GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 29.04.2010

Kommunen fördern Häuslebauer


Convent 669 Städte und Gemeinden locken derzeit nach einer Erhebung der Bauherren- und Baustoffhandelsinitiative "Aktion pro Eigenheim" aus Baden-Baden bauwillige Paare und Familien in ganz Deutschland mit billigem Bauland.

Den Vogel schießt dabei die Stadt Haldensleben bei Magdeburg in Sachsen- Anhalt ab. Bürgermeister Norbert Eichler (CDU) bietet aktuell den Gärhof 1 (215 Quadratmeter) gleich mit Eigenheim zum Kauf an. Der Kaufpreis beträgt 1 Euro. Das Motto lautet: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Kaufanträge können alle Paare oder Lebensgemeinschaften stellen, bei denen beide Partner unter 40 Jahre alt sind.

Bürgermeister<br />Norber Eichler<br /> © Stadt Haldensleben
Bürgermeister
Norber Eichler
© Stadt Haldensleben
Haldensleben mit mittelalterlichem Stadtkern und einer Kloschüssel-Fabrik schrumpft. Seit 2007 um 156 Einwohner auf jetzt 19.844 Einwohner. Die Stadt will den Prozess stoppen und beschloss bereits am 1. Oktober 2005 einen "Handlungsrahmen" für bauwillige Paare und Familien, der der Stadt erlaubt, ihre eigenen Baugrundstücke quasi zu verschenken. Oder für einen Spottpreis (2 Prozent vom Bodenrichtwert) zu verpachten. Eine Familie mit vier Kindern braucht wegen des Kinderrabatts von 0,5 Prozent pro Kind auf diese 2 Prozent für ein Erbbaurecht die ersten zehn Jahre gar keine Pacht zu zahlen, weitere zehn Jahre nur 1 Prozent des Bodenrichtwertes und im dritten Jahrzehnt nur zwei Prozent.

Im Angebot hat Bürgermeister Eichler zur Zeit vierzehn so genannte Familiengrundstücke zwischen 300 und 1.020 Quadratmetern zur Erbpacht ab Null Euro. Normalerweise müsste man bei einem normalen Kauf zwischen 39 und 47,50 Euro je Quadratmeter Land bezahlen. Die so eingesparten 48.450 Euro für ein 1.020-Quadratmeter-Grundstück könnte die Familie ins Häuschen stecken, das spätestens nach anderthalb Jahren gebaut werden muss. Telefon: 03904/4790, E-Mail: lutz.zimmermann@haldensleben.de.

Baugenehmigungen gingen in Deutschland seit 2006 um die Hälfte zurück

Noch zu haben: das 1-Euro-Haus mit Grund-<br />stück (215 qm) in Haldensleben bei Magde-<br />burg in Sachsen-Anhalt © Stadt Haldensleben
Noch zu haben: das 1-Euro-Haus mit Grund-
stück (215 qm) in Haldensleben bei Magde-
burg in Sachsen-Anhalt © Stadt Haldensleben
Die Förderung von privaten Bauherren ist in Deutschland bitter nötig. Seit Wegfall der Eigenheimzulage Anfang 2006 haben sich die jährlichen Baugenehmigungen laut "Aktion pro Eigenheim" nahezu halbiert. Die rückwirkend zum Januar 2008 in Kraft getretene Wohn-Riester-Förderung (Eigenheimrentengesetz) wird kurzfristig nicht zu einer Belebung führen.

Zumal die Baukosten für ein Eigenheim in den letzten 3 Jahren laut Landesbausparkasse (LBS) um über 7 Prozent angestiegen sind. Ursache dafür sind die Mehrwertsteuererhöhung, gestiegene Rohstoffpreise, aber auch das Achten der Bauherren auf eine energetische Gebäudeausstattung, um langfristig an Strom- und Heizung zu sparen. Also müssen die Bürgermeister den Bauwilligen mit kleineren oder größeren Baugeschenken entgegenkommen. Das gilt auch für Landeshauptstädte wie Stuttgart in Baden-Württemberg oder Hannover in Niedersachsen.

Das Angebot ist vielfältig. Am häufigsten werden verbilligte Grundstücke verkauft, oft gibt es direkte Zuschüsse oder subventionierte Bau-Darlehen. Dabei gilt in der Regel: Je mehr Kinder, desto üppiger der Bonus. Gefördert werden längst auch Gutverdiener, die Einkommensgrenzen sind vielfach großzügig gesteckt.

Hannover: 10 Prozent Rabatt pro Kind

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