GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 07.04.2010

Selbsthilfegruppe: Anonyme Firmen - Insolvenzler


Insolvenzcoach Attila von Unruh<br /> aus Köln © Anonyme Insolvenzler
Insolvenzcoach Attila von Unruh
aus Köln © Anonyme Insolvenzler
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg 2009 um 16 Prozent auf über 34.300, dadurch gingen 521.000 Arbeitsplätze verloren. Die Firmenpleiten verursachten laut Creditreform einen Schaden von 50 Milliarden Euro im Jahre 2009. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen wird für 2010 auf bis zu 40.000 geschätzt.

Umgekehrt ist die Angst zu scheitern in Deutschland besonders hoch und hält fast 50 Prozent der Menschen davon ab, ein Unternehmen zu gründen.

Seit vorigen Jahr gibt es eine gemeinnützige Selbshilfegruppe für Firmeninsolvenzler, den Bundesverband Menschen in Insolvenz und neue Chancen e.V. in Köln (Mitgliedsbeitrag 24 Euro im Monat), der Firmen in der Krise hilft und auch regelmäßig offene Gesprächkreise "Anonyme Insolvenzler" organisiert.

Menschen, die mit dem Thema Insolvenz konfrontiert sind, befinden sich meistens in einer Krise. Die ?Studie Armut, Schulden und Gesundheit? (ASG Studie) der Uni Mainz hat ergeben, dass acht von zehn überschuldeten Menschen an einer Krankheit leiden. Schulden machen krank. Sei es bei einer Firmeninsolvenz oder Privatinsolvenz (Verbraucherinsolvenz): Geldsorgen, Druck, Unsicherheit und Angst wirken sich massiv auf die Betroffenen aus. Das kann zu seelischer Erschöpfung, Burn Out und Krankheit führen.

Das Thema Insolvenz ist ein Tabuthema.

Das Gefühl, gescheitert zu sein, führt oft zu Rückzug, Kompensation oder Depressionen. Viele Betroffenen haben keine Möglichkeit, offen über die Themen zu reden, die sie emotional berühren und fühlen sich mit ihren Problemen alleine gelassen.

Beratungsstellen und Anwälte konzentrieren sich auf rechtliche und fachliche Beratung ? persönliche und emotionale Themen bleiben außen vor.

"Die Kultur des Scheiterns, daraus zu lernen und es besser zu machen, ist in Deutschland nicht ausgeprägt", sagte Olaf Brockmeyer von der Hamburger Firmenhilfe der Zeit. Etwa 30 Prozent der Ratsuchenden, die bei ihm anriefen, müssten in die Insolvenz gehen. Bankkredite oder privates Kapital gebe es während des Insolvenzverfahrens und mit entsprechenden Schufa-Einträgen in der Regel kaum mehr.

Der Event-Manager Attila von Unruh (48, verheiratet, zwei Kinder) aus Köln verdiente 18 Jahre sehr gut und konnte sich ein gutes Leben für sich und seine Familie leisten. Er plante, mit einer Unernehmerberatung mit vielen Partnern noch erfolgreicher zu werden. Für den Gründungskredit im Jahre 1998 bürgte er mit 300.000 Euro. Im Jahr 2005 lief die Firma so gut, dass er sie verkaufte. Der Käufer, der zugleich ein Großkunde war, ging aber kurz darauf pleite, konnte nicht zahlen. Unruh verlor nicht nur seine wichtigste Einnahmequelle, er musste jetzt für die Bürgschaft einstehen. Ihm blieb nur die Firmeninsolvenz.

Unruh gegenüber dem Radiosender WDR 5:

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