GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 26.01.2015

Warum wurde der NORDIX RENTEN PLUS vom Handel ausgesetzt?


Convent (ss) - Der offene Rentenfonds NORDIX RENTEN PLUS aus Frankfurt am Main lebte bislang sehr auskömmlich von Notverkäufen allerlei Anleihen, die schlecht bewertet wurden, ihr Rating verloren oder auch wegen ihrer geringen Größe bei anderen institutionellen Großanlegern durchgefallen sind.

Doch vor wenigen Tagen musste der Fonds in eigener Sache die Notbremse ziehen, wollte er nicht selbst zu einem Notfall werden.

Der Chef der Fonds-Verwahrstelle, Thomas Grünewald, zugleich Geschäftsführer der Emittentin BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH aus dem MesseTurm in Frankfurt, musste den Handel der Fonds-Anteilsscheinen an allen Bankschaltern ab dem 15. Januar 2015, 14 Uhr, auf unbestimmte Zeit stoppen.

Grundlage für diese drastische Einfrier-Maßnahme ist der Paragraph 98 Absatz 2 des Kapitalanlagegesetzbuches, der immer dann angewandt werden darf, "wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen der Anleger erforderlich erscheinen lassen. Solange die Rücknahme ausgesetzt ist, dürfen keine Anteile ausgegeben werden."

Dabei fing doch alles so gut an.

Seit Existenz des Fonds am 1. September 2010 sollte es sich zunächst einmal als Glücksfall erweisen, dass die Fondsverwahrerin BNY Mellon das Fondsmanagement in die Hände des jungen Hamburger Finanzdienstleistungsinstituts nordIX AG aus dem Ballindamm 37 in Hamburg legte.

Denn die nordIX AG ist von Hause aus nicht nur ein Assetmanager, sondern parallel dazu auch noch ein Anleihen-Broker, der zwischen institutionellen Investoren und Banken vermittelt.

"Wir sitzen praktisch an der Quelle und sind prädestiniert für dieses Geschäft", erläutert der Fondsmanager und zugleich Vorstand der nordIX AG, Moritz Schildt (48), gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net. "Wir betreuen also institutionelle Kunden und machen rund um die Uhr mit 12 Kollegen ein OTC-Anleihen-Handels-Brokerage-Geschäft." Da weiß man natürlich als erster, wenn ein Stück Anleihe auf dem Teller liegen bleibt.

Bis Mitte vorigen Jahres feierte der NORDIX RENTEN PLUS denn auch einen Erfolg nach dem anderen. Das Fondsvermögen kletterte zunächst von 2,1 Millionen Euro und einem Ankaufswert pro Anteil von 95,13 Euro im Jahr 2011 auf rund 5,4 Millionen Euro bei einem Ankaufswert pro Anteil von 109,84 Euro im Jahr 2013.

Eine regelrechte Geldschwemme gab es im Geschäftsjahr von August 2013 bis Juli 2014. Anleger kauften für 80 Millionen Euro Anteilsscheine zum Einzelpreis von 126,29 Euro. Und im selben Zeitraum flossen nur 27,7 Millionen Euro durch Rückgabe der Anteilsscheine wieder ab. Das Fondsvermögen kletterte in der ersten Jahreshälfte 2014 in der Spitze auf rund 60,6 Millionen Euro - um dann praktisch im Sturzbach bis heute auf 38,6 Millionen Euro auszubluten.

Im Exklusiv-Interview mit GoMoPa.net erklärt Fondsmanager Moritz Schildt, warum er die Notbremse ziehen musste. Und welche Rolle die Griechenland-Wahl für den Fonds spielt, der knapp zehn Prozent in die griechische Staatsanleihe Hellenic Republic investiert hat:

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