GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 07.10.2016

Zürcher Kantonalbank Österreich AG: Europa wird seine Dämonen nicht los


Von Benedikt Seitz, München, und Petra Schmid, Salzburg

Convent Politische Risiken wie die Brexit-Diskussion oder die Flüchtlingskrise sorgen dafür, dass das Wirtschaftswachstum in Europa gedämpft bleibt.

Nationale wirtschaftspolitische Interessen erschweren zudem eine koordinierte und wirkungsvolle fiskalpolitische Konjunkturförderung in der Eurozone. In den USA dreht sich langsam aber sicher alles um die Präsidentschaftswahl im November, die Schwellenländer verspüren Rückenwind. Was die Geldanlage betrifft, spricht das globale Umfeld für Dividendenpapiere und historisch gesehen sind für das Schlussquartal steigende Kursnotierungen bei Aktien zu erwarten.

Ein kurzer Rückblick zeigt, dass die globalen Aktienmärkte im September 2016 leicht nachgaben. Für Verunsicherung am Monatsende sorgten vor allem schlechte Nachrichten aus dem europäischen Bankensektor. Die Kurse der als sicher geltenden Staatsanleihen waren aufgrund geldpolitischer Enttäuschungen anfänglich im Minus, legten aber leicht zu. Negative Renditen prägen weiterhin weite Teile der Zinslandschaft.

"Der US-Dollar verlor gegenüber den meisten Währungen an Wert, weil die Fed ihre Leitzinserhöhung weiter aufschob. Dem Pfund schadet nach wie vor die Brexit-Debatte, die Preise für Öl und Metalle stiegen hingegen", analysiert Christian Nemeth, Chief Investment Officer und Vorstandsmitglied der Zürcher Kantonalbank Österreich AG, im aktuellen Marktausblick der Privatbank gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.

Politische Risiken hemmen Europas Wachstum

In der Eurozone gibt es gleich mehrere Faktoren, die für eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sorgen. Neben der Diskussion um den Brexit, dem bevorstehenden Verfassungsreferendum in Italien Anfang Dezember und der Flüchtlingskrise ist auch eine zunehmende EU-Verdrossenheit der Bürger festzustellen. Anders als erwartet hat die EZB in ihrer jüngsten Ratssitzung keine Verlängerung des noch bis März 2017 laufenden Anleihenkaufprogramms beschlossen.

"Wir erachten die Fortsetzung des Programms jedoch nur als aufgeschoben", ist Nemeth nach wie vor davon überzeugt, dass diese Form von Konjunkturimpuls in die nächste Runde geht. Auf dem jüngsten G20-Gipfel wurde auch wieder verstärkt über fiskalpolitische Stimulierungen diskutiert. "Für die Eurozone sehen wir diesbezüglich aber wenig Potenzial. Es wäre zwar Spielraum vorhanden, weil die Staatsschulden der Mitgliedsländer im Verhältnis zum BIP insgesamt deutlich niedriger sind als beispielsweise in den USA. Nationale wirtschaftspolitische Interessen innerhalb der Währungsgemeinschaft machen eine koordinierte, wirkungsvolle Konjunkturförderung derzeit jedoch unmöglich", macht Nemeth deutlich.

USA im Wahl-Fieber, Schwellenländer mit Rückenwind:

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Info: Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ist ein auf Private Banking - insbesondere die professionelle Betreuung von wohlhabenden Privatpersonen und Familien, Stiftungen sowie Unternehmen - in Österreich und Süddeutschland spezialisiertes Institut. An den beiden Unternehmensstandorten Salzburg und Wien sind mehr als 80 Mitarbeiter beschäftigt. Aktuell verwaltet die Bank ein Kundenvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro und verzeichnet ein jährliches Wachstum von 15 bis 20 Prozent. Beim österreichischen Dachfonds Award 2015 des GELD-Magazins wurden Portfolios des Hauses mit den Plätzen eins, zwei und drei ausgezeichnet.

Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ist eine 100-prozentige Tochter der Zürcher Kantonalbank, Zürich. Das Schweizer Traditionshaus blickt auf eine mehr als 140-jährige Geschichte zurück und gilt heute als sicherste Universalbank der Welt. Als einziges Universalbank-Institut weltweit besitzt die Zürcher Kantonalbank, Zürich ein Triple-A-Rating aller drei großen internationalen Ratingagenturen (Moody's, S&P und Fitch).

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