GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 06.10.2014

VSP Financial Services AG: Graumarktimperium mit S&K-Verbindungen


VSP-Vorstand Robert Vitye (35)
VSP-Vorstand Robert Vitye (35)
(sa) Teure Goldsparpläne und schlecht laufende Fonds gehören zur Produktpalette der Wiesbadener VSP Financial Services AG. Mit Hilfe von dubiosen Vertriebsgesellschaften werden die Graumarktinvestments der Unternehmensgruppe seit 2001 an den Mann gebracht.

Robert Vitye (35) ist ein jugendlich wirkender Kaufmann mit dem seriösen und selbstsicheren Auftreten, das er sich als Vorstand der VSP Financial Services AG angeeignet hat. Neben seinem Vorstandsmandat bei der VSP lenkt Vytie als Geschäftsführer der Solit Kapital GmbH in der Friesenstr. 1 in Hamburg auch die Geschicke eines der zwei wichtigsten Produkte, die VSP initiiert.

Die Hamburger Solit Kapital ist spezialisiert auf Gold- und Silberinvestments für Kleinanleger. Sparer können ab einer Mindestsumme von 50 Euro monatlich in Gold und Silber investieren. Solit verlangt bei Einrichtung des Depots eine Gebühr in Höhe von 2,5 Prozent sowie einen Ausgabeaufschlag auf die Rohstoffe von 1,5 Prozent. Zusätzlich verlangt Solit eine vergleichsweise hohe Lagergebühr von 1,6 Prozent pro Jahr, gemessen am aktuellen Depotwerts.

Den Kosten steht ein Ersparnis gegenüber, welches sich aus den günstigeren Einkaufspreisen für größere Barren, die vor allem von der Industrie nachgefragt werden, ergibt. "So haben wir uns das bei der Konzeption unserer Produkte vorgestellt", erklärt Solit-Geschäftsführer Robert Vitye im Gespräch mit GoMoPa.net.

Das zweite Standbein der Solit Kapital sind geschlossene Fondsbeteiligungen rund um das Thema Edelmetalle.

Convent Bei Zeichnung eines Solit-Fonds verpflichtet sich der Solit-Kunde zur Zahlung eines Agio (Ausgabeaufschlag) von fünf Prozent auf die geplante Ansparsumme. Die Mindesteinlage beträgt beim aktuellen Angebot, dem Fonds SOLIT 3. Gold & Silber GmbH & Co. KG, 5.000 Euro und kann ratierlich über zwei Jahre eingezahlt werden. Die Laufzeit kann frei gewählt werden und beträgt drei bis 25 Jahre.

Die Auszahlung an die Anleger erfolgt wahlweise bar oder in Form von Gold- und Silberbarren. Letzteres allerdings mit der Einschränkung, dass mindestens ein Kilo Gold beziehungsweise fünf Kilo Silber angespart wurden. Kleinere Stückelungen (100 Gramm Barren) liefert Solit nur gegen Aufpreis aus.

Insgesamt hat Solit Kapital seit 2009 fünf Fonds am Markt platziert. Der erste Fonds (Solit Gold & Silber GmbH & Co. KG) hat ein Volumen von rund 4,5 Millionen Euro.

Für den zweiten Fonds konnten bereits deutlich mehr Anleger begeistert werden - die Vertriebstruppen sammelten 74,7 Millionen Euro Kommanditkapital ein.

2010 konnte Solit für ihren Silberfonds SOLIT PP Silber GmbH & Co. KG weitere 3,7 Millionen Euro einwerben.

Derzeit finden sich gleich zwei Solit-Fonds in der Platzierungsphase. Mit dem SOLIT 3. Gold & Silber GmbH & Co. KG soll die Erfolgsgeschichte der Gold & Silber Serie weitergeschrieben werden; der SOLIT Grund & Boden Kanada GmbH & Co. KG investiert in Grund und Boden in Kanada.

Bei unabhängigen Analysten und Verbraucherschützern haben die Solit-Produkte einen extrem schlechten Ruf. Stiftung Warentest warnte bereits im April 2009 vor der Fondsserie Solit Gold & Silber:

Zitat:


Die Kosten der Beteiligung betragen inklusive Aufschlag 9,5 Prozent der Anlagesumme. Dazu kommen laufende Kosten von 1,8 Prozent pro Jahr. Im Gegenzug können Anleger von günstigen Großhandelspreisen und einer zoll- und steuerfreien Lagerung der Gold- oder Silberbarren bei der Züricher Freilager AG profitieren.

Die Anbieterin aus Hamburg verspricht keine Rendite, sondern warnt sogar vor möglichen Wertverlusten. Vorzeitig kündigen können Anleger nur, wenn sie eine Strafgebühr von 3 Prozent der Einlage (maximal 1 000 Euro) in Kauf nehmen. Geht der Fonds pleite, verlieren Anleger ihr Geld.


Und sogar beim europäischen Wettbewerb der gefährlichsten Anlageprodukte Europas gehört Solit Kapital zu den Nominierten. Zur Begründung heißt es:


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