GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 17.11.2014

BIK Berlin Immobilien Kontor: Nachrangdarlehen für undurchsichtige Immobiliengeschäfte


Convent (ta) - Die BIK Berlin Immobilien Kontor Private Placements GmbH & Co. KG wirbt derzeit um nachrangige Darlehen für Immobiliengeschäfte in Berlin und Hamburg. Ab einer Mindestsumme von 5.000 Euro und bei nur einem Jahr Laufzeit verspricht das Unternehmen seinen Anlegern 4,5 Prozent Jahresrendite. Doch wie die Rendite erwirtschaftet werden soll, bleibt unklar. Hinter dem undurchsichtigen Angebot steckt Markus Heiderich (45) aus Falkensee. Nutzt sein Unternehmen für den Vertrieb der hochriskanten Produkte rechtwidrig erworbene Sales-Leads der EEV AG?

Die BIK Berlin Immobilien Kontor Private Placements GmbH & Co. KG bietet Kommanditbeteiligungen und Nachrangdarlehen an. Gegründet wurde das Unternehmen erst im April 2014 und ist damit noch verhältnismäßig neu am Markt. Dementsprechend wurde bisher auch noch keine Bilanz veröffentlicht, die Einblicke in die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens erlaubt.

Die BIK fokussiert sich auf die "Strukturierung, Finanzierung und Verwaltung von realwirtschaftlichen Investitionen in den Geschäftsbereichen Immobilien und Energie". Besonderen Fokus legt das Unternehmen dabei auf die Bundeshauptstadt und wirbt dafür mit dem Slogan "Berlin ist das neue New York". Tatsächlich hat sich die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter von 5,70 Euro im Jahr 2008 auf 6,80 Euro im Jahr 2013 entwickelt. Auch der Verkaufspreis pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen kletterte im selben Zeitraum von durchschnittlich 1.420 Euro auf 1.840 Euro. Jedoch sind die Entwicklungen in Berlin sehr stark abhängig vom Viertel.

Fragwürdige Immobilieninvestments

Convent Die einzige Berliner Immobilie im Portfolio der BIK ist bisher ein Grundstück in der Mahlsdorfer Str. 9 in Berlin Köpenick. Die Lage wird im Werbebroschüre als absolute Zentrumslage beschrieben. Die Wahrheit sieht anders aus: Köpenick liegt am östlichen Stadtrand von Berlin. Bis zur Stadtgrenze sind es nur knapp zehn Kilometer, während es schon 18 Kilometer bis zur Stadtmitte sind. Die Baugenehmigung hat BIK für den geplanten Neubau in Köpenick bereits im August 2014 erhalten. Baubeginn soll bereits im Herbst 2014 sein, aber ein Bauunternehmen wird nicht genannt.

Sobald das Gebäude mit einer Nettowohnfläche von circa 14.000 Quadratmetern errichtet ist, hat BIK mehr als optimistische Ziele was Verkaufs- und Vermietungspreise anbelangt. So will man die Eigentumswohnungen für durchschnittlich 3.300 Euro pro Quadratmeter (zuzüglich 5,95 Prozent Provision) veräußern. Zudem sollen die Wohnungen in dem geplanten Neubau für 11,25 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Wie BIK in der Lage sein will, diesen Preis zu erzielen, wo der durchschnittliche Mietpreis in Köpenick derzeit bei gerade einmal 8,42 Euro liegt, erschließt sich nicht wirklich. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Szenebezirk Prenzlauer Berg, seines Zeichens wirklich absolute Zentrumslage, liegt bei 10,97 Euro.

Neben der geplanten Berliner Wohnimmobilie verfügt BIK noch über zwei Immobilien in Hamburg. Ein Mehrfamilienhaus mit 11 Wohneinheiten in Hamburg Uhlenhorst soll für 2,55 Millionen Euro veräußert werden, sobald die im Juni aufgenommen Bauarbeiten beendet wurden. Die zweite Immobilie, ein Wohnhaus in Hamburg Eimsbüttel, soll sogar für 3,05 Millionen Euro verkauft werden. Doch wenn man Profis von BIK Glauben schenken darf, stellt das gar kein Problem dar, denn das Unternehmen verfügt über angeblich eine erstaunliche Erfolgsquote. So heißt es in der Werbebroschüre weiter:

Zitat:


100 Prozent Vermietungsquote und Verkaufsquote. Der Bär tanzt. Leerstand ist für uns ein Fremdwort, wir erzielen durch eine hohe Betreiberqualität und eine eigens gesteuerte Hausverwaltung die besten Ergebnisse.


Hochriskante Darlehen mit Rangrücktritt

Der Verkaufserfolg dürfte auch für jeden BIK-Anleger von entscheidender Bedeutung sein, denn andernfalls sind die Rückzahlungen der Nachrangdarlehen mehr als fragwürdig. Die BIK Private Placements GmbH & Co. KG bietet die Kurzläufer "Vario Substanz" mit einer Laufzeit von ein beziehungsweise zwei Jahren an. Dafür wurde den Anlegern bei einer Mindestinvestitionssumme von 5.000 Euro eine Jahresrendite von 4,5 beziehungsweise 5,5 Prozent versprochen. Die mittelfristigen Darlehen laufen sogar 3,5,7 und 10 Jahre und locken mit Jahresrenditen von bis zu 7,85 Prozent. Wie sollen die Renditen aber bedient werden, wenn bis Laufzeitende noch keine Wohnung vermietet oder verkauft wurde?

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