GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 22.06.2009

ACI-Dubai-Fonds - inklusive Lear Jet für den Juniorchef


Pass abgenommen: ACI-Chef<br /> Robin Lohmann (34)<br /> in Dubai©ACI
Pass abgenommen: ACI-Chef
Robin Lohmann (34)
in Dubai©ACI
Robin Lohmann (34) ist in Deutschland Juniorchef des Fondsinitiators Alternative Capital Invest (ACI) aus Gütersloh in Nordrhein-Westfalen. In Dubai und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist er der Herr der Sportlegenden-Tower mit den Namenszügen von Niki Lauda, Boris Becker und Michael Schumacher.

Hinzu kommen etliche weitere medienwirksam inszenierte Megapro- jekte wie ein Tennis-Resort in Ras Al Khaimah sowie zahlreiche Immobilienvertriebsprojekte des "Master of Flip".


Man verlieh ihm als erstem Deutschen den "CEO Middle East Award 2008" im Bereich "Innovationen", nachdem seine Firma ACI mit dem Michael Schumacher Projekt bereits zuvor den Arabian Property Award 2008, Kategorie "Best Branded Development" erhielt. In Dubai wurden er und seine Managementkollegen - unter ihnen Marc Hühn, Sanjay Chimnani und Jörg Grunwald ? von Einzelnen schon als die "Superheroes in Real Estate" bezeichnet.

Aber, wie man in Dubai ebenfalls erfährt, kaufte sich Robin Lohmann offenbar lieber teure Luxuskarossen (Maybach, Ferrari), Jachten und Flugzeuge, darunter einen Lear Jet für 17 Millionen Euro, anstatt die seit mehr als fünf Jahren von über 8.000 deutschen und österreichischen Anlegern eingesammelten 300 Millionen Euro in seine Bauprojekte zu stecken. Lohmann soll die Anlegergelder wie seine persönliche Kriegskasse behandelt haben. Deutschen Firmen bot Lohmann von Dubai aus sein eigenes kapitalkräftiges Engagement als ?Weisser Ritter? über Unternehmensbeteiligungen an. Ein Unternehmer berichtete dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net: ?Der Lohmann tat so, als könne er ganz persönlich über das viele Geld verfügen.? Tatsächlich hat ACI all die Jahre bei ihren bislang sieben aufgelegten Dubai-Fonds keine externe Mittelverwendungskontrolle bestellt, sich also nur selbst ?kontrolliert?.

Staatsanwaltschaft und Immobilien-Regulierungsbehörde in Dubai ermitteln gegen ACI und deren Führungscrew wegen Zweckentfremdung von Anleger- und Investorengeldern, die nach Dubais Law No. 8 aus 2007 strikt auf Treuhandkonten zu führen sind. Lohmann Junior und sein Projektdirektor Grunwald scheinen das alleine durchfechten zu müssen ? Marc Hühn ist mittlerweile in eine renommierte deutsche Vermögensverwaltungs- gesellschaft im Düsseldorfer Media Hafen eingestiegen, Sanjay Chimnani soll in Indien untergetaucht sein. Robin Lohmann hat hingegen seinen Pass in Dubai hinterlegen müssen.

GoMoPa-Experte Martin Kraeter<br />©KLP Group
GoMoPa-Experte Martin Kraeter
©KLP Group
Den ACI-Türmen ging wohl schon vor dem Einbruch der Finanzkrise die Puste aus, da alleine die Namensgebung zuvor für die Fonds mit Lizenzzahlungen von rund 8 Millionen Euro zu Buche schlug. GoMoPa-Korrespondent Martin Kraeter (45): ?Die Bauzeit für einen Tower in Dubai beträgt üblicherweise zwei bis maximal drei Jahre. Die Fertigstellung für den Boris Becker Business Tower ließ Lohmann öffentlich ins Jahr 2012 verlegen. Das Geld der Anleger floss bis Frühjahr 2009 reichlich in hochhausgroße Werbeplakate entlang Dubais Prachtstraßen sowie ganzseitige Zeitungsanzeigen. Statt Hochhäusern oder Towern gibt es nur Baugruben, bei denen es entweder gar nicht oder nur im Schneckentempo vorangeht.?

