GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 17.05.2010

Falke verkauft teuerste Socke der Welt


Seit 1895 stricken die Falkes aus Schmallenberg im Sauerland nun schon Socken und Pullover. Von Generation zu Generation versuchten sie, sich seither selbst zu übertreffen.

Ab 1. September 2010 im Handel: Pulli und<br /> Socken aus Vicuna-Wolle für 3.26o Euro © Falke
Ab 1. September 2010 im Handel: Pulli und
Socken aus Vicuna-Wolle für 3.26o Euro © Falke
Mal mit chinesischem Kaschmir, mal mit australischer Merinowolle oder ägyptischer Karnak-Baumwolle. Doch nichts war für die Sauerländer weich und warm genug. Bis jetzt: "Uns ist es in diesem Jahr als erster Hersteller der Welt gelungen, Strümpfe aus Vicuna-Wolle zu stricken. Daran sind bislang alle anderen Hersteller immer wieder gescheitert", sagte Falke-Pressesprecherin Theresa Frigger dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.

"Die Vicuna-Wolle ist das weicheste, leichteste und wärmendste Material, das ich jemals in den Händen hielt, noch feiner als Kaschmir oder Angora", schildert Frigger ihre Begegnung mit dem neuen Produkt. Die Produktion umfasst allerdings nur zehn Paar Socken. Für mehr reichte die Wolle nicht, die Falke zur Verfügung stand.

Vicuna-Wolle ist auf dem Weltmarkt nur schwer zu bekommen. Die Vicuna sind die kleinsten Kamele der Anden, die in über 4.000 Metern Höhe wild in Peru, Ecuador, Bolivien, Argentinien und Chile leben. "Nur einmal im Jahr werden die Tiere zur Schur zusammengetrieben, somit gibt es nur einmal im Jahr ein begrenztes Angebot", erläutert Frigger.

Vicuna-Kamel mit Indianerin in den Anden (Südamerika)
Vicuna-Kamel mit Indianerin in den Anden (Südamerika)
Die knapp einen Meter kleinen, anderthalb Meter langen und 50 Kilo leichten Kamele, die mit den Lamas verwandt sind, werden ausschließlich mit Scheren geschoren. Die Ausbeute pro Tier liegt bei maximal 250 Gramm Wolle, die auf dem internationalen Markt bis zu 400 Euro pro Kilogramm bringt. Zur Zeiten der Inkas (13. bis 16. Jahrhundert) lebten 1,5 Millionen Vicunas in den südamerikanischen Bergen, heute gibt es noch 200.000 Tiere.

Das Fell ist wesentlich feiner als das verwandter Arten und so dicht, dass es wie eine Isolierschicht gegen die Kälte wirkt. Zur Zeit des Inkareiches trieben Tausende von Indios die Vicunas in jedem zweiten Jahr in riesigen Treibjagden zusammen. Nach dem Scheren wurden sie wieder freigelassen. Kleidung aus Vicuna-Haar durften nur der Inka-Herrscher und seine Familie tragen.

Ein Paar Socken kostet 860 Euro

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