GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 02.03.2015

Das Ende der vierten Gewalt: Wenn Unternehmen Journalisten manipulieren


(sa) - In den letzten Wochen machten gleich mehrere Skandale über käufliche und manipulierte Journalisten die Runde. Von den Vorwürfen betroffen sind nicht nur kleine Fachmagazine, wie Versicherungsbote oder Finanzwelt, sondern auch Deutschlands renommierteste Tageszeitungen: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und Süddeutsche Zeitung. Während Politik und Medien von populistischen Vorwürfen reden, sieht die Wirtschaft eine ernsthafte Gefahr für die Demokratie. Und plant mit dem "Kodex für die Medienarbeit von Unternehmen" eine Selbstverpflichtung gegen die Manipulation der Vierten Gewalt.

Chef des Kopp-Verlags: Udo Ulfkotte
Chef des Kopp-Verlags: Udo Ulfkotte

In der politischen Theorie gilt die Presse als das letzte Bollwerk der Demokratie, als Vierte Gewalt, die ihre Funktion in der Kontrolle der drei klassischen Gewalten - Legislative (Gesetzgebende Gewalt), Exekutive (Ausführende Gewalt) und Judikative (Rechtsprechende Gewalt) - findet.

In Politik, Wissenschaft und Wirtschaft wird unisono eine Lobeshymne auf die Funktion der Presse, auf die Relevanz der Meinungsfreiheit, gesungen. Schnell ist die Kritik an der Unterdrückung der Pressefreiheit in Unrechtsstaaten angestimmt.

Im eigenen Land ist Kritik am Umgang mit Presse und Journalisten allerdings weniger erwünscht. Gerne verweist man auf die funktionierenden Strukturen, auf eine lebendige Konkurrenz zwischen staatlichem und privaten Rundfunk und einem wachsenden Onlinemarkt.

Und doch gibt es wachsenden Unmut an der journalistischen Praxis im Land. Unter dem Label "Lügenpresse" werden Redaktionen, Verlagen und Journalisten die eigenen Fehler vorgehalten und harsche Kritik formuliert. Die Vorwürfe lauten: mangelnde Unabhängigkeit, Kampagnen-Journalismus und Käuflichkeit.

Attacken schweißen Journalisten zusammen.

Die Reaktion der Verlags-Branche, die sich zu Unrecht den Vorwürfen ausgesetzt fühlt, ist eindeutig. Keine Spur von Selbstreflexion oder einer sachgerechten Auseinandersetzung mit den teils polemisch vorgetragenen Vorwürfen. In der Ablehnung, sich mit der Kritik auseinanderzusetzen, sind sich die führenden Verlage der Nation einig.

Kein Wunder also, dass "Lügenpresse" zum Unwort des Jahres 2014 gewählt wurde.

Es sei zwar richtig, "dass Mediensprache eines kritischen Blicks bedarf und nicht alles, was in der Presse steht, auch wahr ist", schreibt die Jury zur Begründung ihrer Entscheidung. Dennoch gelte: "Eine solche pauschale Verurteilung verhindert fundierte Medienkritik und leistet somit einen Beitrag zur Gefährdung der für die Demokratie so wichtigen Pressefreiheit."

Vorwurf der Käuflichkeit gegen FAZ.

Skandalwerk in den<br />Bestsellerlisten:<br /> Udo Ulfkotte -<br /> Gekaufte Journalisten
Skandalwerk in den
Bestsellerlisten:
Udo Ulfkotte -
Gekaufte Journalisten
Besonders entsetzt waren viele Journalisten über Munition für die Kritiker, die aus den eigenen Reihen geliefert wurde. Die Frustration entlud sich vor allem über dem Herausgeber des kleinen Kopp-Verlags, den ehemaligen FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte.

In seinem jüngsten Werk "Gekaufte Journalisten" rechnet der Herausgeber diverser Bücher, die im Eigenverlag veröffentlicht wurden, mit Deutschlands Massenmedien ab. Ulfkotte sieht die Medien als Sprachrohre der Hochfinanz und Politik. Insbesondere seine ehemalige Arbeitgeberin, die FAZ, kommt in dem Werk, als verlängerter Arm der NATO-Pressestelle, außerordentlich schlecht weg.

Während Ulfkottes Werk bei den Lesern für Begeisterung sorgte und Topplatzierungen in den Bestsellerlisten eroberte, kam aus der Medienbranche nur Kritik. Das Buch sei unsachlich und übertrieben, der Autor könne "zwischen Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden".

FAZ-Herausgeber Günther Nonnenmacher nennt die erhobenen Vorwürfe "lächerlich und abstrus". Die beschriebenen Geschichten aus seiner Zeit bei der FAZ habe Ulfkotte mit den Jahren ordentlich verzerrt.

Auch Stefan Niggermeyer, lange Jahre Medienjournalist bei der FAZ, kommentiert Ulfkotte in seinem Blog:

Zitat:


Inzwischen hat er einen Weg gefunden, aus solchen Geschichten Bestsellermaterial zu machen. Er stellt sein persönliches Versagen nachträglich als System dar. Dass die FAZ und vage als "renommierte deutsche Zeitungen" bezeichnete Medien sich willentlich zum Handlanger des deutschen Auslandsgeheimdienstes machen und von ihm Artikel diktieren ließen, ist aber eine bloße Behauptung - die auch noch dem widerspricht, was er selbst vor acht - Jahren über den Fall veröffentlichte.


Die Süddeutsche Zeitung kämpft mit einem Korruptionsskandal.


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