GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 19.02.2015

Greift Schiffs-Manager MarLink in die Fonds-Kassen?


(be) - Mehr als 96 Prozent der Anleger der beiden Hanse-Capital-Schiffsfonds MT HC Elida und MT HC Dalia haben die MarLink Schiffahrtskontor GmbH als kommerziellen Reeder abgewählt. Fonds-Chef Burkhard Tesdorpf wirft der MarLink unter anderem vor, vertragswidrig Gelder von den Fonds-Konten abgebucht zu haben. Grund dafür sind möglicherweise finanzielle Engpässe bei MarLink.

Convent Der kommerzielle Reeder der beiden kleinen Tankschiffe HC Elida und HC Dalia ist seit dem Beginn im Jahr 2004 die MarLink Schiffahrtskontor GmbH mit Sitz in Hamburg. Doch Ende letzten Jahres kündigten die Anleger der beiden Schiffsfonds MT HC Elida Tankschiffahrts GmbH & Co. KG und MT HC Dalia Tankschiffahrts GmbH & Co. KG die Bereederungsverträge.

Die Anleger übertrugen das kommerzielle Management auf die IMM International Maritime Management GmbH & Co. KG übertragen. Dieser Hamburger Bereederer gehört zu 100 Prozent Johann Christoph Burkhard Tesdorpf (52). Tesdorpf ist auch Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Emissionshauses Hanse Capital und Geschäftsführer der beiden Schiffsfonds.

Fonds-Geschäftsführer und Eigentümer Tesdorpf hatte die Kündigung des Bereederers MarLink aktiv betrieben. Im Oktober letzten Jahres sagte Tesdorpf den Anleger der Schiffsfonds MT HC Elida und MT HC Dalia, dass er das Vertrauen zur MarLink und deren Geschäftsführer Mathias Pahl verloren habe:

Zitat:


Nachdem im Jahr 2011 bereits zwei Schiffe des HC Container-Flotten-Fonds, die sich in der kommerziellen Bereederung bei MarLink befanden, Insolvenz angemeldet haben, mussten in diesem Jahr weitere acht Schiffe, die sich in der Bereederung bei MarLink befanden, Insolvenz anmelden.

MarLink wehrt sich mit juristischen Mitteln

Außerdem begründete Tesdorpf den Vertrauensverlust zu Pahl mit der "nicht ordnungsgemäßen Umsetzung von in Beiratssitzungen getroffenen Vereinbarungen und Gesellschafterbeschlüssen". MarLink-Chef Mathias Stefan Pahl weist diese Vorwürfe gegenüber GoMoPa zurück und greift seinerseits Fonds-Geschäftsführer Tesdorpf an:

Zitat:


In diesen beiden Gesellschaften gibt es einen Bereederer MarLink und einen Gesellschafter MarLink. Und nun versucht offensichtlich ein anderer, nämlich Herr Tesdorpf, diese Verträge zu kündigen und sie sich selbst und seiner eigenen Gesellschaft zuzuschustern.

Darüber gibt es eine Auseinandersetzung in Form von Schiedsgerichtsverfahren und ähnlichen Dingen. Wir werden natürlich nicht hinnehmen, dass irgendjemand versucht, uns Verträge zu kündigen. Wir haben diese Schiffe über Jahrzehnte erfolgreich betrieben.

Das Vorgehen von Tesdorpf sei bedauerlich und nicht von Vorteil für die Fonds, sagt Pahl. Aber so sei es nun einmal und demnächst werde ein Urteil darüber fallen.

Vertrauen "irreparabel gestört"

Convent Fonds-Geschäftsführer Tesdorpf sagt zu GoMoPa, die Fonds-Anleger hätten sich aufgrund "harter Fakten" gegen MarLink als kommerziellen Reeder entschieden. Ein Missbrauch der Kontovollmacht und ein vertragswidriges Abbuchen von Geldern seien vom Wirtschaftsprüfer bestätigt worden.

Normalerweise sind Bereederungsverträge nicht kündbar. Doch in diesem Fall liege ein "wichtiger Grund" vor, sagt Tesdorpf. Das Vertrauen sei im Rahmen eines anderen Projektes so "irreparabel gestört" worden, dass dies eine ausreichende Begründung für die Kündigung sämtlicher Verträge mit MarLink sei.

Im vergangenen Jahr seien nämlich acht Schiffe mit gravierenden technischen Mängeln in die Insolvenz gerauscht, vier davon mit HCI, eins mit dem Emissionshaus Neitzel & Cie. und drei als Private Placements über die Reederei selbst. Hanse Capital hatte aus Eigenmitteln in diese Schiffe investiert, diese dann aber nicht emittiert. Im Nachhinein sei herausgekommen, dass MarLink von den technischen Problemen schon vor Ablieferung gewusst hat.

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