GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 26.11.2009

BKA-Razzia: Kein Ladendiebstahl - sondern Terror, Datenklau und Kinderpornografie


Neue Erkenntnisse im Fall der aufgeflogenen Internet-Terror-Bande "Elite Crew", die mit Domains für Kinderpornografie, geklauten Kreditkartendaten oder als Auftragskiller für Firmenseiten im Internet handelten.

Wie Staatsanwältin Magister Michaela Schnell heute dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net bestätigte, ist der Kopf der Bande ein gewisser Dominik B. (19) aus Niederösterreich. Er wurde am 24. November 2009 um 17 Uhr in seinem Heimatort Retz (4.284 Einwohner) festgenommen und kam aufgrund eines Haftbefehls in Untersuchungshaft. Drei weitere Crew-Mitglieder wurden vorläufig festgenommen. 46 Mitglieder zwischen 15 und 26 Jahren aus ganz Deutschland, darunter Berlin, München und allein acht Verdächtige aus Nordrhein-Westfalen, bekamen Haus- und Bürodurchsuchungen. 200 Beamte waren allein in Deutschland im Einsatz.

Der von einem Informanten aus der Hackerszene zunächst als Kopf der Bande bezeichnete Informatikstudent Dominik H. (21) aus Klosterneuburg hat sich nach GoMoPa-Recherchen als mutmasslicher Komplize herausgestellt. Er soll tatsächlich aus dem näheren Umfeld des Cyberterroristen B. stammen. Der Cyber-Crime-Chef hat sich zur Tarnung jedoch oft hinter dem Namen von Dominik H. versteckt.

Dominik H. bietet allerdings selbst auf seiner eigenen Homepage im Internet Programme an, mit denen man andere Internetnutzer wirtschaftlich ruinieren kann. Das sind Programme, mit denen man Computer zum Überlaufen oder zum Einfrieren bringen kann, und zwar für alle Windows-Programme. H. ist also "nur" ein Waffenhändler des Internet-Terrorismus.

Seit einem Jahr sind die deutschen und österreichischen Fahnder der "Elite-Crew" um Dominik B. auf der Spur. Der 19-jährige soll einen ordentlichen Studium nachgehen. Von der dunklen Seite des etwas pummeligen Jungen ahnte kaum jemand etwas.

"Ich glaube nicht, dass Dominik jemals vorhatte, einen Beruf zu ergreifen", sagt ein Szene-Informant aus München (17) gegenüber GoMoPa. Der Informant hatte sich auf die Internetseite der Bande gehackt und konnte sich den ganzen Message-Verkehr des Administrators mit Bandenmitglieder und Kunden ansehen. Eine halbe Millionen Schriftdaten hat er gesichert und an GoMoPa weitergeleitet. Denn aus dem Datenverkehr ging auch hervor, dass GoMoPa im September und Oktober 2009 für fünf Wochen mit massiven DDOS-Attacken (Massenmüllanfragen) lahm gelegt wurde. Für jeweils fünf Tage hatte der Auftraggeber 5.000 Euro gezahlt. GoMoPa hatte daraufhin eine Million Dollar Belohnung für die Ergreifung und Verurteilung des Auftraggebers ausgelobt. GoMoPa hat das Material der federführenden Staatsanwaltschaft für das Gesamtverfahren gegen die Bande in Bonn übergeben. Der Abteilungsleiter und Pressesprecher Fred Apostel versprach: "Wir kriegen die Auftraggeber, darauf können Sie sich verlassen."

Aus den Protokollen, die GoMoPa in Kopie vorliegen, ergeben sich Anhaltspunkte, dass einer der Auftraggeber in Berlin sitzen könnte und zu einer Gruppe von Fonds-Initiatoren gehören solle. Wobei die endgültige Sichtung des Materials wegen des Umfangs noch nicht abgeschlossen ist.

Deutschlands oberster Polizist, BKA-Präsident Jörg Ziercke, wertete das Auffliegen der Bande als ersten bedeutsamen Schlag gegen die so genannte Underground Economy.

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