GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 07.07.2010

13speedtest37 gewinnt Internetkrieg gegen USA-Dateiload


Der angeblich größte Schützer vor Internet-Attacken, Thomsn aus Florida, besser bekannt als USA-Dateiload, ist pleite, weil Thomsn den Internetkrieg gegen 13speedtest37 alias Dominik B. (19) aus Wien offenbar verloren haben soll. Bauer war erst Kunde, dann Feind von Thomsn. B. wurde zwar wegen DDoS-Attacken auf Bestellung und Kreditkartenhandel am 24. November 2009 bei Wien verhaftet, aber nach nur zwei Nächten wieder auf freiem Fuß gesetzt. Thomsn gab im Mai 2010 auf, die beiden deutschen Chefs tauchten ab und ließen zahlreiche ratlose Kunden und eine ahnungslose Finanzchefin zurück.

Lori S. (54) aus Florida schuftet 50 Stunden in der Woche als Sekretärin in einem Einzelhandelsgeschäft und verdient 8 Euro die Stunde. Jetzt verlangt ein Inkasso-Büro von ihr die Begleichung von 40.000 Euro Mietschulden an ein großes Rechenzentrum namens Netriplex in Asheville in North Carolina. Nicht in ihrer Eigenschaft als Sekretärin, sondern als wohl einzige Ansprechpartnerin des mutmaßlichen Weltunternehmens Thomsn LLC das sich nun als ein Phantom-Unternehmen herausstellte, bei dem weder die Firmengeschichte noch die Inhabernamen stimmten. Hintermänner sind zwei Deutsche, die vor den Gläubigern und Kunden abgetaucht sind.

Lori Saul hat wohl einen Fehler gemacht, als sie sich vor drei Jahren von ihrer mutmaßlichen Bekannten Karin R. aus Florida, die öfter mal Ausländern zu USA-Firmensitzen verhilft, breitschlagen ließ, für zwei Deutsche in Miami eine Firma zu gründen: Thomsn, besser bekannt unter den Internetmarken USA-Dateiload.net und Dateiload.us. Das Rechenzentrum, bei dem sich Thomsn einmietete, schaltete am 13. Mai 2010 alle Server ab, da Thomsn seine Rechnungen schon lange nicht mehr bezahlen konnte.

USA-Dateiload war eine Internet-Berühmtheit und galt lange Zeit als Ikone für absolute Meinungsfreiheit und Schutz vor Computerkriminalität. Jeder konnte dort gegen Vorkasse völlig anonym und damit frei von Abmahnanwälten seine Server und Domains anmelden. Und der deutschsprachige Service versprach einen absoluten Schutz vor DDoS-Angriffen (Massenmüllanfragen), mit denen Internetportale aus dem Netz geschossen werden.

Sekretärin Lori Saul machte zumindest auf dem Papier eine steile Karriere. Auf der Homepage von USA-Dateiload wurde sie von heute auf morgen als U.S.-Anwältin mit deutscher Zulassung geführt. Bei der Firma Thomsn erhielt sie den Titel "Chief Financial Officer" (CFO), vergleichbar mit einer Prokuristin in Deutschland. Doch die neuen Titel brachten Lori S. kein Glück. Das Firmenkonto ist nach ihrer Information tief in den roten Zahlen, Kunden fordern ihre 40 Server (Preis rund 2.500 Euro pro Stück) zurück, die aber alle bei Netriplex stehen. Und Netriplex gibt die Hardware der Kunden nicht frei, bevor sie nicht die 40.000 Euro Zahlungsrückstände von USA-Dateiload bekommen habe. Doch, woher soll Lori Saul das Geld nehmen?

Lori Saul schrieb dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.:

Zitat:


Gerry (so nennt sich einer der deutschen Chefs - Anmerkung der Redaktion) musste seit März 2010 die meiste Zeit ins Krankenhaus. Und als wir nicht mehr in der Lage waren, die Mai-Miete für die Periode 10. Mai bis 10. Juni 2010 zu bezahlen, cancelte Netriplex den Vertrag mit Thomsn und schaltete alle Server ab. Sie schickten ihre Forderung zu einer Collection Agency. Ich erhielt eine E-Mail, dass die Schulden sich auf 50.000 Dollar belaufen würden. Ich habe niemals einen Vertrag gesehen, noch die Endrechnung.

Es ist kein Geld für einen Anwalt vorhanden Anmerkung der Redaktion: Der ehemalige Thomsn-Anwalt Jochen J. aus Hamburg) soll aufgrund der Zahlungsunfähigkeit das Mandat niedergelegt haben). Es ist kein Geld auf dem Bankkonto. Gerry und Bob (so nennt sich der zweite deutsche Chef - die Redaktion) handelten immer online. Es gibt kein Büro. Es gibt keine Angestellten. Ich kann niemanden ereichen, auch nicht Gerry. Ich bin mir nicht einmal sicher, ober er noch am Leben ist. Das Letzte, was ich hörte, war, dass bei ihm eine potentiell fatale Krankheit diagnostiziert worden sei.

Ich verstehe Netriplex, die für den gebrochenen Vertrag bezahlt werden möchte. Aber ich sehe nicht, woher das Geld kommen soll. Die Situation gleicht zur Zeit einer Sackgasse.




... Fortsetzung » lesen.

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?
 



 

Pressemitteilungen zum Thema
» 13speedtest37: Cyber-Mafia-Boss wieder in Haft
» 1337-crew: Der Nachfolger wartet schon
» 13speedtest37: Verrat brachte ihm die Freiheit
» Speed bildete 18.000 Internetbetrüger aus
» BKA-Razzia: Kein Ladendiebstahl - sondern Terror, Datenklau...
» Hackl heisst der Hacker?
» Pressefreiheit endet beim Geldhahn
» 1 Million Dollar Belohnung für Internet-Terroristen
» Internet-Terror: Commerzbank überprüft 40.000 Rechner
» Internetkrieg: 50 Euro und Ihre Webseite ist Geschichte
» So kaperte der Wiener Schlawiner den Piratenkreuzer Gulli.com
» Megadownloads: Staatsanwaltschaft erstickt fast vor Anzeigenflut
» Im Visier der Internetmafia
» Gulli.com: das Vorzeigportal der Internetmafia
» Die Operationszentrale der Internetmafia
» Mega-Downloads: Keiner hält den Kopf hin
» Mega-Downloads KO - Staatsanwalt sucht Opfer

Beitrag zum Thema
» Grüße an die Geschäftsleitung

Weitere Informationen zum Thema
» Gulli.com - Gulli wars - Richtigstellungen von Richard Joos (Korrupt)
» Das Tagebuch eines Ex-Mitarbeiters der Internetmafia

 

Copyright 2000 - 2017 by Goldman, Morgenstern & Partners LLC - GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net)