GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 05.08.2014

Max Entertainment Group: Jürgen und Karin Käfer in Untersuchungshaft


Convent Wie Marcel Schlatter, Sprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, der Schweiz am Sonntag bestätigte, wurden der Stuttgarter Aktienerfinder Hans Jürgen Käfer (57) und dessen Frau Karin Käfer (44) am 15. Juli 2014 in Lachen am Zürichsee verhaftet, wo sie hinter hohen Mauern ein weißes Villenanwesen mit Luxusfuhrpark bewohnten.

Das Zwangsmaßnahmegericht des Kantons Zug ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Zug für das Ehepaar eine unbefristete Untersuchungshaft an. Den Käfers wird gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen.

Laut Staatsanwaltschaft soll es mehr als 200 Geschädigte geben. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Max Entertainment Group.

Hans Jürgen Käfer
Hans Jürgen Käfer
Sie wurde von den Käfers im Jahr 2006 in Baar in Zug gegründet und bestand aus zehn Scheinfirmen. Deren Aktien wurden über inszenierte TV-Shows und aggressive Telefonanrufe verkauft, bei denen den Aktienkäufern Renditen von 12,5 Prozent pro Jahr in Aussicht gestellt wurden.

In nur einem Jahr sammelte die Schwindelfirma Max Entertainment Group von 340 Anlegern rund 60 Millionen Euro ein. Mit dem Geld sollte in der Schweiz und in Deutschland die Kampfsportart Mixed Martial Arts samt Wettbüros an Großraumveranstaltungen etabliert werden.

Die Aktionäre sollten auch vom Verkauf an Fanartikeln und an Fernsehübertragungsrechten partizipieren. Da die angegebenen Zielinvestments ausblieben, schritt die Schweizer Eidgenössische Bankenaufsicht im Septemer 2007 ein, machte die Max Entertainment Group dicht und verbot den Käfers, in der Schweiz für Aktien zu werben oder diese zu verkaufen.

Die Käfers hatten sich zunächst mit einer Chartermaschine von ihrem damaligen Wohnort Uetliburg-Gommiswald nach Arabien in Sicherheit gebracht. Das Geld war schon vorher fort. Die Schweizer Polizei konnte von den 60 Millionen Euro nur noch 74.000 Euro sicherstellen.

Die Aktien der Max Entertainment Group stellten sich nach dem Kauf als nicht handelbar heraus. Erstens musste man sie ein Jahr halten. Zweitens durfte man sie nur in andere Aktien des Firmenverbundes eintauschen, die genauso inhaltlos waren.

Die Flucht der Käfers war aber zunächst unnötig. Die Staatsanwaltschaft hatte zwar 2007 Ermittlungen gegen die Käfers aufgenommen. Diese mussten aber nach vier Jahren wieder eingestellt werden.

Die Käfers kamen ziemlich schnell in die Schweiz zurück. Denn ein Arglist-Paragraph im Schweizer Strafgesetzbuch bot ihnen Schutz:

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