GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 21.07.2009

Im Visier der Internetmafia


Adressen über<br /> Test-Spiele: Boss<br /> Valentin Fritzmann (25)<br /> aus Wien©InQnet
Adressen über
Test-Spiele: Boss
Valentin Fritzmann (25)
aus Wien©InQnet
Seit drei Jahren überschwemmen Inkassofirmen mit Millionen von Mahnschreiben Briefkästen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie sind irgenwann der Nächste - es ist nur eine Frage der Zeit. Denn es reicht, wenn Sie im Internet ein Spiel testen, einen Song hören, einen Film ansehen, ein Programm downloaden oder Ihren IQ ermitteln.

Wie das funktioniert, deckte jetzt der Finanznachrichtendienst www.gomopa.net mit Hilfe eines Insiders auf. Die Hintermänner sitzen demnach in Wien, die Eintreiber in Deutschland. Von einem zur Post ausgebauten Büro in Vlotho (8.000 Einwohner) im Teutoburger Wald (Westfalen) werden jedes Jahr 2,2 Millionen Mahnbriefe verschickt. Die Einnahmen daraus betragen jährlich Millionen von Euro.

Die Handlanger dürfen sich eine Provision von 7 Prozent in bar entnehmen. Der Rest geht an die Mutterfirma InQnet. Die sitzt in Österreich an Wiens teuerster Adresse, im 16. Obergeschoss des Galaxy Tower in der Praterstraße. Chef der Firma ist Ferrari-Fahrer Valentin F. (25), der sich selbst als Business-Angel feiert, weil er so viele Arbeitsplätze schafft. Der Jungunternehmer hat Zugriff auf alle Inkassokonten.

Die Wiener Firma kaufte sich letztes Jahr die Szene-Seite Gulli.com mit 900.000 registrierten Usern, eine der größten Seiten im deutschsprachigen Internet. Wer seitdem auf Gulli nach einem Programm sucht, wird auf die Bezahlseite Firstload umgeleitet. Sie gehört Valentins Vater, Dr. Robert F. (50). Auf dieser Seite kann man 14 Tage lang kostenlos Programme herunterladen. Dazu muss man sich mit allen Daten anmelden. Außerdem lässt der Junior-Chef in München und Hermanstadt (Sibiu) in Rumänien Browserspiele und Popups (Gewinnen Sie einen Z4) entwickeln. Macht man da mit, sitzt man in der Adressenfalle.

Selbst vor Computerkriminalität scheinen die Hintermänner nicht zurückzuschrecken, um kritische Stimmen zu unterbinden. Auch GoMoPa ist nach der Recherche ins Visier geraten.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits und hat die ersten Konten mit Millionenbeträgen eingefroren. Ob damit das gesamte Geflecht einstürzt, ist fraglich. Denn die Macher haben bereits neue Pläne, um die Umsatzeinbußen zu kompensieren. Mehr über die Internet-Mafia unter GoMoPa:

» So kaperte der Wiener Schlawiner den Piratenkreuzer Gulli.com
» Megadownloads: Staatsanwaltschaft erstickt fast vor Anzeigenflut
» Gulli.com: das Vorzeigportal der Internetmafia
» Die Operationszentrale der Internetmafia
» Mega-Downloads: Keiner hält den Kopf hin
» Mega-Downloads KO - Staatsanwalt sucht Opfer

Die Staatsanwaltschaft Hannover bittet weiter um Mitarbeit:

Alle Geschädigten von Mega-Downloads.net, die von der L & H GmbH in Hannover einen Brief bekommen haben und sich nie dort angemeldet haben, sollen sich schriftlich als Zeugen melden: Staatsanwaltschaft Hannover, Postfach 109, 30001 Hannover. Das Aktenzeichen lautet: 5302 Js 41769/09.

Weitere Information zum Thema
» Das Tagebuch eines Ex-Mitarbeiters der Internetmafia

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