GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 01.07.2009

Schluss mit Abzocke: EU-SMS 11 Cent


Ab heute kostet die Urlaubs-SMS vom Mittelmeer nach Deutschland und zurück nur noch maximal 11 Cent plus Mehrwertsteuer. In allen Netzen, auch bei wiederaufladbaren Karten. Das sagte der Sprecher der Verbraucherzentrale Bundesverband Christian Fronczak in Berlin dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net.

Quasselstrippen brauchen von der EU nach Deutschland nur noch 43 Cent (netto) pro Minute bezahlen und, wenn das Gespräch aus Deutschland kommt, darf die Minute nur noch höchstens 19 Cent (netto) kosten.

Einziger Wermutstropfen: Wer allerdings nicht auf die aktuellen Lotto- oder Bundesligaergebnisse im Internet verzichten will, sollte nach wie vor zurückhaltend sein. Denn beim sogenannten Datenroaming wurde das Preislimit lediglich auf 1 Euro pro MByte gesetzt. Sonderrufnummern sind von der Preisbegrenzung ausgenommen.

VZBV-Vorstand<br />Gerd Billen<br />©Weisse-Liste-Stiftung
VZBV-Vorstand
Gerd Billen
©Weisse-Liste-Stiftung
"Wer aus dem Urlaub an der Adria oder auf Mallorca telefonische Grüße oder eine SMS in die Heimat sendet, den wird künftig keine exorbitant hohe Telefonrechnung mehr schocken", begrüßt der Vorstandschef des Verbandes, Gerd Billen, die ab dem 1. Juli 2009 gültige weitere Absenkung der Preise für grenzüberschreitende Mobilfunkverbindungen.

Schrittweise Minutensenkungen bis 2011

Bis 2011 sollen diese Beträge im Jahresabstand schrittweise jeweils zum 1. Juli sinken. Nach Deutschland kosten dann die Sprachminuten ab 1. Juli 2010 nur noch maximal 39 Cent (netto) und ab 2011 nur noch 35 Cent (netto). Aus Deutschland bleiben die Minutenpreise auch 2010 bei maximal 19 Cent (netto) und sinken dann zum 1. Juli 1011 auf 15 Cent (netto). Die Maximal-SMS-Kosten sinken nicht weiter, sie bleiben auch in den nächsten Jahren bei maximal 11 Cent (netto), egal von wo nach wo innerhalb der EU. Das sage Christian Fronczak gegenüber GoMoPa.

Endlich Ausweitung auf SMS und Datenroaming

Über viele Jahre hatten die Verbraucher unangemessen hohe Preise für grenzüberschreitendes Telefonieren (Sprachroaming) innerhalb Europas zahlen müssen. Erst 2007 wurde mit der europäischen Roamingverordnung von der EU-Kommission mit Zustimmung des Europäischen Parlaments dem grenzenlosen Preisgebaren der Anbieter ein Riegel vorgeschoben. Die ursprünglichen Preisvorgaben der Verordnung wurden zwischenzeitlich fortgeschrieben, ihr Geltungsbereich auf den SMS-Versand beziehungsweise Empfang und die mobile Internetnutzung via Handy (Datenroaming) ausgeweitet.

Datenroaming nach wie vor teuer

Grundsätzlich positiv bewertet der Verbraucherzentrale Bundesverband, dass erstmalig auch das Herunterladen von Daten in den Geltungsbereich der Roaming-Verordnung einbezogen ist. Für einige Verbraucher gab es nach der Nutzung des mobilen Internets im Urlaub böse Überraschungen beim Blick auf die Telefonrechnung. Rechnungen über mehrere Tausend Euro waren keine Seltenheit. Solche Schockerlebnisse sollen nach dem Willen der Europäischen Union der Vergangenheit angehören.

Allerdings ist dieser Vorsatz nach Auffassung des Verbraucherzentrale Bundesverbands auf halbem Wege stehen geblieben. So ist das Limit von 1 Euro pro 1 MByte auf der Großhandelsebene eindeutig zu hoch angesetzt, wenngleich es bis 2012 auf 0,50 Cents pro 1 MByte sinken soll. Denn bereits heute gibt es Einzelangebote von 25 Cent 1 MByte.

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