GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 22.05.2010

Neues Gold bei Johannesburg entdeckt


 Goldgräberstadt Johannesburg in Südafrika
Goldgräberstadt Johannesburg in Südafrika
Neue Goldfunde lassen den Goldrausch in der Stadt der Goldgräber Johannesburg (Südafrika) mindestens für die nächsten 20 Jahre nicht abebben, auch wenn inzwischen alles Gold an der Oberfläche des größten Goldvorkommens der Welt am Witwatersrand seit der Entdeckung durch die Briten im Jahre 1886 bis heute längst geplündert ist.

Allerdings wird der neue Goldrausch zum Tiefenrausch. Denn das neuentdeckte Gold liegt in Richtung Mittelpunkt der Erde, der bei 6.378 Kilometern erreicht ist.

?Wir schätzen, dass zwischen 3.500 und 5.000 Metern unter Tage noch einmal so viel Gold liegt, wie wir bisher abgebaut haben?, verriet Dick Kruger von Südafrikas Chamber of Mines (Industrie- und Handelskammer für den Bergbausektor) dem Wissenschaftsmagazin Scinexx aus Düsseldorf.

Schon jetzt gibt es nahe Johannesburg einige der tiefsten Minen der Welt. Um ihren Job tun zu können, müssen die Minenarbeiter bis zu zwei Stunden mit dem Aufzug in die Tiefe fahren.

So wie in der Mponeng-Mine. Sie gehört dem Bergbau- unternehmen Anglo-Gold Ashanti, einem der führenden Goldproduzenten weltweit. 3.770 Meter weit sind die Schächte nahe Carletonville bereits auf der Suche nach dem wertvollen Edelmetall in den Boden vorgedrungen - mindestens. Denn der Ausbau der Anlage geht unvermindert weiter.

Wissenschaftler haben dort längst neue ergiebige Lagerstätten in bis zu 5.000 Metern Tiefe entdeckt. Rund zehn Millionen Unzen Gold, jede davon entspricht 31,1 Gramm Feingewicht, im Gesamtwert von 10,55 Billionen Euro sollen dort schlummern und innerhalb der nächsten 20 Jahre abgebaut werden.

Dieses Ziel hat sich auch das zweitgrößte südafrikanische Goldunternehmen, Gold Fields, gesetzt. Der Konzern erwarb Anfang 2007 die Mine South Deep ? für stolze 2,5 Milliarden Dollar (1,99 Milliarden Euro). Experten prognostizieren, dass South Deep mit 30 Millionen Unzen die größten Reserven der Welt birgt. Wie schwierig der Griff in die Ressourcen ist, erlebte Gold Fields gleich nach der Übernahme: schwere Unfälle, Feuer und Überflutungen. Wegen aufwendiger Reparaturarbeiten musste die Mine monatelang stillgelegt werden. Im Jahre 2008 konnte man in South Deep zwar schon wieder 230.000 Unzen fördern ? das ist jedoch nur halb so viel wie noch im Jahr 2005.

Gold Fields lässt sich dennoch nicht entmutigen. Das Unternehmen will jedes Jahr 90 Millionen Euro investieren, damit South Deep endlich zur erwünschten Goldgrube wird. Während das gegenwärtige Abbaugebiet schon jetzt in etwa 2.000 Metern Tiefe liegt, treibt die Firma den Hauptschacht immer weiter ins Erdinnere. In zwei Etappen stoßen die Bohrer bis in eine Tiefe von 3.250 Metern vor. Die Fachleute des Konzerns arbeiten bereits an Plänen für noch tiefere Bohrungen.

Goldinvestments in Südafrika am besten über London

1 Unze Krügerrand kostet<br />1.055 Euro, 10 bis<br /> 20 Euro teurer als<br /> andere Unzen<br />wegen der Prägekosten
1 Unze Krügerrand kostet
1.055 Euro, 10 bis
20 Euro teurer als
andere Unzen
wegen der Prägekosten
Das am 4. Oktober 1886 gegründete Johannesburg ist heute das Wirtschafts- und Finanzzentrum Südafrikas. Hier werden 16 Prozent des Bruttosozialprodukts des ganzen Landes erwirtschaftet und hier ist die Heimat vieler Banken und Handelsunternehmen. Sie ist die größte Stadt Südafrikas und Sitz der meisten Minengesellschaften. In der Sprache der Eingeborenen heißt sie Egoli, was so viel wie "Stadt des Goldes" bedeutet.

Die im November 1887 gegründete "Johannesburg Securities Exchange" (JSE) gehört zu den zehn größten Börsen der Welt. "Die JSE ist die liquideste im afrikanischen Universum. Als Investor hat man den Vorteil, dass man alle Branchen abdecken kann, von Rohstoffwerten über Banken bis hin zu Konsumwerten", so die Einschätzung von Jürgen Maier vom Raiffeisen Capital Management in Wien, das gerade einen Global Emerging Market Fonds aufgelegt hat, der zu zehn Prozent in Südafrika investiert.

Einige Titel aus Südafrika notieren auch in Deutschland oder London. Privatanlegern in Südafrika rät Maier zum Second Listing, also zum Handel über Europa. Teilweise wird beispielsweise in London mehr gehandelt als an der lokalen Börse in Südafrika, außerdem ist es spesengünstiger, sagte Maier dem Wiener Standard.

Risiken bestünden natürlich bei allen Emerging Market Fonds, allerdings sei gerade Südafrika recht weit entwickelt und hätte ein gutes Gerichtssystem. Auch von politischer Seite schaue die Lage - trotz des enormen Arm-Reich-Ungleichgewichts - relativ stabil aus, meint der Experte.

Insgesamt sei Südafrika ein durchaus zukunftsträchtiger Markt. Unternehmen profitierten sehr stark vom Commodity-Boom, also Kohle, Eisenerz, Gold, Platin. Derzeit bestehe eine sehr große Nachfrage aus China und Indien.

In Südafrika liegt die Hälfte des Weltgoldes versteckt

... Fortsetzung » lesen.

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?
 



 

Pressemitteilungen zum Thema
» Goldfund bei Berlin
» Der wohl exklusivste Goldstore Deutschlands
» Goldinvestments aus der Imbissbude
» Seabridge: Goldbrücke ins Nichts?
» Kein Gold für Importeure
» Kommt die Goldsteuer?
» Gold ist die Versicherung in der Krise
» Cash Group bietet Gold zum halben Preis
» Erster Goldautomat Deutschlands
» Goldkammer macht Sutor Bank skeptisch
» Das Gold Projekt AG
» Verkaufshit: Wiener Philharmoniker in Gold
» Nur noch Deutsche wollen Schweizer Goldvreneli

Beiträge zum Thema
» Gold wird wieder für Anleger interessant!
» Geldanlage für Abenteurer: Afrika

 

Copyright 2000 - 2017 by Goldman, Morgenstern & Partners LLC - GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net)