GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 19.03.2010

Das falsche Totenregister


Noch immer online: das falsche<br /> Totenregister aus Ludwigshafen
Noch immer online: das falsche
Totenregister aus Ludwigshafen
Es gibt gar kein öffentliches Totenregister und schon gar kein kostenpflichtes. Geburt und Tod werden stets kostenlos von Standesämtern dokumentiert, die Daten sind nicht öffentlich und dienen ausschließlich der Mitteilungspflicht gegenüber anderen Behörden.

Dennoch verschickt seit März 2010 ein Peter Hoffmann aus Ludwigshafen in der Pfalz bundesweit Rechnungen über 89,95 Euro an Hinterbliebene, weil der oder die Tote in einem "Öffentlichen Sterberegister" eingetragen und im Internet unter www.öffentliches-sterberegister.de veröffentlicht worden sei. Die Anschriften der Angehörigen hat Peter Hoffmann offenbar aus Todesanzeigen lokaler Zeitungen entnommen.

Der Verband Unabhängiger Bestatter e.V. (VUB) aus Espelkamp in Nordrhein-Westfalen warnt vor diesen Schreiben:

Zitat:


Durch die Aufmachung des Anschreibens soll der Eindruck vermittelt werden, es handele sich um ein ?amtliches? Schreiben von Behörden. Auf unsere Nachforschungen hin, bei Gewerbeamt oder auch Handelsregister waren keine weiteren Informationen erhältlich.

In Deutschland zuständig für die Registrierung der Sterbefälle sind ausschließlich die Standesämter.

Der Verband unabhängiger Bestatter e.V. empfiehlt daher, sich bei Erhalt solcher Rechnungen an das Bestattungsunternehmen zu wenden.


Die Firma, die die Rechnungen verschickt, existiert also in Wirklichkeit gar nicht. Auf dem Briefkopf steht die Anschrift "Öffentliches Sterberegister, Postfach 211003 in 67010 Ludwigshafen". Ein Phantasiekonstrukt.

Lediglich die Internetseite gibt es. Ein Bild mit brennenden Kerzen, darunter vom 18. März 2010 rückwärts bis zum 31. Dezember 2009 rund 700 Namen Verstorbener. Immer in der Reihenfolge: Sterbetag, Nachname, Vorname und letzter Wohnort mit Postleitzahl.

Wenn man den Todestag nicht weiß, kann man auf dieser Seite eigentlich niemanden finden. Es gibt keine Suchmaske, mit der man einen Namen eines Verstorbenen suchen könnte.

Ganz oben auf der Todeslise steht eine Maria Helmling aus 64653 Lorsch in Hessen. Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net rief bei Familie Helmling in Lorsch (12.800 Einwohner) an und fragte: "Gab es bei Ihnen jüngst einen Todesfall?"

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