Dennoch war ACI immer wieder für Überraschungen und ?positive Marktkommunikation? gut. Die Investitionsobjekte der II. bis V. Dubai Tower Fonds KGs, zu denen auch der überwiegende Teil der Promi-Türme gehören, wurden Ende Dezember 2008 auf einen Schlag verkauft. Ergebnis für die ACI-Anleger: Eine Schlusszahlung im Volumen von 60 Millionen Euro aus der vorzeitigen Auflösung der Fonds, fällig im März 2009.

Doch der angebliche Käufer - eine Yama International LLC aus Dubai, die man bislang nur aus dem Handel mit Holzkohle kannte ? hat den Kaufpreis bisher nicht überwiesen. Dieses doch mehr oder weniger wesentliche Problem in der Verwertung teilte Senior-Chef Uwe Lohmann (64) seinen Gesellschaftern allerdings erst Ende April schriftlich mit: Yama habe keinen Kredit für die Projekte auf dem Reißbrett bekommen. Die schlechte Nachricht an die Anleger fasst Lohmann Senior so zusammen: ?Zu unserem Bedauern werden sich Schlusszahlungen verzögern.?

In Dubai investierte Robin Lohmann inzwischen auch in Dienstleistungen. GoMoPa-Korrespondent Martin Kraeter (45) berichtet aus Dubai: ?Die ACI will offenbar einen Teil der überfälligen Schlusszahlungen mit Gärtnerei, dem Reinigen von Swimming Pools und mit Schädlingsbekämpfung (Pest Control) verdienen. Allerorts liest man in Dubai diesbezügliche Anzeigen der ACI.?

Natürlich wissen Lohmann Senior und Junior, dass sich die Anleger so etwas nicht bieten lassen. Zumal in Deutschland schon lange die Intransparenz der Verwendung der Fondsgelder kritisiert wurde.

Der ?Rettungsplan? der ACI-Bosse ? ein sorgsam geschnürtes Sicherheitenpaket

Zur Beruhigung der Gemüter zauberten die Lohmanns Ende Mai einen Rettungsplan aus dem Ärmel, dem die Anleger auf der Gesellschafterversammlung am 26. Juni 2009 ihren Segen geben sollen. Die ACI-Webseite gibt sich dabei fast kämpferisch: ?Die ACI weist an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass das Kapital der Anleger weitestgehend gesichert ist!? Abgestimmt werden soll per Fax oder E-Mail. Wer seine Stimme nicht selbst abgibt, für den übernimmt das vertragsgemäß die entsprechende Treuhandkommanditistin. Die Lohmannschen Eckpunkte sind:

Erstens: Ein ?Portfolio von vollständig bezahlten Reservierungsverträgen, die sich auf den Kauf einer Zahl von Einheiten und Stockwerken in verschiedenen Towers, die in den VAE errichtet werden sollen? wird von einer der ACI nahe stehende Gesellschaft, der Falcon International Investment Group Limited (auch Falcon LLC genannt) unter Leitung von ACI-Juniorchef Robin Lohmann, ohne Anerkennung einer Rechtspflicht an die Fonds abgetreten. Die Falcon selbst soll diese Sicherheiten im ?Nennwert? von angeblich über 100 Millionen Euro dann bestmöglich weiterverwerten. Yama ist dann kein Thema mehr ? die Investitionsobjekte, die an Yama verkauft worden sein sollen, allerdings auch nicht mehr. Das ganze erscheint als ?Sicherheiten-Abtretungsvertrag mit Exitstrategie? a la Lohmann.

Zweitens: Bestellung eines Dreiergremiums zur Prüfung der alten und zur Überwachung der neuen Geschäfte. Benannt wurden die ACI-Fondsvermittler Rainer Regenery, Berthold Michel und Matthias Moosmann.

Drittens: Wer rechtliche Schritte gegen die ACI einleitet, verliert jeglichen Anspruch aus der Verwertung der Sicherheiten und muss warten, bis Geld aus der Kaufpreiszahlung oder woher auch immer fließt.

