschlossene Schiffs- und Immobilienbeteiligungen, investiert. Und die versprochenen Renditen kehrten sich ins Gegenteil. Der Stahlarbeiter verlor fast sein gesamtes Vermögen.

Da sich der Anleger falsch beraten fühlte, entschloss er sich eine Klage gegen Merck & Fink auf Schadenersatz einzureichen.

Das Landgericht Münster gab dem Anleger Recht und verurteilte die Privatbank auf Schadensersatz in Höhe von 500.000 Euro. Gegenstand des Verfahrens war ein Investment in einen geschlossenen Immobilienfonds des Emissionshauses KanAM. Dieser Fonds investierte in ein Einkaufszentrum in New Jersey. Der Fonds ging 2010 insolvent und es kam daher zu einem Totalverlust.

Der Anleger hatte rund 600.000 US-Dollar investiert und fast seinen gesamten Einsatz verloren. Das Gericht ging von einem Schaden in Höhe von 509.648,87 Euro aus. Das Urteil erging am 24.04.2014 und ist bis dato noch nicht rechtskräftig (Aktenzeichen: 114 O 110/12).

Rechtsanwalt Joachim Cäsar Preller, der das Urteil erstritten hat, erklärt die Gründe für das Urteil, auf Anfrage von GoMoPa.net:

Rechtsanwalt Joachim<br />Cäsar Preller
Rechtsanwalt Joachim
Cäsar Preller

Zitat:


Der Schadensersatz wurde mit einer Verletzung des Finanzberatungsvertrages durch die Privatbank Merck Fink & Co, gemäß § 280 BGB begründet. Das Gericht ging davon aus, dass die Bankberater über Risiken und Wesen der Beteiligung nicht zum Verständnis des Klägers aufgeklärt haben und so die Risiken verharmlost wurden. Darüber hinaus ist der Emissionsprospekt verspätet übergeben worden.



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