GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 08.05.2010

Sean Connery in Marbella-Skandal verstrickt?


Der frühere schottische James-Bondstar 007 Sean Connery (79) und seine französische Frau in 2. Ehe, die Malerin Micheline Roquebrune, müssen in den nächsten Tagen als Angeklagte in einem nicht öffentlichen Verfahren vor einem spanischen Untersuchungsrichter in Marbella aussagen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Korruption vor.

Anlaß der Ermittlungen waren die erst jetzt bekannt gewordenen Umstände aus dem Verkauf der Villa "Casa Malibu", die Connery und Roquebrune kurz nach ihrer Hochzeit im Jahre 1975 an der Costa de Sol am Mittelmeer-Strand von San Pedro westlich von Marbella (Andalusien, Südspanien) gekauft und dann im Jahre 1999 mit Hilfe des damaligen Bauunternehmers und Bürgermeisters von Marbella Jesus Gil y Gil für 9 Millionen Dollar (7 Millionen Euro) verkauft haben, weil die Küste immer mehr zersiedelt wurde. Aber genau daran sollen sie nun selbst einen Anteil haben.

Abgerissen: die Villa
Abgerissen: die Villa "Casa Malibu" von Sean Connery
Jesus Gil y Gil wurde im Jahre 2002 verhaftet, verbrachte eine Woche in Untersuchungshaft und musste als Bürgermeister zurücktreten, weil unter seiner Amtsherrschaft seit 1991 in großem Stil Schwarzbauten unter Umgehung von Bau- und Umweltauflagen errichtet worden sein sollen und die malerische Landschaft des Jet-Set-Badeortes mit Apartmentwohnblocks verschandelt worden sei. Außerdem habe er öffentliche Gelder in seinen Fußballklub "Atletico Madrid Jesus Gil y Gil" umgeleitet. Das ganze Ausmaß des Bau-Korruptionsskandals in Marbella zeichnete sich allerdings erst 2006 ab, als man Gils Nachfolgerin samt 18 Stadtratsmitgliedern verhaftete. Es sollen Schmiergelder in Höhe von 2,4 Milliarden Euro geflossen sein.

Viele der teuren Apartment-Kolonien, mit denen die Costa de Sol nahezu zugepflastert wurde, gelten nunmehr als Schwarzbauten. Symbol des Skandals wurde der in Marbellas Dünen erbaute Gebäudekomplex Banana Beach, in dem 300 der 500 Wohnungen illegal waren, da sie zudem noch zu nahe am Meeresufer lagen.

Banana Beach: Eine Wohnung mit<br /> 2 Schlafzimmern, 2 Bädern kostet<br /> 237.000 Euro, Anzahlung 47.000 Euro,<br /> 80 Prozent finanzierbar©adondevamos
Banana Beach: Eine Wohnung mit
2 Schlafzimmern, 2 Bädern kostet
237.000 Euro, Anzahlung 47.000 Euro,
80 Prozent finanzierbar©adondevamos
In Marbella gab es etwa 1.000 Fälle nicht legalisierbarer Immobilien, über die die Abrissbirne schwang. In all diesen Fällen handelte es sich um nicht fertiggestellte Gebäude beziehungsweise um illegale Bauten, die direkt den Drahtziehern gehörten. Etwa 18.000 von insgesamt 20.000 Schwarz-Immobilien konnten nachträglich legalisiert werden. Sehr zur Erleichterung vieler deutscher Immobilienbesitzer in Marbella.

Letzten Sommer kündigte zudem Angeles Munoz Orios (49) in ihrer Eigenschaft als neue Bürgermeisterin Marbellas an, auch den symbolträchtigen Banana-Beach-Komplex zu legalisieren. Man wolle keinem Besitzer einer bereits fertig gestellten Immobilie zumuten, diese zu verlieren. Dies bedeute jedoch nicht, dass man den Fall juristisch zu den Akten läge, denn die Schuldigen würden voll zur Verantwortung gezogen.

Auch Connerys weiße Traumvilla wurde nach dem Verkauf einfach abgerissen, damit auf dem Strandgrundstück ein vierstöckiger Block mit teuren Eigentums-Apartments errichtet werden konnte. Nach Recherchen der örtlichen Zeitung El Pais soll dieses Gebäude nicht die baulichen Bestimmungen erfüllen.

Der Betonklotz wurde zwischen 2004 und 2005 mit 70 Wohnungen gebaut. Die Wohnungen werden aktuell für 1,4 bis 2,2 Millionen Euro zum Verkauf angeboten.

Bei der Umgliederung des Connery-Grundstücks in Wohnungsbauland habe es laut Staatsanwaltschaft Unregelmäßigkeiten gegeben. Die Hinweise führten allerdings nicht direkt zu Sir Sean Connery und dessen Frau, sondern zu ihren Rechtsanwälten der ortsansässigen Kanzlei Diaz-Bastien & Truan. Die Kanzlei soll die Umgliederung des Landes mit dem im Jahre 2004 verstorbenen Jesus Gil y Gil sowie dem ehemaligen Leiter der Stadtplanung im Ort, Juan Antonio Roca, ausgehandelt haben.

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