GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 27.06.2014

Hansa-Bavaria Wohnungsbaugenossenschaft verstößt gegen Genossenschaftsgesetz


Convent Die rund 42.000 Mitglieder haben der 1997 gegründeten Hansa-Bavaria Wohnungsbaugenossenschaft eG aus dem hessischen Rödermark (Nieder-Röder-Straße 24 und Carl-Zeiss-Straße 35) einigen Wohlstand gebracht. Immerhin zahlten sie ein Eintrittsgeld von mindestens 600 Euro pro Nase und damit mindestens 25,2 Millionen Euro, welches die Genossenschaft weder verzinsen noch zurückzahlen muss. Außerdem kauften diese 42.000 Mitglieder per Stand 2009 rund 76.000 Anteile von je 400 Euro und damit rund 30,4 Millionen Euro.

Der Anreiz für die Sparer war: Wer als Arbeitnehmer jährlich 400 Euro in einen Bausparer steckte, bekam vom Staat eine Arbeitnehmersparzulage von 9 Prozent, also 36 Euro. Wer die 400 Euro in eine Genossenschaft investiert, bekam 20 Prozent, als 80 Euro vom Staat geschenkt.

Doch was nützt ein Geschenk von 80 Euro, wenn man 400 Euro verliert?

So sieht die augenblickliche Praxis jedenfalls bei der Hansa-Bavaria Wohnungsbaugenossenschaft aus. Sie hat zwar rund 24,357 Millionen Euro in Sachanlagen stecken (2 Hotels in Hessen und Bayern, 269 Wohnungen in Bayern und Sachsen-Anhalt), aber machte im letzten veröffentlichten Bilanzjahr nur einen Gewinn von knapp 3.000 Euro. Die Kapitalrücklage betrug null Euro. Und nur aus den Gewinnen und der Kapitalrücklage berechnet sich überhaupt ein Auseinandersetzungsguthaben, also der Betrag, den man zurückbekommt, wenn man die Genossenschaft wieder verlässt.

Aber nicht mal den will die Genossenschaft auszahlen. Betroffene Mitglieder wandten sich an die Berliner Anlegerschutzkanzlei Dr. Thomas Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB aus Berlin Marienfelde, weil ihre Auszahlungsanträge nur verzögert bearbeitet werden.

Bereits im März 2014 fragte der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net beim Vorstandsvorsitzenden Alfred F. Lackner (62) aus Leidersbach in Bayern nach, warum die Genossenschaft gegen das Genossenschaftsgesetz verstößt und beim Ausstieg aus der Genossenschaft die Anteile nicht innerhalb der vorgeschriebenen Halbjahresfrist auszahlt.

Lackner zeigte gegenüber GoMoPa.net keinerlei Reaktion. Bei Telefonanruf läuft ein Band.

Dafür bekamen etliche Sparer, die gekündigt hatten, nun böse Post von der Hansa-Bavaria Wohnungsbaugenossenschaft eG, wie Rechtsanwalt Christian M. Schulter, Associate der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwalt mbB, GoMoPa.net mitteilte:

Rechtsanwalt Christian M.<br /> Schulter © Kanzlei Dr.<br /> Schulte und Partner
Rechtsanwalt Christian M.
Schulter © Kanzlei Dr.
Schulte und Partner

Zitat:


Die betroffenen Genossenschaftsmitglieder der Hansa-Bavaria berichten zudem, dass die Hansa-Bavaria in einigen Fällen bereits mit entsprechenden Schreiben mitteilt, dass eine Auszahlung des Guthabens nicht mehr erfolgen könne, da der Anspruch verjährt sei.

Mitgliedern der Hansa-Bavaria Wohnungsbaugenossenschaft eG ist daher zu raten, sich schnellstmöglich anwaltlichen Rat von einem im Genossenschaftsrecht erfahrenen Rechtsanwalt einzuholen, um ihre Ansprüche nicht zu verlieren.


Und wie begründet die Hansa-Genossenschaft überhaupt eine Verzögerung bei der Auszahlung?

Dazu teilte Rechtsanwalt Schulter GoMoPa.net folgendes mit:

... Fortsetzung » lesen.

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?
 



 

Pressemeldung zum Thema
» Der Sparer-Nepp bei der Hansa-Bavaria Wohnungsbaugenossenschaft eG
» Wohnungsgenossenschaft Saxonia e.G: Nur eine Papiergesellschaft?

Beiträge zum Thema
» I.F.I. Koppelgeschäft mit Hansa-Bavaria
» Protectum Wohnungsbaugenossenschaft eG

Kategorie zum Thema
» Dubios
» Wer kennt, was meint Ihr dazu?

 

Copyright 2000 - 2017 by Goldman, Morgenstern & Partners LLC - GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net)