GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 01.07.2014

DECEHA GmbH: Pleite trotz Milliarden-Aufträgen?


Convent Wie kann man als Projektentwickler mit Verkaufs-Vorverträgen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro pleite gehen?

Für Anleger, Erfinder, Produzenten, aber auch für konkurrierende Emissionshäuser völlig überraschend legte DasEmissionsHaus GmbH aus der Villa Bösenberg in Leipzig (Erfurter Straße 4) im Januar diesen Jahres nicht nur den Titel Emissionshaus ab und nannte sich nur noch schlicht DECEHA GmbH, am 10. April 2014 stellte der geschäftsführende Mitgesellschafter Bernd Stille (55) aus Leipzig auch noch beim Amtsgericht Leipzig für die DECEHA GmbH einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, Aktenzeichen 404 IN 735/14.

Im Exklusiv-Interview mit dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net erläutert Stille, warum er trotz laufender Nachschüsse der 14 Gesellschafter (Bernd Stille, Manfred Peters aus Schotten, Jürgen Schäwel aus Leipzig, Fritz Schmidt aus Leipzig, Petra Klara von der Heide aus Leipzig, Winfried Damm aus Leipzig, Frank Martin Petersohn aus Krostitz, Christian Palmai aus Leipzig, Falk Zeuner aus Grimma, Torsten Tessnow aus Mainz, Hans-Jürgen Mattikau aus Hohenwarsleben, Andrea Otto aus Leipzig, Germann Geer aus Leipzig und Barbara Petersohn aus Leipzig) die Macht in der Villa Bösenberg vorläufig in die Hände von Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Professor Lucas Flöther aus Leipzig legen musste.

Die Geschichte gleicht einem Wirtschaftskrimi. Dabei fing sie doch so gut an.

Der aus Hannover stammende Banker Bernd Stille (55) kam 1998 in die Sachsenmetropole Leipzig, leitete 8 Jahre die Wertpapierabteilung der dortigen Sparkasse und kreierte dann für die sächsischen Sparkassen und die sächsische Landesbank innovative Fondskonstruktionen, bei denen die Erfinder nicht einfach nur Geld erhielten und dann mit Produktion und Vermarktung allein gelassen werden, sondern bei denen der Erfinder in ein Großprojekt, das finanziert wird, miteingebunden wird.

Stille dachte in so großen Dimensionen, dass ihm die altbackenen Vorstände nicht folgen mochten und gründete schließlich im Jahr 2008 die DasEmissionsHaus GmbH und finanzierte über eigene Fonds und Private Placement Projekte, die bei Auflage ein Alleinstellungsmerkmal haben mussten, also einmalig auf der Welt waren.

Ab dem Jahr 2011 konnte man beispielsweise für 400.000 Euro eine Trocknungsanlage erstehen, die aus Pferdeäpfeln Düngerpellets fürs Feld oder Brennstoffpellets für Biogasanlagen herstellt, die dem Betreiber eine erhöhte Stromvergütung von mehr als 5 Cent pro Kilowattstunde gelieferten Stromes einbringen (KWK-Bonus). Ab 25.000 Euro war auch eine Beteiligung möglich.

Doch das waren kleine Fische im Vergleich zu den Großprojekten Trinkwasser und Strom aus Meerwasser oder Jauche, nach denen zuletzt afrikanische oder mittelamerikanische Staaten Schlange standen.

GoMoPa.net: Was ist denn der Hintergrund für den Insolvenzeröffnungsantrag?

Bernd Stille: "Der Hintergrund sind drei Sachen. Das eine ist, dass wir ...

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