GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 20.09.2010

Vom Aussterben bedroht: der Landarzt


Mehr als die Hälfte aller künftigen Ärzte in Deutschland lehnen die Niederlassung als Hausarzt ab. Und Landarzt will so gut wie keiner mehr werden. Das belegt die Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, des Medizinischen Fakultätentages (MFT) und der Uni Trier an deutschen Medizinfakultäten, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

Abschreckend dürfte der Ruin eines 50jährigen Landarztes aus Niedersachsen sein, dessen Beispiel letztes Jahr Schule machte. Der Landarzt hat es mit seinen 1.000 Patienten, davon 90 Prozent Rentner, wohl zu gut gemeint. 116 Euro hätte er pro Patient im Quartal verschreiben dürfen. Er verschrieb aber nach tatsächlicher Not und kam auf 500 bis 600 Euro pro Fall im Quartal. In vier Jahren kamen so 160.000 Euro zusammen, die die Kassenärztliche Vereinigung von dem Hausarzt zurückfordert. Der Mediziner gab auf, meldete seine Praxis ab.

Ein Düsseldorfer Gynäkologe wurde im Oktober 2009 vor Gericht gestellt und für schuldig gesprochen, weil er einer jungen Patientin gegen deren Akne die Pille verordnet hatte. Er musste die Kosten dafür der Kassenärztlichen Vereinigung ersetzen.

Aus einer kleinen Anfrage an die Landesregierung Thüringen geht hervor, dass im letzten Jahr Thüringens Hausärzte 770.000 Euro an Regress zahlen mussten, in den letzten fünf Jahren sogar 1,8 Millionen Euro.



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