GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 23.09.2014

Cash statt Knast: ACI-Chefs Hanns-Uwe und Robin Lohmann bleiben auf freiem Fuß


Hanns Uwe und Robin Lohmann mit<br />Boris Becker © ACI
Hanns Uwe und Robin Lohmann mit
Boris Becker © ACI
(sa) Es ist ein Schlag ins Gesicht der 6.000 geschädigten Anleger, die rund 275 Millionen Euro durch Investments in die Dubai Fonds der Alternative Capital Invest (ACI) verloren haben. Das Landgericht Bielefeld hat das Strafverfahren gegen die vermutlich betrügerisch agierenden Initiatoren Hanns-Uwe und Robin Lohmann gegen Zahlung einer sechsstelligen Summe eingestellt.

Am 09. September 2014 hat die 9. Strafkammer des Landgerichts Bielefeld das Strafverfahren gegen die Gründer und Geschäftsführer der ACI Dubai-Fonds eingestellt. Hintergrund war eine Absprache zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und den Angeschuldigten.

Die Lohmanns können sich freuen. Nach der Zahlung bleiben sie auf freiem Fuß und gelten als nicht vorbestraft.

Die Begründung für den Deal fasst das Gericht in einer Pressemeldung zusammen:

Zitat:


Die Staatsanwaltschaft hat den Angeschuldigten in dem Strafverfahren nur Kapitalanlagebetrug gem. § 264 a StGB - nicht hingegen Betrug zu Lasten der Anleger - vorgeworfen. (...)

Ob der Anklagevorwurf sich im Rahmen einer umfangreichen Beweisaufnahme vollumfänglich nachweisen lasse, sei zweifelhaft; insbesondere sei aufzuklären, ob die genannten Kosten im Zeitpunkt der Veröffentlichung der einzelnen Fonds erwartet gewesen seien. Rechtshilfeersuchen seien von Dubai aus nicht beantwortet worden.

Die Straferwartung sei angesichts des bei dem angeklagten Straftatbestand des Kapitalanlagebetrugs geringen Strafrahmens (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren) unter Berücksichtigung bislang in Betracht kommender strafschärfender und strafmildernder Umstände - wie z.B. der strafrechtlichen Unbescholtenheit beider Angeschuldigter und der bisherigen überlangen Verfahrensdauer - nicht besonders hoch.


Vater und Sohn Lohmann, die gemeinsam die Dubai-Fonds an die Wand gefahren hatten und sich wegen Kapitalanlagebetrug mit einem Schaden von rund 275 Millionen Euro vor Gericht verantworten mussten, wurde aufgelegt eine sechsstellige Summe "vorwiegend an gemeinnützige Einrichtungen" zu leisten, heißt es weiter in der Pressemeldung des Amtsgerichts Bielefeld.

Anklage wegen Kapitalanlagebetrug.

Prominente Werbeträger:<br />Boris Becker, Niki Lauda,<br /> Michael Schuhmacher © ACI
Prominente Werbeträger:
Boris Becker, Niki Lauda,
Michael Schuhmacher © ACI
Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hatte gegen das Vater-Sohn-Gespann Hanns-Uwe und Robin Lohmann, wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug ermittelt. Das Gütersloher Emissionshaus Alternative Capital Invest (ACI) hatte bis Ende 2009 rund 275 Millionen Euro bei mehr als 6.000 Anlegern eingesammelt. Versprochen wurden mindestens 12 Prozent Rendite. Investieren konnte man ab einer Mindesteinlage von 10.000 Euro zuzüglich fünf Prozent Agio (Ausgabeaufschlag).

Das eingesammelte Kapital sollte vor allem in vier Bauprojekte in Dubai investiert werden. Als prominente Werbeträger und Namensgeber der zu bauenden Türme wurden die drei Sportlegenden Boris Becker (Tennis), Niki Lauda und Michael Schuhmacher (Formel Eins) gewonnen.

Die drei ehemaligen Profi-Sportler erhielten üppige Honorare für ihre Werbetätigkeit, die zu einhundert Prozent aus Anlegergeldern finanziert wurden. An Niki Lauda überwies ACI mindestens eine Millionen Euro, Tennis-Legende Boris Becker erhielt zwei Millionen Euro und das Werbehonorar von Formel-1-Star Michael Schuhmacher betrug stolze fünf Millionen Euro.

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