GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 14.04.2010

Falsche Glücksspiel-Bande kassierte 10 Millionen Euro


Convent Die Polizei in Essen (NRW) hat nach eigenen Angaben eine der bundesweit größten Gewinnspiel-Betrügereien aufgedeckt. Drei gestern verhafteten Betreiber eines Callcenters in Essen (Foto rechts © Polizei Essen) sollen nach ersten Ermittlungen rund 80.000 Personen im gesamten Bundesgebiet um mehr als zehn Millionen Euro geprellt haben. Die gesamte Betrugssumme dürfte jedoch noch weit höher liegen, wie die Polizei am heutigen Mittwoch mitteilte.

200 eingesetzte Beamte der eigens gebildeten Ermittlungskommission Teleflachs vollstreckten am 13. April 2010 Haftbefehle gegen die drei Haupttatverdächtigen, einen Deutschen (39) aus Mühlheim an der Ruhr und zwei Türken (35 und 36) aus Essen und Duisburg, und durchsuchte deren Wohnungen.

Neben Razzien in Aachen, München, Berlin und Montabauer durchsuchte die Polizei zeitgleich zehn Wohnungen und Geschäftsräume in Essen. 61 Mitarbeiter des Callcenters in der Essener Innenstadt wurden vorläufig festgenommen. Im Anschluss an ihre Vernehmung und eine erkennungsdienstliche Behandlung konnten sie entlassen werden. Im Zuge der Gewinnabschöpfung konnten bisher Werte in Höhe von zirka 6,4 Millionen Euro gesichert werden.

Die Gewinnspiele gab es gar nicht

Die hierarchisch gegliederte Gruppe betrieb seit Ende 2008 in Essen ein Callcenter mit rund 100 Mitarbeitern. Von dort aus ließen sie Haushalte in ganz Deutschland anrufen. Ziel war es, Gebühren für die Teilnahme an nicht existenten Glücksspielen einzukassieren. Den Opfern wurde erzählt, sie hätten seit längerem gratis an diesen Glücksspielen teilgenommen, die jetzt aber kostenpflichtig geworden seien. Dabei wurde den Opfern eine 98prozentige Gewinnwahrscheinlichkeit zugesagt.

270 Euro Kündigungsfrist-Gebühr

Den Angerufenen wurde auch gesagt: Wer aussteigen wolle, könne das gerne tun. Für die Zeit bis zu einer etwaigen Kündigung würden dann allerdings Gebühren anfallen. Um aus dem "Vertrag" herauszukommen, müssten sie noch für die Kündigungsfrist von drei Monaten bezahlen. Würden sie das nicht tun, drohten Inkassogebühren, hielten die Anrufer ihren Opfern vor. Einige der Geschädigten wurden auch bedroht. Viele überwiegend ältere Betroffene erstatteten daraufhin die "Gebühren", die sich auf bis zu 90 Euro monatlich bewegten.

Summen wurden in Immobilien gewaschen

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