GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 30.09.2010

Jährlich fast 400.000 Geschädigte bei Kreditsuche


Mit dem illegalen Kassieren von 200 bis 1.000 Euro Gebühren durch Vermittler, die sogar Hartz-IV-Empfängern einen Kredit ohne Schufa versprechen, aber nie besorgen, soll bald Schluss sein.

Dr. Beate Merk<br /> © bayern.de
Dr. Beate Merk
© bayern.de
Die Verbraucher-Schutz-Minister-Konferenz (VSKM) aller 16 Bundesländer beschloss am 17. September 2010 in Potsdam einstimmig, das üble Geschäft mit der Armut zu beenden und unseriösen Darlehensvermittlern den Kampf anzusagen. Die Bundesregierung wurde aufgefordert, zeitnah Gesetzesbeschlüsse dafür zu fassen.

Nach einer Studie der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) aus Wiesbaden mit dem Titel "Schufafrei: Statt Kredit nur draufgezahlt" werden in Deutschland jährlich rund 400.000 Menschen Opfer eines Kreditvermittlungsbetruges. Der volkswirtschaftliche Schaden liegt nach Einschätzung der Verbraucherzentralen bei 150 Millionen Euro im Jahr.

In Kleinanzeigen, über Werbeanrufe und im Internet wird immer häufiger die schnelle und unkomplizierte Vermittlung von Darlehen angeboten. Dabei steht das Versprechen im Vordergrund, selbst jenen Verbrauchern ein Darlehen zu vermitteln, die bei Banken nicht mehr kreditwürdig sind. Manche hochverschuldete Personen sehen in solchen Angeboten die letzte Chance, an Geld zu kommen. Der Haken an der Sache ist: Unseriöse Anbieter beabsichtigen überhaupt nicht, tatsächlich Darlehen zu vermitteln. Ihr Geschäftsmodell: Vom Verbraucher wird eine "Bearbeitungsgebühr" als Vorkasse verlangt, oft mehrere hundert Euro. Hat der Verbraucher erst einmal gezahlt, sieht er sein Geld nie wieder. "So wird auch noch den Ärmsten der Armen von kriminellen Geschäftemachern das Geld aus der Tasche gezogen", so die bayerische Verbraucherministerin Dr. Beate Merk, die den Beschluss der VSKM in Potsdam initiierte. Diese Masche sei unerträglich und müsse rasch gestoppt werden.



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