GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 11.08.2010

Wie treibe ich Geld aus Europa ein?


So unterschiedlich die europäischen Nationen sind, so unterschiedlich gehen die einzelnen Länder mit säumigen Schuldnern um. Was Inkasso-Unternehmen beachten müssen, die für einheimische Lieferanten säumige Zahlungen aus Europa beitreiben sollen, hat der Fachautor Dr. Alexander Ey aus Osnabrück in dem Buch "Europa-Handbuch Inkasso. 27 Porträts des Inkassowesens europäischer Länder" (Welther Verlag Berlin) auf 350 Seiten zusammengetragen.

Hält man sich nicht dran, kassieren die Eintreiber drakonische Strafen, in Belgien zum Beispiel bis zu 50.000 Euro oder ein Jahr Berufsverbot.

Seit dem 12. Dezember 2008 trat in allen EU-Mitgliedsstaaten (außer Dänemark) die Europäische Mahnverordnung (EuMahnVO) in Kraft. Sie beruht auf der Verordnung (EG) Nr. 1896/2006 vom 31. Dezember 2006, mit der ein Europäisches Mahnverfahren eingeführt wurde.

Der Vorteil im Vergleich zum deutschen Mahnverfahren: Es wird nicht mehr erst ein Mahnbescheid beim Gericht beantragt und zum Schuldner geschickt, bevor der Vollstreckungsbescheid folgt. Das Europäische Mahnverfahren ist nur einstufig, es wird sofort bei dem zuständigen Richter in dem jeweiligen Land auf dem dafür entwickelten Formblatt A (in allen europäischen Amtssprachen erhältlich) ein Europäischer Zahlungsbefehl beantragt. Im Gegensatz zum deutschen Mahnverfahren entscheidet nicht ein Rechtspfleger, sondern beim Europäischen Mahnverfahren stets ein Richter, und zwar innerhalb von 30 Tagen. Widerspricht der Schuldner nicht innerhalb von zwei Wochen, ist der Titel vollstreckbar.

Der Nachteil im Vergleich zum deutschen Mahnbescheid besteht darin, dass man beim Antrag auf Europäischen Zahlungsbefehl gleich den zugrunde liegenden Sachverhalt und die Beweismittel vorlegen muss. Beim deutschen Mahnbescheid ist das nicht nötig. Hilfestellung beim Ausfüllen des Antrages auf Erlass eines Europäischen Zahlbefehls gibt zum Beispiel die Internetseite des Berliner Senats, bei dem das Europäische Mahngericht Deutschland angesiedelt ist. Welches Gericht zuständig ist, lässt sich auf der europäischen Internetseite herausfinden.



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