GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 03.02.2010

Jürgen Roth: Ungemach aus Sofia


Bestseller-Autor Jürgen Roth<br /> (64) aus Frankfurt am Main<br />
Bestseller-Autor Jürgen Roth
(64) aus Frankfurt am Main
"Ein Ex-Innenminister übt Rache", sagte der Frankfurter Enthüllungsautor Jürgen Roth (Mafialand Deutschland, Eichborn Verlag) dem Finanznach-richtendienst GoMoPa.net.

Erst am 25. November 2009 wurde Roth vom Leipziger Amtsgericht zu 60 Tagessätzen oder ersatzweise zwei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er öffentlich eine Leipziger Staatsanwältin kritisiert hatte, die 27 Strafverfahren gegen einen Leipziger Kinderschänder am Fließband einstellte, ehe der Taekwondo-Lehrer Etem Sarac (48) dann endlich verurteilt wurde. Gegen das Urteil hat Roth Berufung eingelegt.

Nun droht Roth neues Ungemach:

Will Rache:<br /> Rumen Petkov (62)
Will Rache:
Rumen Petkov (62)
Der bulgarische Ex-Innenminister Rumen Petkov (62, Bulgarische Sozialistische Partei BSP) bat die deutschen Behörden um Amtshilfe und will Roth in Sofia vor Gericht stellen lassen. Roth hatte über Petkov im Jahre 2008 auf seinem Internet-Blog und in seinem in Sofia erschienenen Buch "Die neuen bulgarischen Dämone" veröffentlicht, dass der damalige Innenminister in den Schmuggel von Amphetaminen (Aufputschdrogen wie zum Beispiel Speed und Ecstasy) verwickelt gewesen sei und Kontakte zu bekannten Mafiosi geknüpft haben soll.

Roth: "Ich war daher ein wenig mitverantwortlich dafür, dass Petkov sein Amt als Innenminister am 13. April 2008 verlassen musste. Ich verstehe ihn, dass er sich daher rächen und mich wegen Beleidigung am liebsten ins Gefängnis bringen würde.?

Der erste Verhandlungstermin war schon diese Woche am Montag (1. Februar 2010) vor dem Bezirksgericht in Sofia angesetzt. Beginn: 13 Uhr. Roth fuhr nicht hin. Obwohl ihm die Vorladung gleich von drei deutschen Polizisten an seinem Wohnsitz überbracht worden war.

Roth erinnert sich: "Drei Tage vor Prozessbeginn klingelte es bei mir. Es war Freitag gegen 22 Uhr. Ich dachte, wer kommt denn jetzt? Es war die Polizei. Was habe ich verbrochen, ging mir durch den Kopf. Die Beamten kamen zu dritt herauf. Einer sagte: Herr Roth, wir haben einen Schriftsatz, den müssen wir Ihnen übergeben. Eine internationale Rechtshilfe aus Bulgarien.

Ich nahm das Schreiben zwar entgegen, aber werde aus bestimmten Gründen nicht darauf reagieren. Da ich nicht nach Sofia fuhr, muss ich nun damit rechnen, dass der immer noch mächtige Petkov versucht, gegen mich einen Haftbefehl zu erwirken.

Leider haben deutsche Staatsanwälte und Richter keine Ahnung, wie weit Bulgariens Rechtsprechung von unserer entfernt ist, auch wenn das Land der EU beigetreten ist. Und man darf nicht vergessen, dass in Bulgarien kritische bulgarische Journalisten noch bis vor kurzem häufig schwer misshandelt oder ermordet wurden."

Der bulgarische Politiker hatte nach Roths Enthüllung öffentlich gefordert, dass man Jürgen Roth verprügeln müsste.

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