GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 04.06.2009

Schnelles Geld für Bausparer


Gute Nachrichten für Bausparer. Bausparkassen dürfen ab sofort Blankodarlehen bis zu 30.000 Euro ohne Eintragung einer Grundschuld vergeben.

Bislang duften die Kassen ohne Grundschuldsicherung nur 5.000 Euro (aus nichtkollektem Vermögen) und 10.000 Euro (aus Kollektivgeld) verleihen. Darüber hinaus konnten Bausparer in der Vergangenheit bis zu 15.000 Euro bekommen, wenn sie sich verpflichteten, ihre Immobilie nicht zu verpfänden oder zu verkaufen. Diese ganzen Unterscheidungen hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aus Bonn in Nordrhein-Westfalen jetzt aus der alten Bausparkassenverordnung (19.12.1990 und 21.12.2000) herausgeworfen. Alle Blankodarlehen sind einheitlich auf 30.000 Euro erhöht.

Und auch in die Darlehen, die im Grundbuch eingetragen werden müssen, ist Bewegung gekommen. Um bei der Zuteilung auch bei größeren Darlehenssummen für Häuser oder Wohnungen nicht länger warten zu müssen als Bausparer mit kleineren Darlehen, wurde die Grenze für Normalbausparverträge von 225.000 Euro auf 300.000 Euro angehoben. Erst Darlehen über 300.000 Euro gelten künftig als Großbausparverträge und sind aus dem kollektiven Zuteilungszyklus herausgenommen.

Begründet wird die Neuregelung der Bausparkassenverordnung mit gestiegenen Preisen. Zudem werde mit den höheren Blankodarlehen Wohnungsinhabern geholfen, notwendige Reparaturen, Modernisierungen und Umbauten vorzunehmen, ohne die Kosten für eine notarielle Grundbucheingragung tragen zu müssen.

Die BaFin führt dazu aus: "Wenn Bausparkassen hierfür keine bedarfsgerechten Produkte zur Verfügung stellen könnten, bestünde die Gefahr, dass diese wichtige Kundengruppe zu anderen Kreditinstituten, die insbesondere über Konsumentenkredite unbesicherte Darlehen fast uneingeschränkt gewähren dürfen, abwandern würde."

Einen finanziellen Nachteil für die Bausparkassen sehe man nicht. Die BaFin weiter: "Das durch die Erhöhung der Betragsgrenzen entstehende Risiko ist überschaubar. So sind die Ausfallrisiken bei Blankodarlehen und Darlehen gegen Verpflichtungserklärungen zwar rund doppelt so hoch wie bei besicherten Darlehen, werden aber in der Regel durch entsprechende Margen verdient. Da zudem die Zahlungsmoral der Kunden im Bereich der wohnwirtschaftlichen Darlehen zumeist höher ist als bei Konsumentenkrediten, liegen die durchschnittlichen Ausfallquoten bei Bausparkassen im Blankosegment immer noch erheblich unter denen von Universalbanken."

Eine Kumulierung von Blankodarlehen (mehrere gleichzeitig) bleibt weiterhin verboten. Eine Bausparkasse darf nur bis zu 30 Prozent ihres Gesamtdarlehensvolumens als Blankodarlehen ausgeben.

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