GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 06.01.2010

Existenzfalle: Auslandskredite durch Zertifikate


Ein Auslandskredit ohne Sicherheiten sei kein Problem, wenn man im Ausland eine Aktiengesellschaft gründet und sich für diese Gesellschaft ein Vermögens-Zertifikat (Certificate of Deposit) ausstellen lässt. Das wird immer wieder von geschäftstüchtigen Finanzvermittlern behauptet. Doch meist sind die Zertifikate frei erfunden und der Antragsteller steht bei der Bank am Ende als Krimineller dar. Eine Existenzfalle.

Einer, der das Finanzmodell unverfroren anbietet, kommt aus Lachendorf in Niedersachsen. Die Samtgemeinde hat wegen ihrer Papierfabrik und der Restaurierung alter Filme einen ansehnlichen Ruf. Und ein ehemaliger Lachendorfer, nämlich Wilhelm Truman, war sogar der Ururgroßvater des 33. USA-Präsidenten, Harry S. Truman (1945 bis 1953 im Amt). Sollte nun ein Tipp eines Finanzvermittlers aus diesem Ort wirklich so schlecht sein? Leider ja. Ein deutscher Existenzgründer, der sich auf das Geschäft mit dem Lachendorfer Finanzvermittler einließ, schilderte dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net, wie er Schritt für Schritt hereingelegt wurde.

1. Schritt: Eine Anzahlung von 13.000 Euro in bar in einem Cafe

Der deutsche Unternehmer brauchte dringend ein Darlehen über 160.000 Euro. Zu seiner Hausbank konnte er nicht gehen, weil er nicht genügend Sicherheiten bot. Der Finanzvermittler aus Lachendorf versprach die Lösung. Der Unternehmer musste lediglich 13.000 Euro in bar zusammenbekommen und auf den Tisch packen. Dann würde man einen Kredit über die gewünschte Summe von der First National Commonwealth Bank in London besorgen. Der Finanzvermittler würde das mit einem Profi aus Ham in Frankreich erledigen. Man müsse allerdings nach Saarbrücken fahren, um dort die Anzahlung an den Profi persönlich vorzunehmen. Denn der Profi habe seine Unternehmensberatung in Frankreich und käme extra für das Geschäft von Frankreich nach Deutschland.

Tatsächlich traf der Unternehmer dann diesen Profi auch in einem Cafe in Saarbrücken. Bevor er jedoch das Bargeld aus der Hand gab, wollte er wissen, welche Sicherheiten er hätte. Eine mündliche Zusage auf den Kredit reichte ihm nicht.

Der Profi aus Frankreich und der Finanzvermittler stellten dem Unternehmer einen Wechsel aus, den er zurückgeben müsse, wenn die beiden Finanzdienstleister alle Voraussetzungen für den Kredit in London erfüllt hätten. Der Unternehmer war einverstanden.

Der Deal sah folgendermaßen aus, so der Unternehmer:

Zitat:


Ich hatte eine Aktiengesellschaft in den USA zu gründen. Zudem war durch diese neu gegründete Firma ein Certificate of Deposit bei einer Firma in der Schweiz (Basel Trust Corporation aus Zug) zu kaufen, welches besagte, dass ich 208.000 Euro bei dieser Treuhandgesellschaft deponiert habe.

Als Sicherheit für dieses Certificate of Deposit wurde meinerseits ein Wechsel ausgestellt. Anschließend sollte ich ein Existenzgründungsdarlehen bei der First National Commonwealth Bank in London unter meiner neu gegründeten und mit Sicherheiten ausgestatteten Unternehmung beantragen. Da ich aufgrund des Certificate of Deposit Sicherheiten in Höhe von etwa 130 Prozent nachweisen könne, wäre die Bewilligung eines Darlehens Formsache.

Der Finanzvermittler versicherte mir, dass schon viele der Kunden des Bevollmächtigen aus Frankreich, an den er mich vermitteln würde, auf diese Weise ein Darlehen erhalten hätten. Er würde diesen schon längere Zeit kennen, und man könne sich auf seine Worte verlassen. Da er ein sehr seriöses Auftreten hatte, glaubte ich ihm.


Außer dem Bargeld übergab der Unternehmer an den Franzosen noch sein zu Papier gebrachtes Projekt und einen dazugehörenden Geschäftsplan. Beides hatte der Unternehmer ins Englische übersetzen lassen, wie es der Finanzvermittler aus Lachendorf von ihm verlangt hatte. Diese Papiere sollten zusammen mit dem Darlehensantrag bei der finanzierenden Bank eingereicht werden.

2. Schritt: Da nichts geschah, reiste der Unternehmer dem Vermittler in den Skiurlaub nach

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