GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 07.01.2010

Kein Gold für Importeure


Goldkörner aus Westafrika
Goldkörner aus Westafrika
Private Gold-Importeure reisen mit Koffern voller Geld an die Goldküste Afrikas und kommen immer öfter ohne Gold und Geld zurück. Sie werden von einheimischen Minengesellschaften mit Niedrigpreisen angelockt. Ist das Geschäft dann vor Ort erledigt, das Gold bezahlt und verpackt, wird das Gold entweder gestohlen oder von der örtlichen Polizei beschlagnahmt.

Denn eine private Goldausfuhr aus Ghana, dem zweitgrößten Abbaugebiet Afrikas, ist verboten und wird mit mehreren Jahren Gefängnis bestraft.

Ausserdem bekommt kein privater Goldsucher aus dem Ausland in dem westafrikanischen Land eine Lizenz zum Schürfen des Edelmetalls. Das dürfen nur Einheimische. Oder große Konzerne, die dafür den Staat mit zehn Prozent an der Minengesellschaft beteiligen und drei Prozent von den Erlösen als Gebühr an den Staat abführen müssen. Diese Konzerne dürfen ihr Gold selbst ausführen. Privatpersonen müssen jedes Ausfuhr-Gramm bei der staatlichen Precious Minerals Marketing Company (PMMC, auch als Diamond House bekannt) in der Hafenstadt Accra anmelden und nur von dieser versenden lassen.

Das ist seit 24 Jahren durch das Bergbaugesetz Ghanas so geregelt. Dennoch locken einheimische Goldminenbesitzer immer wieder Deutsche, Schweizer und Österreicher für ein lukratives Geschäft nach Ghana. "Werden Sie Gold-Importeur" werben die Afrikaner mit Inseraten in deutschsprachigen Wirtschaftszeitungen und über Vermittler in Europa, die dafür 5.000 Euro Provision kassieren.

Einheimische Minenschürfer in Ghana©PMMC
Einheimische Minenschürfer in Ghana©PMMC
Das Angebot klingt phantastisch: Für eine Anzahlung von 38.000 Euro könne man zum Beispiel 77 Kilogramm Goldkörner mit einem Reinheitsgrad von 92 Prozent (Wert: 1,8 Millionen Euro) importieren. Man müsse das Gold nur persönlich abholen und die Anzahlung vor Ort in bar entrichten. Dann könne man das Gold in einer versiegelten Cargo-Kiste oder einfach im Handgepäck im Flieger mitnehmen. Ein Kofferträger käme auf Wunsch als Begleiter mit. Doch so schnell, wie man in Ghana das Gold gekauft hat, so schnell ist man es auch wieder los. Zwei Geschäftsleute schilderten dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net, wie sie in Afrika an der Nase herumgeführt wurden.

Der Empfang war herzlich

Mit 38.000 Euro in bar flog der frisch geworbene deutsche Goldimporteur nach Ghana. Er war voller Hochstimmung.

Zitat:


Ich witterte die Chance meines Lebens. Ich wurde in Accra von den Direktoren einer Adeshieman Company empfangen und zu einem abgelegenen Luxushotel gebracht, wo ich mich von der anstrengenden und für mich doch sehr aufregenden Reise erholte. Ich ging am Abend im Hotel-Swimmingpool schwimmen und fühlte mich prächtig.

Am nächsten Morgen wurde ich vom Chauffeur der Gesellschaft abgeholt und zum Büro in die Stadt gebracht. Vorher hatte ich dem Hotelmanager noch das Bargeld gegen Quittung zur Verwahrung übergeben.

Das Büro war sehr klein und ärmlich, jedoch erwarteten mich dort die sehr geschäftsmäßig gekleideten Direktoren und mehrere weitere Personen, um mit mir die Verhandlungen in Englisch bezüglich regelmäßigen Goldimports zu führen. Alle Personen waren sehr teuer gekleidet, und überall glänzte Gold an Fingern und Hals. Man konnte den Leuten jedenfalls ansehen, dass sie viel mit Gold zu tun hatten.


Seit 1986 wird in Ghana Gold in großem Stil abgebaut©google
Seit 1986 wird in Ghana Gold in großem Stil abgebaut©google
Der Deal sah vor, dass der Deutsche nach der Bezahlung 77 Kilo Gold aus den Minen der Gesellschaft in Empfang nehmen könnte. Das Gold sollte er per Luftfracht mit Lufthansa Cargo nach Deutschland schicken, wo er es dann für die Gesellschaft an eine Goldscheideanstalt, beispielsweise Degussa in Hanau, verkaufen würde.

Der Deutsche bräuchte kein Risiko einzugehen, denn er würde vor Anzahlung der 38.000 Euro das Gold sehen. Er dürfe sich davon auch eine Probe entnehmen und von einer weltweit bekannten Sachverständigenfirma für Edelmetallbegutachtung in Accra checken lassen. Außerdem bekäme er einen ordentlichen Liefervertrag.

Die Afrikaner hielten zunächst Wort. Der Deutsche:

Zitat:


Noch am gleichen Tag fuhren wir gemeinsam in die Bank, wo ich das Gold aus dem Tresor holen und begutachten konnte. Es waren etwa 77 Kilogramm.. Laut Aussage meiner Geschäftspartner wäre das Gold zu etwa 92 Prozent Feingold und zu etwa 8 Prozent verschmutzt. Ich durfte etwa 30 Gramm Goldkörner entnehmen, um diese zu prüfen oder durch eine Prüfungsgesellschaft prüfen zu lassen.

Gleichzeitig wurde mir eine Liste mit Baugeräten und Werkzeug ausgehändigt, die ich vom Erlös des verkauften Goldes nach Ghana liefern lassen sollte. Der Vertrag wurde aufgesetzt, von einem Notar verfasst und mit einer kleinen Zeremonie unterzeichnet und anschließend nach Übergabe des Bargelds gefeiert.


Die Afrikaner forderten plötzlich einen Nachschlag von 15.000 Euro

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