GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 10.02.2010

Schrottimmobilien-König Klinge: Wann schlägt die Justiz zu?


Convent Trotz 30 neuer Strafanzeigen ist der Schrott- Immobilien- König Thomas Klinge (44, Foto) aus Schöneberg noch immer auf freiem Fuß. Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung schieben die Akten lediglich hin und her. Derweil verscherbelt Klinge seine wertlosen Wohnungen munter weiter und treibt ahnungslose Polizisten, Lehrer und Krankenschwestern in eine ruinöse Kreditfalle.

Andere Schrottimmobilien-Händler machen wenigstens noch für 200 Euro pro Quadratmeter eine so genannte Pinselrenovierung, ehe sie die Billigwohnungen mit Aufschlägen von 30 bis 50 Prozent über dem realen Wert weiterverkaufen.

Thomas Klinge kassiert dagegen fast in jedem Fall so um die 300 Prozent, ohne etwas an den Wohnungen zu machen. Denn Klinge gibt sich nicht mit einer Sanierung oder Renovierung ab. Oftmals besorgt er sich nicht einmal die Schlüssel zu den heruntergekommenen Wohnungen. Die Käufer bekommen immer nur einen Hochglanz-Prospekt zu sehen. Woher sollen sie wissen, dass Klinge allen dieselbe Wohnung zeigen lässt.

Klinge zieht seit 2002 sein kriminelles Geschäft durch. Es dauerte ganze vier Jahre, ehe das Landeskriminalamt im Auftrag des Bundeskriminalamtes im Jahre 2006 bei Klinges T.K. Immobilien GmbH am Spandauer Damm 71 in Berlin Charlottenburg einrückte und kistenweise Beweismaterial sicherstellte. Vorwurf: Kreditanlagenbetrug und Geldwäsche.

Die Beamten für Wirtschaftsstrafsachen vom LKA Berlin staunten bei der Auswertung der Unterlagen nicht schlecht, wie leicht insbesondere auch Polizisten dem Straßenmusiker (spielte Gitarre und Mundharmonika, sang Bob-Dylan-Songs) und zudem noch aktenkundigen Untersuchungs-Häftling in der JVA Moabit (Klinge saß 7 Monate wegen gefälschter Dollarnoten, die für Kokaingeschäfte bestimmt gewesen sein sollten) auf den Leim gegangen waren.

Das Klinge-Geschäfts-Modell hat mit einem normalen Wohnungsverkauf, bei dem der Wert einer Wohnung im Vordergrund steht, nichts zu tun. Das Modell basiert auf einem verbotenen Kick-Back-Geschäft. Klinge selbst hat das im Dezember 2005 gegenüber dem Berliner Anwalt Nicolas Becker (das LKA hat darüber ein Protokoll) so erklärt: Klinge habe hinter dem Rücken der Banken nachträglich den finanzierten Endverkaufspreis für die verkaufte Wohnung stark reduziert, so dass er in der Lage war, für die Käufer alte Konsumentenkredite zwischen 10.000 und 40.000 Euro abzulösen. So weit seine Theorie. Doch in der Praxis führte Klinge noch nicht einmal dieses verbotene Geschäft zugunsten seiner Kunden aus.

Die oft überschuldeten Käufer unterschrieben leichtgläubig, weil sie hofften, mit einem Schlag ihre Konsumschulden vom Tisch zu bekommen und obendrein noch für eine kleine Monatsrate eine Eigentumswohnung als Altersvorsorge zu erwerben.

Pustekuchen. Ein Geschäftsinsider schildert dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net, was die Kunden wirklich erleben mussten:

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