Vorsicht - Die Gesellschafterversammlung ist eine Falle!

Die abzustimmenden Anträge der außerordentlichen Gesellschafterversammlung sind nach Ansicht des Dubai-Treuhänders und GoMoPa-Korrespondenten Martin Kraeter von der KLP Group Emirates eine Falle für die Fondsanleger. Warum?

Kraeter: ?Die Werthaltigkeit von Reservierungsverträgen halte ich gerade nach der hier abgelaufenen Bubble Burst gerade bei den sogenannten Off-Plan-Immobilien - also den verkauften Projekten auf der Basis von Reißbrett, Marketingbroschüre oder noch weniger - für mehr als fraglich. Wird ein Reservierungsvertrag nicht gemäß Kaufpreis-Ratenplan bedient, entfällt die Grundlage des Vertrages. Eine Rückerstattung der Reservierungsgebühr - das, was ja zunächst einmal den Substanzwert ausmachen soll - ist nach hiesiger Rechtslage und Praxis ausgeschlossen.

Das heißt: Den Wert des Reservierungsvertrages kann ich nur aufrecht erhalten, indem ich den Vertrag erfülle - nämlich vereinbarungsgemäß die Kaufpreisraten zahle. ACI lässt hier natürlich selbstverständlich nicht offen, wer die Pflichten aus den Reservierungsverträgen neben angeblichen Rechten mit übernimmt: die Fonds-KGs und damit die Anleger! Die Fondsanleger sollen freiwillig eine Zwangsjacke anziehen und mit auf den Rücken gebundenen Händen zuschauen, wie ihre Gelder restlos verschwinden. Sie sollen die vergangenen und wohl direkt auch die zukünftigen Fehler der Lohmanns abnicken. Und dabei auch noch mit ihren investierten wie auch wohl dann noch nachzuschießenden Geldern für alle Kosten und Risiken gerade stehen.?

Was sind denn die Fehler der Lohmanns?

Kraeter: ?Das fing eigentlich beim angeblichen Verkauf an, den ich immer noch für einen Bluff halte. Alle Investitionsprojekte von vier großen Fondsgesellschaften in einem Paket an einen einzigen Käufer zu veräußern, der nicht einmal flüssig ist ? das ist ein Risikohandeln, welches kaum zu überbieten ist. Man kann doch nicht Auflösung und Verwertung von vier Fonds auf eine einzige Karte setzen. Der im Kaufvertrag vom Dezember 2008 festgesetzte Preis für Projekte wird sicherlich auch über dem heute üblichen Marktpreis gelegen haben. Es ist also kaum vorstellbar, dass ACI oder Falcon in nächster Zeit so einen Kaufpreis erzielen werden. Vielleicht ist auch deswegen von den ursprünglichen Investitionsobjekten gar nicht mehr die Rede.?

Wie hätte sich denn eine seriöse Fondsgesellschaft verhalten?

Kraeter: ?Sie hätte dies zuallererst einmal zeitnah kommuniziert ? und nicht gut einen Monat später. Und das "In-die-Röhre-Schauen" hätte sie schon gar nicht mit angeblichen arabischen Geschäftsgepflogenheiten abzuschwächen versucht. Es ist ein Treppenwitz, wenn man in einem klassischen Vorauszahlungsland die Mär erzählt, man müsse warten bis Zahlungen überfällig sind, bevor man nachhakt.?

Warum hat sich die ACI denn überhaupt zu so einem Verkaufsdeal auf einen Schlag hinreißen lassen - egal, ob nun inszeniert oder nicht?

Kraeter: ?Auf Grund der Umstellung des Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) von Freistellung auf Anrechnung wurde zunächst die vorzeitige Auflösung der II. bis V. Fonds KGs mehrheitlich beschlossen, was sicher jeder andere Fondsanbieter ohne vermögensverwaltenden Charakter auch so getan hätte. Logisch, dass demzufolge auch noch in 2008 eine analoge Verwertung des Fondvermögens, also der Investitionsobjekte, erfolgen musste. Bei einer Verwertung im Jahre 2009 hätte ACI seinen Anlegern eine gut doppelt so hohe Rendite wie prognostiziert bieten müssen, damit die deutschen Anleger wegen der neuen Doppelbesteuerungsregeln keinen unerwarteten Verlust erleiden würden.

