GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 30.08.2010


Mit dem Rentnerehepaar Manfred (75) und Karin K. (68) aus Güstrow hatte die Volkssolidarität vor dem Landgericht Rostock am 27. August 2010 noch ein leichtes Spiel, deren Ansprüche von 8.000 Euro waren verjährt. Doch nun rollt auf die Wohlfahrtsorganisation eine Welle von 30 Musterverfahren stellvertretend für die über 250 Mitglieder des Interessenverbandes der Geschädigten der Volkssolidarität Geldanlagen (IVG) zu.

Diesmal geht es um Mitwisserschaft an einem Schneeballsystem. Und dafür gibt es keine Verjährung. Insgesamt hatten in die Immobilien-Fonds der Volkssolidarität 1.400 zumeist ältere Leute rund sieben Millionen Euro eingezahlt. Die Fonds gingen im letzten Jahr pleite.

Im Alleingang hatten die beiden Güstrower Rentner versucht, von der Volkssolidarität 8.000 Euro Schadenersatz zu erhalten, weil sie im März 1998 rund 5.000 Euro als stille Beteiligung an einem Seniorenwohnprojekt der Volkssolidarität-Sozial-Immobiliengesellschaft mbH (VSI) in Teterow eingezahlt hatten. Ihnen wurden neben einer guten Rendite von 4,5 Prozent bevorzugt Plätze in Senioren-Wohnanlagen und Altersheimen angeboten. Die Richter schmetterten die Klage ab. Bei Prospektfehlern betrage die Haftung nur drei Jahre.

Davon lassen sich die anderen Anleger nicht entmutigen. Ein am 29. April 2010 in Rostock gegründeter Interessenverband der Geschädigten von Volkssolidarität Geldanlagen (IVG), einer Initiative der Neuen Verbraucherzentrale von Mecklenburg-Vorpommern, hat seine Recherchen beendet.

Das Ergebnis fasste der Vorstandsvorsitzende der Neuen Verbraucherzentrale MV, Jürgen Fischer, gegenüber dem Fernsehsender NDR wie folgt zusammen: "Hier wurden Fonds aufgelegt, die zu einem bestimmten Zeitpunkt keine rentablen Fonds mehr waren und erkennbar für Insider ein Schneeballsystem. Alle, die ab diesem Zeitpunkt angelegt haben, haben gute Chancen, ihr Geld zurückzubekommen."



Resch Rechtsanwälte haben 30 Musterverfahren vorbereitet

Deutschlands älteste Anlegerschutzkanzlei, Resch Rechtsanwälte aus Berlin (24 Anwälte, 60 Mitarbeiter), geht für die IVG in die Offensive und fordert jetzt die Volkssolidarität zur Anerkennung und zum Ausgleich des Schadens in zunächst rund dreißig Musterfällen auf. "Wenn nicht binnen eines Monats eine gütliche Einigung erzielt werden kann, werden Klagen eingereicht", sagte Jochen Resch dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.



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