GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 08.07.2010

Dr. Kloiber - mit 18 Millionen auf der Flucht


Seit der spektakulären Flucht aus Deutschland am 20. November 2004 mit einem gemieteten Kleinflugzeug vom Flugplatz Finow bei Eberswalde (Brandenburg) in Richtung Osten fehlt von Dr. Maximilian Leonhard Kloiber (53), der in Wahrheit ein Bayer namens Sanders ohne Doktortitel ist, seiner mongolischen Geliebten Gantuya Yonon (46) und einem Geldkoffer mit 18 Millionen Euro weiterhin jede Spur, obwohl Zielfahnder des Landeskriminalamtes Brandenburg und Privatdetektive halb Europa nach dem mutmaßlichen Millionenbetrüger abgegrast haben.

Die Fahnder haben zwar ein Luxusapartment sowie Wohnungen in der mongolischen Hauptstadt Ulan-Bator und mehrere Luxusautos ausgemacht, die dem flüchtigen Paar gehören, aber Kloiber und die Geliebte hätten die Mongolei alsbald wieder verlassen.

Für Privatdetektiv Josef Resch von der Detektei Wifka LTD & Co. KG aus Lübeck steht fest: "Nach Jahren der Flucht wird Maximilian Kloiber, der zahlreiche falsche Titel und Aliasnamen benutzt, jetzt in Österreich vermutet. Grund: Maximilian Kloiber leidet an der unheilbaren Darmkrankheit Morbus Crohn und benötigt Medikamente und ärztliche Behandlung!"

Nun, diese Darmkrankheit kann sich Dr. Kloiber überall behandeln lassen. Die zuständige Staatsanwaltschaft Potsdam hat am 2. Juni 2009 eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet und hat noch immer "für Hinweise, die zur Aufenthaltsermittlung und Festnahme des Gesuchten führen" eine Belohnung von 20.000 Euro ausgelobt. Abgeholt hat sich das Geld noch keiner. Dr. Kloiber bleibt ein Phantom.

20.000 Euro Belohnung

Nach Erkenntnissen des LKA Brandenburg pflegt Kloiber seine Namen wie Unterwäsche zu wechseln. So soll er sich auch schon Rüdiger Scheysing oder Herr Selbiger genannt haben. Er habe einen Hang zur Selbstdarstellung und lege Wert auf einen gehobenen Lebensstil.

Dem schlanken, mitelgroßen Brillenträger mit der chronischen Darmentzündung wird banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen, seiner Geliebten Beihilfe zum schweren Betrug.

Das Sorglos-Paket des Dr. Kloiber

Mit Hilfe einer Wiener Scheinfirma namens Evantes Invest Beteiligungsgesellschaft, die in Österreich gar keine Gewerbeerlaubnis besaß, aber in Hennigsdorf nördlich von Berlin einem Filialleiter des Hamburger Dentallabors Flemming Dental AG gehörte, vermittelte Dr. Kloiber aus dem Hinterzimmer dieses Dentalleiters Jürgen F. (62) zwischen Gebissen und Implantaten wundersame Millionenkredite, bei denen man zehn Prozent von der gewünschten Kreditsumme vorab einzahle und das 8-Fache wieder herausbekäme, so dass der Millionenkredit praktisch beinahe zinslos sei. Dafür sorge eine westeuropäische Privatbank, die aber geheim bleiben müsse und die in ebenso geheime Bankinvestments investiere. Diese würden eine Traumrendite von 18 Prozent erbringen. Dr. Kloiber nannte das Konstrukt "Sorglos-Paket". Bei etwas Glück würde sich sogar der gesamte Kredit schon nach 12 Jahren von selbst tilgen.

Um jegliche Zweifel zu zerstreuen, sollten die Kunden das Eigenkapital bar bei dem privaten Sicherheitsdienst BKS Werttransporte GmbH im schwäbischen Legau hinterlegen. Der BKS-Geschäftsführer Konrad S. werde den Kunden über die Summe ein so genanntes SKR (Safe Keeping Receipt) ausstellen.

In nur einem halben Jahr von Mai bis November 2004 schaffte es der falsche Doktor mit Hilfe von Vertrieben wie Medivest aus Dresden oder Melanie W. (vom Landgericht Berlin am 9.2.2006 zu Schadenersatz verurteilt, AZ 80139/05, aber abgetaucht), Mario W. (zu Schadenersatz verurteilt, aber abgetaucht) und Markus L. aus Berlin, mehrere hundert Anleger aus Berlin, Brandenburg, Österreich, Schweiz und Süddeutschland dazu zu bewegen, Unmengen an Bargeld zur Sicherheitsfirma nach Schwaben zu bringen.

Doch statt das Geld für die Kunden aufzubewahren, befolgte BKS-Chef Konrad Szorg (250 Angestellte, 9 Milliarden Euro Gelddurchlauf im Jahr) die Anweisungen von Dr. Kloiber und Jürgen F., und ließ das Geld einmal in der Woche nach Hennigsdorf und Velten (Nachbarort von Hennigsdorf) schaffen, ohne dass die Kunden davon etwas wussten. Ein kleiner Teil des Geldes soll dann als Köder für weitere Anleger gedient haben. Die ersten Kunden erhielten davon die versprochenen hohen Renditen ausbezahlt. Den gewünschten Kredit bekam jedoch niemand.



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