Nach altem DBA war die Ausschüttung praktisch steuerfrei. Nach neuem DBA ab 2009 muss die Ausschüttung in Deutschland voll versteuert werden, man darf allerdings die in Dubai gezahlten Steuern anrechnen. Da die aber Null betragen, kann man demzufolge auch beim deutschen Fiskus nichts abziehen. ACI kann erst mal nichts dafür, dass hier gleich zwei riesengroße Keulen zugleich auf sie eingeprügelt haben: Die dramatische Änderung des DBA und die noch dramatischeren Auswirkungen der Finanzkrise, bei denen sich schlecht Planrenditen mal eben verdoppeln lassen. Grund für diese Zwickmühle war aber sicherlich auch, dass ACI einfach zu lange von einer unveränderten Erneuerung des alten DBA ausgegangen ist. Das kann und darf aber nicht die Legitimation für vermutete Scheinverträge sein.?

Was ist daran schlimm, letztlich die Verantwortung für die Ausschüttungen auf eine neue Gesellschaft, die Falcon Limited, zu übertragen?

Kraeter: ?Daran ist ja grundsätzlich erst mal nichts auszusetzen. Wenn der Verwerter der Sicherheiten nicht zugleich der Abtretende ? und dann auch mindestens unter Leitung, wenn nicht sogar auch im Besitz, des ursprünglichen Fonds-Initiators - wäre. Der kritisierten Intransparenz von ACI wird so mit noch mehr Nebelkerzen begegnet. Der mir vorliegende Abtretungsvertrag ist zudem auf Grund umfangreicher Kündigungs- möglichkeiten für Falcon eine unverschämte Zwangsjacke für die Gesellschafter, frei nach dem Motto: "Wir können euch versprochene Gelder nicht zahlen. Einzelne fangen an Unregelmäßigkeiten zu vermuten. Wenn Ihr aber eure Ansprüche absichern wollt - haltet bloß den Mund".

Solche Kündigungsgründe sind ja wohl auch schon eingetreten - und damit ist dieser Sicherheitenvertrag alles andere als sicher. Nimmt man noch dazu, dass die gönnerhaft gestellten Sicherheiten gar keine sind, bedarf es eigentlich wirklich nicht der Annahme dieses wertlosen Stücks Papier. Stattdessen sollten die Gesellschafter Herrn Lohmann lieber fragen, aus welchen Töpfen eigentlich die diversen Anzahlungen in den vorgelegten Reservierungsobjekten in Höhe von über 10 Millionen Euro bezahlt wurden.?

Wie ist denn der von ACI vorgeschlagene Sicherheitenvertrag steuerlich zu werten?

Kraeter: ?Die Familie Lohmann hat offensichtlich nicht mit einer Zahlungsunfähigkeit in Bezug auf die Ende März 2009 fälligen 60 Millionen Euro an die Anleger gerechnet. Und kommt jetzt mit diesem Abtretungstrick, der nichts weiter als Papiermauschelei ist, um den Anlegern bezüglich des Verlustes ihrer Gelder Sand in die Augen zu streuen. Die Verwertung der Sicherheiten ist ja auf den überfälligen Ausschüttungsbetrag begrenzt, ersetzt also klar Ansprüche aus dem Kaufvertrag 2008 vollinhaltlich. Die Sicherheiten können ja logischerweise erst frühestens am 26. Juni 2009 an die Fonds übergehen. Der gesamte Vorteil der vorzeitigen Fondsauflösung in 2008, nämlich die Steuerfreiheit der Ausschüttungen, wäre damit vom Tisch. Im Klartext: Auf eventuelle ? und von mir klar bezweifelte ? Ausschüttungen aus der Sicherheitenverwertung wäre in Deutschland Kapitalertragssteuer zu bezahlen, weil seit 1. Januar 2009 ein DBA mit Anrechnungsverfahren gilt.?

Was können denn die Anleger in dieser Situation tun? Stimmen sie der Abtretung zu, dürfen sie nicht einmal rechtliche Schritte einleiten und Schadenersatz fordern.

Kraeter: ?Selbstverständlich können Anleger auch bei Zustimmung rechtliche Schritte einleiten ? wenn sie sich darüber im Klaren sind, dass dann Falcon entweder den Abtretungsvertrag aufkündigen darf aber nicht muss ? sie aber selbst dann automatisch Gesellschafter 2. Klasse werden. Das heißt, ans Ende der Schlange und warten, bis Yama irgendwann mal den Kaufpreis zahlt. Der allerdings dann nicht mehr der Anspruch des Fonds, sondern der Anspruch von Falcon ist. Ich als Anleger würde sowohl gegen die Annahme des Sicherheitenvertrages als auch für die Auswechslung der Komplementär-GmbH stimmen.

Nur so kann einerseits die geforderte Transparenz erreicht werden und gleichzeitig ohne weitere Lohmann-Undurchsichtigkeiten versucht werden, zu retten was zu retten ist. Entweder es ergibt sich tatsächlich eine Chance auf Vereinnahmung des Kaufpreises von Yama. Oder die ja wohl bei endgültigem Scheitern des Kaufvertrages an die Fonds zurückfallenden Investitionsobjekte lassen sich anderweitig, vielleicht eben zeitversetzt, verwerten. Egal wie abgestimmt wird: Die Anleger sollten sich nicht entmündigen oder gar erpressen lassen, zum Beispiel auf ihr Klagerecht zu verzichten.

Allerdings bringen Klagen im jetzigen Stadium wohl wenig, solange noch immer der genaue Ablauf des Verkaufs und die einzelnen Probleme der vier Fonds unklar sind. Wie sind Status und Beschaffenheit der Fonds? Welche Investitionsobjekte kommen noch zum Tragen? Ich denke, die Anleger täten gut daran, das Ganze jetzt selbst in die Hand zu nehmen. Oder man sorgt konsequenter Weise dafür, dass die BaFin alle Fonds unter Kuratel stellen lässt - also den Austausch des kompletten Fondsmanagements anordnet. So eine Zwangsverwaltung wird von der BaFin regelmäßig bei Bankenzusammenbrüchen angeordnet.?

Aber die Lohmanns wollen doch ein Kontrollgremium aus drei Vermittlern einsetzen, genügt das nicht?

Kraeter: ?Klares Nein. Wenn, dann muss eine unabhängige Instanz zur Mittelverwendung eingesetzt werden. Sonst geht das doch genau so weiter wie bisher. Das Dreiergremium soll sich aus Fondsvermittlern zusammensetzen, die zum Beispiel bei Zweckentfremdung selbst Vermittlerhaftung zu befürchten haben ? sie werden wohl deckeln, was zu deckeln geht. Ich glaube, gerade die Vermittler haben auch noch nicht erkannt, dass der Sicherheitenvertrag geradezu ein Aufruf an die Anleger ist - wenn sie schon klagen wollen, dann gegen die Vermittler und nicht gegen die Initiatoren.?

Welche Strafen sieht denn das arabische Recht für die Veruntreuung von Anlagegeldern vor?

Kraeter: ?Das Wirtschaftsstrafrecht der VAE sieht grundsätzlich bei kriminellen Tatbeständen drakonische Strafen ? in der Regel mehrjährige Gefängnisstrafen mit nachfolgender Ausweisung aus dem Land ? vor. Allerdings interessieren die Behörden hier die Zweckentfremdung, Veruntreuung oder Unterschlagung von Geldern ausländischer Anleger, die in aus hiesiger Sicht ausländische Firmen geflossen sind, gar nicht oder höchstens peripher. Wegen deutscher Anlagegelder wird Robin Lohmann wohl kaum seinen Pass abgegeben haben müssen. Das kann nur im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten hier vor Ort eine Rolle gespielt haben.?

Herr Kraeter, vielen Dank für diese Analyse.

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